Achillessehne

Der Achillessehnenriss gehört zu den häufigsten Sehnenverletzungen im Sport. Er tritt vorwiegend im Bereich der Ballsportarten und Rückschlagspiele sowie bei Läufern und Springern auf.

Die Achillessehne ist die dickste und stärkste Sehne des Körpers. Sie zeigt schon im Alter von 25 bis 30 Jahren erste degenerative Veränderungen. Häufig kommt es durch hohe Belastungen auch zu Entzündungen der Sehne, den so genannten Achillodynien. Beide Entwicklungen stellen eine Schwächung der Sehne dar.
Dier Achillessehnenriss gehört zu den häufigsten Sehnenverletzungen im Sport. Er tritt vorwiegend im Bereich der Ballsportarten und Rückschlagspiele sowie bei Läufern und Springern auf. Achillessehnenrisse treten meist dann auf, wenn eine geschwächte Sehne verstärkt ruckartig belastet wird. Vorwiegend bei Wiederaufnahme der sportlichen Aktivität nach kürzeren oder längeren Trainingspausen. Achillessehnenrisse können komplett (vgl. Abb.) oder inkomplett sein.

    Schaubild: Waden- oder Zwillingsmuskel, Achillessehne und kompletter Riss der Achillessehne.

Der Achillessehnenriss ist durch einen intensiven Schmerz im Bereich der Sehne und eine sich entwickelnde Schwellung im Bereich des Fußes gekennzeichnet. Das Gehen auf dem betroffenen Fuß und die Fußstreckung sind nur eingeschränkt möglich. Im Sehnenverlauf kann häufig ein Defekt gefühlt werden. Die Behandlung durch einen Arzt ist unumgänglich. Die gerissene Sehne wird meistens operiert und für ca. 6 bis 8 Wochen ruhig gestellt. Danach erfolgen erste krankengymnastische Bewegungsübungen. Das Erlangen der vollen Belastbarkeit kann 6 bis 12 Monate betragen. Lesen Sie auch Sportverletzungen.

Adipositas

Adipositas (Fettsucht) beschreibt einen Zustand, der durch eine sehr große Anhäufung von Fettgewebe im Verhältnis zur fettfreien Körpermasse gekennzeichnet ist. Meist ist die Fettsucht Folge einer übermäßigen Nahrungsaufnahme und eines zu geringen Energieverbrauchs. Nur selten entsteht Adipositas aufgrund einer Krankheit wie z.B. einer Stoffwechselstörung. Die Begriffe Adipositas (Fettsucht) und Übergewicht sind nicht identisch.

Zur Reduktion von Adipositas (Übergewicht) kommt dem Sport eine besondere Bedeutung zu. Allerdings wird der Kalorienverbrauch infolge sportlicher Betätigung meist erheblich überschätzt. Darüber hinaus ist die Leistungsfähigkeit übergewichtiger Personen oft sehr gering. Daher ist eine Belastungshöhe, die zu einer Gewichtsreduktion führen kann, häufig nicht erreichbar. Körperliche Aktivität in Kombination mit einer entsprechenden Beschränkung der Nahrungszufuhr zeigen jedoch gute Erfolge. Stärkere körperliche Belastung reduziert den Appetit und regt sowohl während als auch über die Belastungsphase hinaus Stoffwechselprozesse an.

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Adrenalin

Adrenalin ist ein Hormon des Nebennierenmarks, das bei Stress ausgeschüttet wird. Es macht den Körper flucht- beziehungsweise kampfbereit. Adrenalin bewirkt viele Reaktionen im menschlichen Organismus, z.B. Blutdrucksteigerung, Beschleunigung der Herztätigkeit, Erweiterung der Atemwege, Steigerung von Blutzucker und Grundumsatz.

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Aerob-anaerob-Schwelle

Durch körperliche Belastung, bei individuell unterschiedlicher Belastungsintensität, übersteigt die Milchsäurekonzentration einen Wert von 2 mmol/l. Diesen Wert bezeichnet man als aerobe Schwelle. Unterhalb dieser Schwelle erfolgt die Energiebereitstellung überwiegend mit ausreichender Sauerstoffzufuhr (aerob). Bei einer Milchsäurekonzentration von 2 mmol/l - 4 mmol/l liegt der Übergangsbereich von der aeroben zur anaeroben Energiegewinnung. Eine Milchsäurekonzentration von mehr als 4 mmol/l bezeichnet man als anaerobe Schwelle. Die Energiegewinnung erfolgt hier fast ausschließlich mit unzureichender Sauerstoffzufuhr (anaerob).

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Agonist/Antagonist

Hat sich ein Muskel einmal kontrahiert, kann er sich nicht mehr selbstständig dehnen. Für die Bewegung eines Körperteils in unterschiedliche Richtungen müssen daher mehrere Muskeln nacheinander- oder zusammenwirken. Der eine Bewegung bestimmende Muskel wird als Agonist bezeichnet.

Schaubild: Wechselspiel von Agonist und Antagonist.

Als Agonist werden in der Regel diejenigen Muskeln bezeichnet, die eine Bewegung aktiv, d.h. durch Kontraktion ihrer Fasern bestimmen. Die dem Agonisten entgegengesetzt wirkenden Muskeln heißen Antagonisten. Die Kennzeichnung von Agonist beziehungsweise Antagonist ist in Abhängigkeit von der Bewegung variabel. Muskeln, die miteinander eine Bewegung bestimmen, werden als Synergisten bezeichnet.

Ein ständiges Wechselspiel beziehungsweise Zusammenwirken von Agonisten, Antagonisten und Synergisten sorgt für einen harmonischen und verletzungsfreien Ablauf von Bewegungen.

(wb)

Akupunktur

Die Akupunktur ist ein Heilverfahren aus der alten chinesischen Medizin. Dabei soll durch Einstechen von Nadeln aus Stahl, Silber oder Gold in genau festgelegte Hautpunkte eine Heilung bzw. Schmerzausschaltung erreicht werden.

Die festgelegten Körperpunkte stehen nach der chinesischen Lehre in einer engen Wechselbeziehung mit der Funktion innerer Organe und sind auf Leitlinien, den so genannten Meridianen angeordnet. Es gibt 14 symmetrisch angeordnete Hauptmeridiane und 361 Hauptakupunkturpunkte. Insgesamt werden 659 Körperpunkte, 192 Ohrpunkte, 24 Gesichtspunkte, 23 Nasenpunkte, 30 Kopfpunkte, 18 Hand- und 32 Fußpunkte, 18 Sexualpunkte sowie 15 Barfußarztpunkte beschrieben, die alle anatomisch exakt lokalisierbar sind. Dabei wird unterschieden zwischen Harmonisierungs-, Anregungs-, Beruhigungs-, Alarm- und Spezialpunkten.

Nach Vorstellung der chinesischen Medizin gibt es eine Lebensenergie „Qi“, die entlang der Meridiane fließt und aus zwei gegensätzlichen Kräften „Yin“ und „Yang“ besteht, die in einem gesunden Körper im Gleichgewicht sind. Durch Akupunktur soll das durch Krankheit gestörte Energiegleichgewicht wieder hergestellt werden. Die Nadeln werden dazu unterschiedlich tief in die Haut eingestochen und dort zwischen 10 Sekunden und 2 Minuten belassen. Die Wirkung kann durch vorsichtiges Drehen der Nadel verstärkt werden. Die Behandlung soll die Lebensenergie Qi wieder ungehindert zum Fließen bringen. Eine Akupunkturbehandlung dauert etwa 20 bis 25 Minuten.

Die Akupunktur wird vor allem bei Krankheiten und Beschwerden angewendet, die auf psychosomatischen oder funktionellen Störungen beruhen, z.B. Asthma, Migräne, Verstopfungen, Schlaflosigkeit, Stimmungslabilität, Kopf-, Gelenk- und Kreuzschmerzen, gelegentlich auch zur Behandlung von Übergewicht und zur Entwöhnung von Rauchern und Alkoholikern.

Bei einer Akupunktur-Anästhesie wird die Akupunktur als Hilfsmittel bei Narkosen während verschiedener Operationen eingesetzt. Dabei müssen die Nadeln ständig durch Drehen mit der Hand oder besser elektrisch stimuliert werden. Dazu werden die eingestochenen Nadeln an ein spezielles Schwachstromgerät angeschlossen. Diese Elektroakupunktur wird auch bei Behandlungen von z.B. Prellungen, Verstauchungen, Muskelverspannungen oder Sehnenscheidenentzündungen angewandt, überwiegend aber in der Schmerzbehandlung. Die schmerzlindernde Wirkung der Akupunktur ist nachgewiesen, die Nadeln können den Schmerzkreislauf durchbrechen und vegetative Störungen bessern.

(rr)

Allergie

Als Allergie wird eine Überempfindlichkeitsreaktion des Organismus auf körperfremde Substanzen bezeichnet. Bei entsprechender Veranlagung kann es zu einer übersteigerten Reaktion bei einem Kontakt mit bestimmten Substanzen kommen, die in ähnlichen Mengen bei anderen Menschen ohne Folge bleiben.

Eine Allergie spielt sich im Immunsystem ab. Das Abwehrsystem reagiert auf eindringende Fremdstoffe (Antigene), indem es Antikörper bildet. Diese reagieren mit den Antigenen und aktivieren bestimmte weiße Blutkörperchen. Es ist eine an sich normale Reaktion, die den Menschen z.B. vor Infektionen schützt. Bei einer Allergie ist die Reaktion verändert, bei einem Kontakt mit Stoffen, wie z.B. Nahrungsmittel oder Haustieren, die für nichtallergische Personen völlig harmlos sind, gibt es eine Überreaktion des Abwehrsystems. Die Stoffe werden als fremd erkannt, für gefährlich gehalten und vom Körper bekämpft. Ungewöhnlich große Mengen Antikörper sind im Blut, die weißen Blutkörperchen reagieren überschießend, es werden Gewebshormone wie zum Beispiel Histamin freigesetzt. Diese Hormone führen vor allem an Schleimhäuten von Auge, Nase, Bronchien oder Darm und auch an der Haut zu heftigen Reaktionen. Das Immunsystem hat damit ein Erkennungssystem für diese Antigene entwickelt. Beim nächsten Kontakt mit demselben Fremdstoff reagiert die Abwehr viel schneller als beim ersten Kontakt.

Zu den typischen allergischen Erkrankungen zählen Heuschnupfen, Bronchialasthma, Kontaktekzem, Nesselsucht, aber auch Magen-Darm-Störungen sowie verschiedene Blut- und Gefäßkrankheiten.

(rr)

Anti-Aging

Anti-Aging heißt übersetzt soviel wie „Maßnahmen gegen das Altern“ und ist das Schlagwort, unter dem diese in unserer alternden Gesellschaft immer wichtigeren Bemühungen zusammengefasst werden.

Der gegenwärtige gesellschaftliche Trend setzt auf Fitness und jugendliches Aussehen. Schlaffes Gewebe, faltige Haut, mangelnde Ausdauer und die ersten Zipperlein passen nicht in das Bild des Alterns. Dabei ist Altern ein ganz normaler Prozess. Fortwährend sterben Millionen von Zellen in unserem Körper ab und werden durch neugebildete ersetzt. Doch diese Fähigkeit zur Neubildung von Zellen ist nicht unerschöpflich, die Möglichkeiten des menschlichen Organismus zu einer ständig notwendigen Reparatur sind begrenzt. So kommt es zu einer Einschränkung der Zell-, Gewebe- und Organfunktionen, auch das Entgiftungssystem des Körpers verliert an Leistungsfähigkeit – der Mensch altert. Die Alters- bzw. Anti-Aging-Forschung unterscheidet zwischen dem kalendarischen und dem Biologischen Alter. Das kalendarische Alter bezeichnet die unaufhaltsam vor ranschreitenden Lebensjahre.

(rr)

Arterielle Verschlusskrankheit

Hierbei kommt es besonders im Bereich des Beckens und der Beine zu Arteriosklerose. Bei längerem Gehen treten Beschwerden auf und es kommt zu einem zeitweiligen Hinken (claudicatio intermittens). Bei stärkeren Schmerzen muss das Gehen unterbrochen werden. Das Krankheitsbild ist auch als "Schaufensterkrankheit" bekannt, da die Patienten zur Verdeckung der eigentlichen Ursache vorgeben, Schaufensterauslagen zu betrachten.

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Arteriosklerose

Die Arteriosklerose ist gekennzeichnet durch eine zunehmende Gefäßeinengung infolge von Flüssigkeits-, Eiweiß- oder Fetteinlagerung in und auf die Gefäßwand und einer dadurch entstehenden Mangelversorgung der angeschlossenen Organe oder Extremitäten. Ist das Gefäß um mehr als 50% verengt, treten bei erhöhtem Blutbedarf, z.B. infolge körperlicher Belastung, Beschwerden auf. Bei der arteriellen Verschlusskrankheit führt dies zu Schmerzen in den Beinen während bei der koronaren Herzkrankheit Herzbeschwerden auftreten. Wird die Einengung stärker, treten bereits in der Ruhesituation Beschwerden auf.

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Arthritis

Eine Arthritis ist eine Entzündung eines oder mehrerer Gelenke.

Diese Entzündung kann Knorpel und Knochen angreifen und zu einer Zerstörung der Gelenkoberfläche und des Knochens führen. Im Zusammenhang mit der Arthritis treten Schwellungen, Schmerz, Überwärmung, Rötung und Funktionsbehinderung auf. Stärke und Form der Entzündungen hängen davon ab, ob es sich um eine akute oder chronische Arthritis handelt. Bei einer Gelenkentzündung tritt der Schmerz typischerweise in Ruhe auf und bessert sich bei Bewegung. Bei starken Entzündungen kann es zu nächtlichen Gelenkschmerzen kommen, von denen man aufwacht.

Die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung ist die rheumatoide Arthritis, auch chronische Polyarthritis genannt. Es sind mehrere Gelenke entzündet, die sich mit der Zeit verformen und schließlich unbeweglich werden können. Ein klassisches Merkmal der rheumatoiden Arthritis ist das symmetrische Auftreten der Gelenkentzündungen, also der gleichzeitige Befall zum Beispiel der Fingergrund- oder Zehengrundgelenke auf beiden Seiten. Die chronische Polyarthritis ist aber keine reine Gelenkerkrankung, obwohl sie davon ihren Namen hat. Sie ist eine Allgemeinerkrankung mit mehr oder weniger stark ausgeprägten Allgemeinsymptomen. Dies hängt damit zusammen, dass die zugrundeliegende Störung im Immunsystem liegt und das Immunsystem auf alle Bereiche des Körpers wirken kann. Die genaue Ursache ist unbekannt.

Eine Behandlung hängt wesentlich von dem Krankheitsbild und der jeweiligen Situation ab. Wichtig sind eine gesunde Ernährung, z.B. Vollwertkost und Krankengymnastik, Elektro-, Ergotherapie. Bei akuter Gelenkentzündung hilft Kälteanwendung, außerhalb der akuten Entzündungsschübe ist eine Wärmebehandlung hilfreich.

(rr)

Lesen Sie auch Gelenke

Arthrose

Gelenkschmerzen durch Verschleiß werden als Arthrose bezeichnet. Der Verschleiß nimmt mit dem Alter zu oder wenn für lange Zeit die Belastung der Gelenke größer war als ihre Belastbarkeit.

Es kommt zu einer Schädigung des Gelenkknorpels, der das freie Gleiten der Gelenkflächen gewährleistet. Bei angeborenen oder erworbenen Fehlstellungen der Gelenke stehen die Knochen im falschen Winkel und das Gelenk nutzt sich unregelmäßig ab, als Folge kann es schon in jungen Jahren zu Beschwerden kommen. Der Knorpel verliert seine Elastizität, wird mit der Zeit dünner und fasert sich auf, es kommt zu einem fortschreitenden Knorpelverlust. In späten Stadien einer Arthrose reibt dann Knochen auf Knochen.

Arthrosen können Schwellungen, Muskelverspannungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen hervorrufen. Wegen der Schmerzen bewegen sich die Betroffenen nicht mehr ausreichend, die Muskulatur verkümmert und der Knorpel wird noch schlechter ernährt. Typisch für die Arthrose ist der „Anlaufschmerz“, am Morgen sowie ein Knacken und Knirschen im betroffenen Gelenk.

Arthroskopie: Bei einer Arthroskopie (Gelenkspiegelung) wird der Gelenkinnenraum mittels eines speziellen Endoskops untersucht und gegebenenfalls behandelt. Über einen kleinen Hautschnitt wird eine Sonde mit Kamera (Arthroskop) in das Gelenk eingeführt und überträgt Bilder aus dem Inneren des Gelenkes auf einen Monitor. Der Arzt kann die Gelenkstrukturen betrachten, eventuelle Schäden feststellen und in den meisten Fällen diese direkt behandeln. Über einen zweiten Hautschnitt werden dabei dünne Arbeitsinstrumente eingeführt, mit denen der Arzt die krankhaften Veränderungen versorgen kann. Diese sogenannte "Schlüssellochchirurgie" oder "minimal-invasive Chirurgie" hat gegenüber offenen chirurgischen Verfahren den Vorteil der geringeren Belastung für den Organismus, weniger Schmerzen nach der Operation und damit kürzerer Heilungszeiten. Durch die viel kleinere Narbe kann in den meisten Fällen bereits am Tag des Einriffs mit der krankengymnastischen Nachbehandlung begonnen werden, um die Gelenkfunktionen wiederherzustellen. Die Arthroskopie dient vor allem der Untersuchung und Behandlung von Verletzungen im Knie-, Schulter-, Ellenbogen-, Hand- und Sprunggelenk sowie bei unklaren anhaltenden Gelenkbeschwerden. Besonders bei Behandlungen im Kniegelenk ist die Arthorskopie oft die beste Behandlungsmöglichkeit, z.B. bei Kreuzbandersatz, Meniskusoperationen oder Eingriffe am Gelenkknorpel.

Vorbeugung von Arthrose: Regelmäßige, angemessene Bewegung und Vermeidung von Übergewicht können Arthrose vorbeugen und das Fortschreiten verlangsamen. Hilfreich sind Wärmebehandlung, Massagen und Heilgymnastik.
(rr)

Asthma bronchiale

Asthma bronchiale ist eine Erkrankung der Atemwege. Die Bronchien reagieren bei Asthmatikern auf bestimmte Reize überempfindlich. Sie verkrampfen und verengen sich, der Betroffene kann die eingeatmete Luft nicht mehr richtig ausatmen und leidet unter Atemnot.

Asthma aus dem Griechischen übersetzt heißt „erschwertes Atmen“. Der Betroffene muss ständig gegen einen erhöhten Widerstand „anatmen“. Asthma bronchiale entsteht durch erbliche Faktoren und Umwelteinflüsse.

  • Auslöser von Asthma: Die Auslöser einer plötzlich auftretenden Atemnot können vielfältig sein, z.B. allergische Reaktionen, Infektionen oder auch psychischer Stress. Allergene, z.B. Hausstaub, aber auch nicht allergene Stoffe lösen in den Atemwegen eine übersteigerte Reaktion des Bronchialsystems aus. Bei Asthma entsteht eine Entzündung der Schleimhaut in den Atemwegen, an denen verschiedene Zellen des Immunsystems beteiligt sind. Die Entzündung ist Ursache und Folge der Überempfindlichkeit und führt zum Anschwellen der Schleimhaut. Es bildet sich zäher Schleim, die Muskulatur der Bronchien zieht sich zusammen. Das Einengen der Bronchien macht vor allem das Ausatmen schwer. Durch die Verengung des Bronchialsystems wird der Betroffene die verbrauchte Luft nicht los. Beim Ausatmen bleibt daher mehr Luft als gewöhnlich in der Lunge zurück, so dass beim nächsten Atemzug nicht genügend frische Luft eingeatmet werden kann.
  • Belastbarkeit und Sport bei Asthma: Bei Asthma ist die Belastbarkeit eingeschränkt, während oder nach körperlicher Belastung tritt schnell Kurzatmigkeit oder Luftnot auf. Neben den richtigen Medikamenten gilt Sport als sehr gute und kostengünstige Therapiemöglichkeit bei Asthma, bestens geeignet sind Ausdauersportarten. Wichtig ist das Aufwärmen vor dem Sport, um die Atmung und die Muskulatur auf die Belastung einzustellen und ein langsames, bewusstes Atmen, besonders beim Ausatmen. Weitere Informationen zu Asthma finden Sie auch bei den Gesundheitsinfos von SPORT PRO GESUNDHEIT.

(rr)

Atemgymnastik

Mit Atemgymnastik wird ein Programm ausgewählter Übungen bezeichnet, das die Bewusstmachung der Atmung fördert und ungünstige Atemgewohnheiten abbaut .

Bewegungsmangel, andauernder Stress, Atemlosigkeit und schlechte Atemgewohnheiten führen zu einer Sauerstoffmangelversorgung des Organismus. Unwohlsein, Müdigkeit, Kraft- und Lustlosigkeit sind häufige Folgen. Ziel der Atemgymnastik ist es, mit ausgewählten Atem- und Bewegungsübungen die Atmung bewusst zu machen, den Atemapparat (Nase, Rachen, Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien, Lunge) zu schulen und zu pflegen, die Atemmuskulatur zu stärken und die Atemtechnik zu verbessern, um Spannungszustände zu lösen und die Gesunderhaltung des Organismus zu fördern.
(wb)

Aufwärmen

Richtiges und sorgfältiges Aufwärmen vor sportlicher Betätigung ist wichtig, um den Körper auf „Betriebstemperatur“ zu bringen.

Vor jedem Training sollte die Aufwärmphase zum Standard gehören. Ein ausgiebiges „Warm up“, mit allgemeinen und sportartspezifischen Aufwärm- und Dehnübungen, bringt die Muskulatur auf die richtige Temperatur und erleichtert später die sportlichen Höchstleistungen.

Durch langsames Laufen oder einzelne behutsame Übungen, z.B. Arm- oder Beinkreisen kann der Kreislauf in Schwung gebracht werden. Der Körper wird damit auf die bevorstehende Anstrengung eingestimmt, das harmonische Zusammenspiel von Gelenk- und Muskelfunktion wird gefördert. 

Stretching- und Dehnprogramme sollten bei allen Sportlern sowohl in der Vorbereitungs- als auch in der Abkühlphase selbstverständlich sein. Die Muskeln sollten aber in der Vorbereitung nicht zu lange oder zu oft hintereinander gedehnt werden, da sonst die notwendige Muskelgrundspannung verloren geht. Wenn die Aufwärmübungen erst ein fester Bestandteil des Trainings geworden sind, zeigen sich schnell die positiven Effekte. Der Aufwand ist gering, zahlt sich aber schnell aus und die Verletzungsgefahr verringert sich deutlich. Das Aufwärmen ist umso wichtiger, je weniger man sich zuvor bewegt hat.
(rr)

Lesen Sie auch Dehnmethoden

Ausdauer

Ausdauer ist die Fähigkeit, eine sportliche Anforderung ohne Ermüdung möglichst lange durchzuführen sowie einem ermüdungsbedingten Abbruch der sportlichen Anforderung möglichst lange zu widerstehen.

  • Aerobe und anaerobe Ausdauer: Unter dem Aspekt der muskulären Energiebereitstellung unterteilt man die Ausdauer in eine aerobe und anaerobe Ausdauer. Steht Sauerstoff in ausreichender Menge zur oxydativen Verbrennung der Energieträger zur Verfügung, spricht man von aerober Ausdauer. Ist die Sauerstoffzufuhr auf Grund hoher Belastungsintensität unzureichend, wird die Energie unter dem Eingehen einer Sauerstoffschuld bereitgestellt. In diesem Fall spricht man von anaerober Ausdauer. In der Sportpraxis treten beide Formen meist kombiniert auf. 
  • Kurz-, Mittel- und Langzeitausdauer: Unter dem Aspekt der Zeitdauer unterteilt man in Kurz-, Mittel- und Langzeitausdauer. Die Kurzzeitausdauer umfasst Belastungen von 45 Sekunden bis 2 Minuten mit überwiegend anaerober Energiebereitstellung. Die Mittelzeitausdauer entspricht einer Belastung von 2 bis 8 Minuten mit zunehmender aerober Energiegewinnung. Die Langzeitausdauer umfasst Belastungen über 8 Minuten mit fast ausschließlich aerober Energiebereitstellung. Die Energieversorgung erfolgt bei Ausdauerbelastungen durch das zusammenwirken von Glukosestoffwechsel und Fettstoffwechsel. Hierbei nimmt mit steigender Belastungsdauer der Anteil des Fettstoffwechsels zu, während der Glukosestoffwechsel reduziert wird.
  • Allgemeine und die lokale Ausdauer: Unter dem Aspekt der beteiligten Muskulatur unterscheidet man die allgemeine und die lokale Ausdauer. Die allgemeine Ausdauer umfasst die Ausdauerfähigkeit bei sportlichen Belastungen, die mehr 1/7 bis 1/6 der gesamten Muskulatur beanspruchen. Die lokale Ausdauer beinhaltet die Beteiligung von weniger als 1/7 bis 1/6 der Gesamtmuskelmasse.
  • Allgemeine und spezielle Ausdauer: Die allgemeine Ausdauer ist eine sportartunabhängige Form der Ausdauer, sie wird auch als Grundlagenausdauer bezeichnet (Herz-Kreislauf-Kapazität). Die spezielle Ausdauer bezeichnet eine sportartspezifische Form der Ausdauer und ist vergleichbar mit der lokalen Ausdauer. Die Bezeichnungen spezielle Ausdauer und lokale Ausdauer werden zum Teil synonym verwendet.
  • Dynamische und statische Ausdauer: Die dynamische Ausdauer bezieht sich auf die Ausdauerfähigkeit bei Bewegungen. Die statische Ausdauer umfasst die Ausdauerfähigkeit bei gehaltenen Übungen.
  • Ausdauer und Gesundheitssport: Im Bereich des Gesundheitssports, der Prävention und der Rehabilitation sind die allgemeine aerobe dynamische Ausdauerfähigkeit (Herz-Kreislauf-Erkrankungen) und die lokale aerobe dynamische Ausdauerfähigkeit (Erkrankungen des Bewegungsapparates) von zentraler Bedeutung.

Lesen Sie auch Kraft und Schnelligkeit.
(wb)

Ausdauersportarten

Als Ausdauersportarten bezeichnet man sportliche Aktivitäten, die die Ausdauerleistungsfähigkeit fördern und erhalten .

Ausdauersportarten zeichnen sich durch andauernde Belastungen in Form von zyklischen Bewegungen möglichst großer Muskelgruppen aus. Neben der wohl bekanntesten Erscheinungsform dem Jogging, zählen auch das Walking, das Inline-Skating, das Radfahren, das Wandern, das Schwimmen und das Rudern zu den Ausdauersportarten. Auf Grund der mäßigen und individuell steuerbaren Belastungsintensität eignen sich Ausdauersportarten besonders gut als Lifetime-Sportarten. (wb)

Lesen Sie auch Gesundheitssport

Ausdauertraining

Ausdauertraining bezeichnet eine Trainingsform zur Verbesserung der allgemeinen und der speziellen Ausdauer.

Aufgrund der positiven Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System und den Stoffwechsel (z.B. Vergrößerung der maximalen Sauerstoffaufnahme, Verbesserung der Atemökonomie) ist Ausdauertraining aus gesundheitlichen, präventiven und regenerativen Gründen im Fitness- und Gesundheitssport von großer Bedeutung und dient vielen Menschen zur Kompensation der beruflichen und umweltbedingten Belastungen.

Zur Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit haben sich unterschiedliche Ausdauertrainingsmethoden entwickelt:

  • Dauermethode: Die am häufigsten verwendete Methode zur Entwicklung der Grundlagenausdauer und der speziellen Ausdauer ist die Dauermethode mit kontinuierlicher Geschwindigkeit. Hierbei wird eine bestimmte Strecke in einer festgesetzten Zeit absolviert. Bei der Dauermethode mit wechselnder Geschwindigkeit unterscheidet man die Wechselmethode und das sogenannte Fahrtspiel. Bei der Wechselmethode wird die Gesamtdistanz in kürzere und längere Teilabschnitte gegliedert, wobei die kürzeren Abschnitte mit höherer Intensität zurückgelegt werden. Inhalte des Fahrtspiels sind geländeabhängig. Beispiele sind Hügelsprints, Koordinationsläufe auf leicht abfallendem Gelände, Tempowechsel in ansteigendem Gelände und Tempowechsel mit längeren Abschnitten im Dauerlauftempo.
  • Intervallmethode: Jedes Intervalltraining stellt eine Kombination aus Belastungs- und Erholungsphasen dar. Man unterscheidet extensives und intensives Intervalltraining. Das extensive Intervalltraining ist gekennzeichnet durch einen hohen Umfang und relativ geringe Intensität, das intensive Intervalltraining durch relativ geringen Umfang und hohe Intensität. Intensität und Umfang bestimmen sich durch die Länge der Teilstrecken, die Geschwindigkeit der Streckenbewältigung, die Anzahl der Wiederholungen und Serien und die Pausenlänge bzw. -gestaltung. Kennzeichen eines Intervalltrainings ist das Prinzip der lohnenden und aktiven Pause.
  • Wettkampf- und Kontrollmethode: Die Methode dient der Entwicklung der wettkampfspezifischen Ausdauer und der Leistungsdiagnostik. Folgende Durchführungsvarianten sind möglich: Wettkampfgeschwindigkeit oder eine definiert langsamere Geschwindigkeit (90 oder 95%), schneller als Wettkampfgeschwindigkeit, mit jeweils höchster Geschwindigkeit auf Teilstrecken der Wettkampfstrecke, mit höchster Geschwindigkeit.
  • Wiederholungsmethode: Bei der Wiederholungsmethode wird meist mit einer Geschwindigkeit trainiert, die höher als die Wettkampfgeschwindigkeit liegt. Dabei werden wettkampfspezifische Teilanforderungen innerhalb einer Trainingseinheit mehrfach wiederholt.
    (wb)

Lesen Sie auch Gesundheitssport

Autogenes Training

Das Autogene Training umfasst eine Methode, sich zu entspannen und zu erholen (konzentrative Selbstentspannung). Auf dem Weg der Eigensuggestion sprachlicher Formeln wird durch systematisches Üben ein Gefühl der Schwere und Wärme und der tiefen Ruhigstellung und dadurch eine große Entspannung und Erholung des gesamten Organismus erreicht.

Lesen Sie auch Entspannungstechniken

Ayurveda

Ayurveda ist eine altindische Medizinlehre, bei der der Mensch als untrennbare Einheit aus Geist, Seele und Körper im Mittelpunkt steht.

Ayurveda bedeutet „Wissen vom Leben“. Ursachen für eine Krankheit werden in der gestörten Harmonie von Körper, Geist und Seele gesehen. Die Ayurveda Therapie versucht das Gleichgewicht dieser drei Ebenen wieder herzustellen und das Innere mit dem Äußeren in Einklang zu bringen. Zur Anwendung gehören Ernährungsumstellung, Entschlackung, Entspannung und Meditation sowie ayurvedische Heilmittel, die nur aus natürlichen Mitteln bestehen. Ziel ist ein besserer Stoffwechsel, die Aktivierung der Selbstheilungskräfte und die Heranführung an eine natürliche Lebensweise.

Zu den einzelnen Schritten einer Ayurvedatherapie gehören entschlackende Maßnahmen, ayurvedische Kost, Trocken- und Ölmassagen oder Stirnguss mit Öl, pflanzliche und mineralische Anwendungen sowie Meditation und Yoga. Hilfreich kann Ayurveda u.a. bei Schlafstörungen, Stress, Unruhezuständen, Erschöpfungszuständen, Magen-Darm-Störungen, chronischen Schmerzen, Gewichtsproblemen oder Kreislaufbeschwerden sein.
(rr)

Ballaststoffe

Als Ballaststoffe bezeichnet man alle Bestandteile pflanzlicher Nahrung, die vom menschlichen Verdauungssystem nicht aufgespalten werden können. Für den Stoffwechsel sind sie von großer Bedeutung. In unterschiedlichen Mengen sind Ballaststoffe in allen Früchten, Gemüsearten, Getreidearten und Getreideprodukten enthalten. Im Durchschnitt nehmen wir mit normaler Kost täglich 15g Ballaststoffe zu uns. Durch frisches Obst und Gemüse sowie Brot aus groben Mehlsorten kann die Ballaststoffzufuhr erhöht werden. Ideal sind 40-50g Ballaststoffe täglich.

Lesen Sie auch Ernährung

Bandscheibenvorfall

Der Begriff Bandscheibenvorfall bezeichnet das Verlagern oder Austreten des Bandscheibenkerns.

Die zwischen den Wirbeln befindlichen Bandscheiben bestehen aus einem bindegewebigen Faserring und einem zentralen Gallertkern. Treten im Faserring der Bandscheibe Risse auf, kann sich die flüssige Substanz des Kerns vorwölben oder sogar austreten. Das Vorwölben des Kerns bezeichnet man als Protrusion während man beim Austreten von Prolaps spricht. Haben die ausgetretenen Anteile mit der Bandscheibe keine Verbindung mehr, liegt eine Sequestration vor. Trifft der vorgefallene Gallertkern auf das Rückenmark oder die Nervenwurzeln, treten Schmerzen auf.

Bandscheibenvorfälle ereignen sich vor allem beim Heben schwerer Gegenstände oder bei ruckartigen Bewegungen. Am häufigsten sind die Bandscheiben zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbel, zwischen 5. Lendenwirbel und dem Steißbein oder zwischen dem 6. und 7. Halswirbel betroffen. Meist wird konservativ, zu Beginn durch Bettruhe mit Stufenlagerung der Beine und Wärmeanwendungen, später mit krankengymnastischen Maßnahmen, therapiert. In schweren Fällen, wenn beispielsweise Lähmungen auftreten, wird auch operativ behandelt. In Abhängigkeit vom Ausmaß des Bandscheibenvorfalls und nach der Art der Behandlung kann der Heilungsverlauf 3-4 Monate dauern. (wb)

Lesen Sie auch Wirbelsäule

Beanspruchung

Beanspruchung umfasst die körperliche Reaktion auf Belastung.

Wird die Beanspruchungsgrenze beziehungsweise -toleranz des Körpers oder eines Körperteiles durch eine einwirkende Belastung überschritten, kommt es zur - meist irreversiblen - Schädigung der belasteten Struktur.
(wb)

Lesen Sie auch Belastung

Behindertensport

Behindertensport bezeichnet die den Bedürfnissen angepasste sportliche Betätigung von Personen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen.

Er entwickelte sich aus dem um 1920 entstandenen Versehrtensport und verfolgt unterschiedliche Zielsetzungen. Unter therapeutischen Gesichtspunkten durchgeführt stellt er eine anerkannte Heilmaßnahme dar. Vielfach wird Behindertensport als Freizeit- und Breitensport durchgeführt. Von leistungsorientierten Personen wird Behindertensport auch als Wettkampfsport betrieben. Unter fachlicher Anleitung wird Behindertensport in allen Altersbereichen und in integrativen Gruppen angeboten. Ziel ist die Verbesserung oder Erhaltung der körperlichen Leistungsfähigkeit, die Steigerung des Selbstwertgefühls, die Erweiterung sozialer Kontakte und die Verbesserung der Lebensqualität. Organisiert ist der Behindertensport im Deutschen Behindertensportverband.
(wb)

Belastung

Im Zeitalter zunehmender Technisierung und Automatisierung der menschlichen Lebensumgebung haben sich die auf den Menschen einwirkenden Belastungen verändert. Einseitige Belastung, Überbelastung und Bewegungsmangel treten oftmals an die Stelle gesundheitsfördernder regelmäßiger Bewegung und muskulärer Beanspruchung.

Der Begriff Belastung umfasst das Einwirken äußerer Kräfte auf den Körper. Äußere Kräfte können sich aus der eigenen Gewichts- beziehungsweise Muskelkraft, aus der Gewichtskraft eines Körpers und aus der Einwirkung durch einen Gegner ergeben. Das Ausmaß der Belastung ist abhängig von der Größe, der Richtung und dem Angriffspunkt der einwirkenden Kraft.
(wb)

Lesen Sie auch Beanspruchung

Belastungs-EKG

Unter Belastungs-Elektrokardiogramm (EKG) versteht man die Erfassung von Spannungsschwankungen des Herzens vor, während und nach einer möglichst genau dosierbaren und reproduzierbaren Belastung. Sie wird meist mit Hilfe der Fahrradergometrie durchgeführt. Die Belastungskardiographie wird vor allem zur Diagnostik der koronaren Herzkrankheit genutzt.

Lesen Sie auch Elektrokardiographie

Betriebliche Gesundheitsförderung

Die betriebliche Gesundheitsförderung umfasst gesundheitsfördernde Programme, die den Bedürfnissen aller Mitarbeiter entsprechen und der Verbesserung der Gesundheit, dem Erhalt der Arbeitskraft, der Senkung des Krankenstandes, der Stärkung der Arbeitszufriedenheit, der Steigerung der Arbeitsmotivation bzw. des Wohlbefindens und der Verbesserung des Betriebsklimas dienen. Gesundheitsförderungsmaßnahmen beziehen sich meist auf die Bereiche Entspannung/Erholung, Bewegung/Sport und Ernährung/Genussmittel. Besonders im Bereich Bewegung/Sport sind sie den betrieblichen Bedürfnissen sowie den betriebsinternen Gegebenheiten angepasst und stellen einen sinnvollen Ausgleich zur beruflichen Belastung.
(wb)

Lesen Sie auch Prävention

Beweglichkeit

Beweglichkeit ist die Fähigkeit, Bewegungen mit großen Bewegungsamplituden auszuführen. Dehnfähigkeit umfasst die Bewegungsweite der Muskeln, Sehnen, Bänder und Kapseln. Die Gelenkigkeit hingegen umfasst den durch die knöcherne Gelenkstruktur, den Knorpel, die Bandscheiben und die Menisken begrenzten Bewegungsbereich.

  • Allgemeine und spezielle Beweglichkeit: Von der allgemeinen Beweglichkeit spricht man, wenn die Beweglichkeit in den großen Gelenksystemen (z.B. Hüfte, Schulter, Wirbelsäule) ausreichend entwickelt ist. Sie kann je nach Anspruchsniveau verschieden stark ausgeprägt sein. Die spezielle Beweglichkeit bezieht sich auf die sportartspezifische Bewegungsfähigkeit in einem bestimmten Gelenk.
  • Aktive und passive Beweglichkeit: Die aktive Beweglichkeit umfasst die größtmögliche Bewegungsamplitude, die durch Muskelkontraktion erreicht werden kann. Sie wird als physiologischer Bewegungsbereich bezeichnet. Die passive Beweglichkeit umfasst die größtmögliche Bewegungsamplitude, die durch die Einwirkung äußerer Kräfte (z.B. Partner, Gewichte) erreicht werden kann. Sie wird als anatomischer Bewegungsbereich bezeichnet. Die passive Beweglichkeit ist immer größer als die aktive Beweglichkeit.
  • Statische und dynamische Beweglichkeit: Als statische Beweglichkeit wird das Halten einer Dehnstellung über einen bestimmten Zeitraum bezeichnet. Als dynamische Beweglichkeit wird das entspannte oder forcierte Bewegen bis in die maximale Dehnposition verstanden.
  • Hyper- und Hypomobilität: Hyper- und Hypomobilität sind in der Medizin beziehungsweise Physiotherapie gebräuchliche Begriffe und stellen die Grenzformen der Beweglichkeit beziehungsweise Mobilität dar. Hierbei umfasst die Hypomobilität eine verminderte beziehungsweise eingeschränkte Beweglichkeit, beispielweise verursacht durch knöcherne Einschränkungen, einseitige Belastungen und dadurch entstehende Dauerverkürzungen. Die Hypermobilität bezeichnet eine gesteigerte beziehungsweise übermäßige Beweglichkeit, die oft muskulär nicht mehr ausreichend gesteuert werden kann.
    (wb)

Beweglichkeitstraining

Das Training der Beweglichkeit umfasst die Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit und die Verbesserung der Dehnfähigkeit der Muskulatur.

  • Allgemeine Gelenkbeweglichkeit:                                                         Das Training soll eine allgemeine gute Gelenkmobilität fördern und erhalten. Es wird mit aktiven gymnastischen Übungen durchgeführt, die die volle Bewegungsamplitude, beispielsweise des Hüft- oder Schultergelenks, ausnutzen und das individuelle Bewegungsausmaß ausschöpfen bzw. erweitern können. Das Bewegungstempo sollte mäßig schnell sein. Bei der Übungsauswahl muss die Funktionalität beachtet werden.
  • Zur Verbesserung der Dehnfähigkeit können mehrere Dehnungsarten unterschieden werden: 

    Dynamisches Dehnen: Die traditionelle gymnastische Form des aktiv-dynamischen Dehnens umfasst schwingende Bewegungsübungen. Auf eine kontrollierte Bewegungsführung ist zu achten, die Bewegungsübungen werden nicht ruckartig oder "zerrend" ausgeführt. Der Dehnungsgrad wird mit jeder Wiederholung stufenweise erhöht. Das dynamische Dehnen wurde in den letzten Jahren oft als wirkungslose schädliche Zerrtechnik bezeichnet. Bei korrekter kontrollierter Bewegungsführung ist diese Technik aber weder schmerzhaft noch schädigend. Übungen mit dynamischer Dehnung sind erforderlich, um die Dehnfähigkeit und das Dehnungsgefühl für Ausholbewegungen und Schwungeinsätze der Extremitäten (z.B. bei Wurfdisziplinen oder beim Schwimmen) zu entwickeln. Wird das dynamische Dehnen mit Partnerunterstützung bzw. fremdgesteuert durchgeführt, spricht man von passiv-dynamischem Dehnen.

    Statisches Dehnen: Beim statischen Dehnen wird eine maximale Dehnstellung einige Sekunden gehalten. Die Durchführung kann aktiv-selbstgesteuert oder passiv-fremdgesteuert durchgeführt werden. Eine gleichzeitige Kontraktion der Antagonisten wird nicht durchgeführt.

    Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation (PNF): Bei der PNF-Technik wird der betreffende Muskel zunächst gedehnt. Dann erfolgt eine isometrische Kontraktion dieses. Nach einer Entspannungsphase wird der Muskel für einige Sekunden überwiegend durch die konzentrische Kraft des Antagonisten weitergedehnt. Diese Technik wird mehrfach wiederholt. Die praktische Durchführung erfordert wegen ihrer komplizierten Form einige Erfahrung. Die PNF-Technik kann auch passiv mit Partnerhilfe bzw. fremdgesteuert durchgeführt werden. Für die passive PNF findet sich auch die Bezeichnung PND (Propriozeptive neuromuskuläre Dehnung). Sowohl für die aktive als auch für die passive Form der PNF wird stellenweise die Bezeichnung Scientific Stretching for Sport (SSS) verwendet.

  • Spezielle Beweglichkeit: In einigen Sportarten wie beispielsweise Gerätturnen, Rhythmische Sportgymnastik und Hürdenlauf ist die Bewegungsweite eine entscheidende Voraussetzung zur korrekten Technikausführung. Hier wird zum Erreichen der erforderlichen Beweglichkeit ein über das allgemeine Beweglichkeitstraining hinausgehendes systematisches Spezialtraining und technisches Ergänzungstraining durchgeführt. Durch entsprechende Tests wird der Leistungsstand kontinuierlich überprüft.
    (wb)

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Bewegung

Jeder Muskel besteht aus einem Muskelbau, der beidseits an seinen Enden in eine Sehne übergeht, die am Knochen eines Gelenksystems befestigt ist. Zieht sich der Muskel zusammen, wird die wirkende Muskelkraft durch die Sehne übertragen und das Gelenk bewegt sich. Diese Vorgänge benötigen Energie, die durch bestimmte Stoffwechselvorgänge geliefert wird. Sie sind nur bei ausreichender Sauerstoffversorgung des Muskels möglich; hierzu dient ein weitverzweigtes Blutgefäßsystem. Damit Bewegung entstehen kann, muss ferner ein vom zentralen Nervensystem ausgehender Befehl an die Muskulatur weitergeleitet werden.

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Bewegungsapparat

Meistens wird der Bewegungsapparat in einen aktiven und passiven Anteil unterteilt. Der passive Bewegungsapparat umfasst das Skelettsystem mit seinen knöchernen, knorpeligen und bindegewebigen Anteilen. Der aktive Bewegungsapparat beinhaltet alle Skelettmuskeln mit ihren Hilfsorganen wie z.B. Sehnen, Sehnenscheiden und Schleimbeutel. Stellenweise werden Sehnen, Sehnenscheiden und Schleimbeutel aber auch dem passiven Bewegungsapparat zugeordnet. Die Bezeichnung aktiv beziehungsweise passiv bezeichnet die Art der Beteiligung am Bewegungsgeschehen. Unabhängig davon, wie die einzelnen Strukturen an der Bewegungsentstehung beteiligt sind, reagieren sie auf sportliche Belastungen mit funktionellen und strukturellen Anpassungen.
(wb)

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Bindegewebe

Das Bindewebe ist das am häufigsten vorkommende Gewebe im Körper. Es ist ein Stütz- und Füllgewebe, das die Gewebe, Organe und Organsysteme untereinander und mit dem Körper verbindet. Das Bindegewebe besteht aus den eigentlichen Bindegewebszellen und der Zwischenzellsubstanz, die flüssig, halbflüssig oder fest sein kann, oft sind noch besondere Fasern eingelagert. Das Bindegewebe baut unter anderem Milz, Knochenmark und Lymphknoten auf, bildet die Umhüllung von Muskeln und speichert Fett sowie Wasser. Durch Einlagerungen werden Sehnen und Bänder aufgebaut und es entstehen Knorpel und Knochen.

Die Cellulitis ist bedingt durch eine Veränderung des Unterhautfettgewebes, die wiederum eine sichtbare Hautveränderung mit orangenschalenähnlicher Struktur aufweist. Die im Grunde harmlose Cellulitis oder Orangenhaut tritt besonders bei Frauen in der Gefäß- und Oberschenkelregion auf und wird oft als kosmetisches Problem empfunden. Salben oder Injektionen erweisen sich als wirkungslos, helfen können nur Bewegung, Sport, allgemeine Kreislaufmassagen und Gewichtsabnahme.
(rr)

Lesen Sie auch Gesundheitssport

Biologisches Alter

Das biologische Alter wird am Zustand des Organismus festgemacht und lässt sich mit Hilfe computergestützter Tests ermitteln. Hierzu werden Messungen, z.B. des Seh-, Hör- und Tastvermögen, der Gedächtnisfähigkeit und der Reaktionsschnelligkeit durchgeführt. Außerdem werden die Kapazität der Lunge sowie das Mengenverhältnis von Fett und Muskeln bewertet. Das so errechnete biologische Alter kann über zwanzig Jahre von dem kalendarischen abweichen. Zugleich wird ermittelt, durch welche Maßnahmen sich die biologische Uhr zurückdrehen oder verlangsamen lässt. Durch Änderungen des Lebensstils soll man sich um bis zu zehn Jahre verjüngen können.

In der relativ neuen Sparte der Anti-Aging-Medizin werden alle Maßnahmen zusammengefasst, die dazu beitragen, den biologischen Altersprozess zu verzögern, aufzuhalten oder rückgängig zu machen. Gleichzeitig erfolgt damit eine Prävention späterer altersbedingter Erkrankungen. Die wichtigsten Strategien hierfür sind Ernährungsumstellungen, geistig-mentale Programme, Bewegung und die nicht ganz unumstrittene Hormontherapie. Die Produktion von Hormonen ist unter anderem vom Alter abhängig, bei Frauen und Männern verändert sich im Laufe der Zeit der Hormonspiegel und beeinflusst damit den Alterungsprozess. Bei einer Hormontherapie werden verschiedene Hormone verabreicht und sollen so Alterserscheinungen entgegen wirken. 
(rr)

Biorhythmus

Der Begriff Biorhythmus umfasst periodische Schwankungen von Körperfunktionen. Zahlreiche biologische Funktionen weisen einen rhythmischen Verlauf auf. Es können Sekunden-, Minuten-, Stunden-, Tages-, Monats- und Jahresperioden unterschieden werden. Die als Biorhythmus bezeichneten Schwankungen werden von inneren (z.B. Hormone) und äußeren (z.B. Licht) Faktoren beeinflusst.

Biorhythmus und sportliche Leistungsfähigkeit: Im Tagesverlauf treten im menschlichen Organismus Leistungshöhen und Leistungstiefen auf, die die physische und psychische Leistungsfähigkeit beeinflussen können. Die Leistungsbereitschaft eines Erwachsenen ist beispielsweise von ca. 7.00 Uhr bis 13.00 Uhr und von ca. 16.00 Uhr bis 21.00 Uhr am höchsten. Aber auch Jahresrhythmen sind von Bedeutung, da die sportliche Leistungsfähigkeit im Herbst ihr Optimum und im Winter ihr Minimum zeigt. Durch entsprechende trainingsorganisatorische Maßnahmen können Tages- und Jahresrhythmen beeinflusst werden.
(wb)

Blutdruck

Die Blutgefäße (Arterien, Venen) bilden ein geschlossenes Transportsystem. Transportmittel ist das Blut. Es übernimmt die Versorgung des Körpers mit Nährstoffen sowie dessen Entsorgung von Stoffwechselprodukten. Um den Blutkreislauf aufrechtzuerhalten, muss ein bestimmter Druck - der Blutdruck - vorhanden sein. Zieht sich das Herz zusammen, steigt der Druck. Diese Druckerhöhung nennt man systolischen Blutdruck, er ist der bei der Blutdruckmessung zuerst genannte, höhere Wert. Erschlafft das Herz, sinkt er Druck. Den Druck während der Erschlaffungsphase nennt man diastolischen Blutdruck, er wird bei der Blutdruckmessung an zweiter Stelle genannt und entspricht dem niedrigeren Wert.

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Blutdruckmessung

Die Blutdruckmessung gilt als wichtigste Maßnahme zur Beurteilung der Kreislauffunktion. Der Druck, den das strömende Blut auf die Arterien ausübt wird als Blutdruck bezeichnet. Zur Beurteilung werden zwei Werte benötigt: der höhere Wert (systolischer Wert) gibt den Druck an, während sich das Herz zusammenzieht und das Blut in den Kreislauf presst. Der niedrige Wert (diastolischer Wert) wird gemessen, wenn der Herzmuskel erschlafft und sich das Herz wieder mit Blut füllt.

Zur Messung des arteriellen Blutdrucks wird eine zunächst leere Gummimanschette um den Oberarm gelegt, die so lange aufgepumpt wird, bis der Blutstrom in der Armschlagader völlig abgedrosselt und der Pulsschlag nicht mehr zu tasten ist. Wenn der Manschettendruck wieder vermindert wird, kann durch ein aufgesetztes Stethoskop im Bereich der Ellenbeuge das Geräusch des wieder in den Arm einfließenden Blutes abgehört werden. Der dabei angegebene Manometerwert zeigt den Spitzendruck (systolischer Druck) an. Bei weiterer Reduzierung des Manschettendrucks verschwindet das Pulsgeräusch, es kann der diastolische Wert abgelesen werden. Der Blutdruck wird als Verhältniszahl von systolischem und diastolischem Wert angegeben, z.B. 135/90 mm Quecksilber [Hg]. Bei elektronischen Blutdruckmessgeräten werden die Pulsgeräusche über ein Mikrofon aufgenommen, die Werte können einfach abgelesen werden. Die Werte werden in mm Quecksilber [Hg], Pascal [Pa] oder Bar [bar] angegeben, 1 mm Quecksilber [Hg] = 133,322 Pa.
(rr)

Blutfette

Die wichtigsten Blutfette sind Cholesterin und Triglyceride (Neutralfette). Sind diese Blutfette erhöht, können Arteriosklerose und Folgeerkrankungen entstehen. Eine Erhöhung birgt zusätzlich die Gefahr, dass es keine Schmerzen oder andere Beschwerden verursacht. Um die Gefährdung für das Auftreten einer Gefäßverkalkung beurteilen zu können, werden die Konzentrationen der Fette durch eine Blutuntersuchung festgestellt.

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Bluthochdruck

Unter Bluthochdruck versteht man eine unter Ruhebedingungen gemessene Erhöhung des Blutdrucks auf über 145/90mmHg, wobei man eine Erhöhung zwischen 150 und 160 mmHg als Grenzwerthypertonie bezeichnet. Die Erhöhung kann den systolischen, den diastolischen oder beide Werte betreffen. Die einmalige Feststellung eines erhöhten Blutdrucks führt jedoch noch nicht zur Diagnose Bluthochdruck, da der Blutdruck von psychischer oder physischer Belastung beeinflusst werden kann. Der Bluthochdruck selbst ist nicht durch Beschwerden gekennzeichnet, diese treten erst dann auf, wenn als Folgeerscheinung Gefäßveränderungen bzw. Arteriosklerose eingetreten sind. Die Ursache für einen zu hohen Blutdruck ist weitgehend unbekannt. Bluthochdruck ist jedoch ein Risikofaktor für die Entstehung eines Herzinfarktes.

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Carnitin

Carnitin ist ein Nahrungsergänzungsmittel, das Spitzensportler u. a. als Muskelkaterbremse nutzen. Die Substanz L-Carnitin besitzt eine zentrale Rolle in der Regulation des Energiestoffwechsels. L-Carnitin ist als Trägermolekül notwendig für den Transport langkettiger Fettsäuren in die Mitochondrien der Muskelzelle, wo die Fettverbrennung stattfindet. Zahlreiche Untersuchungen zeigen allerdings, dass die Zufuhr von L-Carnitin auch in hohen Dosierungen beim gesunden Menschen mit normal gefüllten Carnitin-Speichern keine zusätzliche Erhöhung der Fettverbrennung oder der Leistungsfähigkeit bei Dauerbelastungen bewirkt. 
Der Körper nimmt genügend Carnitin mit der Nahrung auf, kann es selbst produzieren und schützt sich vor Verlusten. Mageres rotes Fleisch, Fisch und Milch sind carnitinreich, L-Carnitin steckt nur in Fisch und Fleisch.

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Cellulitis

Die Cellulitis ist bedingt durch eine Veränderung des Unterhautfettgewebes, die wiederum eine sichtbare Hautveränderung mit orangenschalenähnlicher Struktur aufweist. Die im Grunde harmlose Cellulitis oder Orangenhaut tritt besonders bei Frauen in der Gefäß- und Oberschenkelregion auf und wird oft als kosmetisches Problem empfunden. Salben oder Injektionen erweisen sich als wirkungslos, helfen können nur Bewegung, Sport, allgemeine Kreislaufmassagen und Gewichtsabnahme.

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Chiropraktik

Die Chiropraktik ist eine Methode zum Einrichten von verschobenen Wirbelkörpern und Bandscheiben durch ruckartige Drehungen oder direkte Einwirkung auf die Wirbel.

Da Wirbelblockierungen und Verschiebungen an den Gelenken der Wirbelsäule die Ursache für verschiedene Schmerzzustände sein können, wird in der Chiropraktik durch gezielte Handgriffe versucht, diese in die ursprüngliche Position zurückzuführen. Sinnvoll kann eine chiropraktische Behandlung bei verschiedenen Schmerzzuständen sein, die von der Wirbelsäule ausgehen. Ergänzt wird die Therapie durch Massageverfahren und passive Bewegungsübungen. Wichtig ist eine begleitende Muskelkräftigung, da die Wirbelsäule von Muskeln und Bändern gehalten wird. Die chiropraktische Methode ist wirksam, aber nicht ungefährlich, da sie unter ungünstigen Umständen Lähmungen auslösen kann. Da zur Ausübung der Chiropraktik sehr viel Wissen und Erfahrung gehört, sollte sie von einem entsprechend geschulten Arzt oder Heilpraktiker durchgeführt werden.
(rr)

Cholesterin

Cholesterin und Triglyceride (Neutralfette) sind die wichtigsten Blutfette. Sind diese Blutfette erhöht, können Arteriosklerose und Folgeerkrankungen entstehen. Eine Erhöhung birgt zusätzlich die Gefahr, dass es keine Schmerzen oder andere Beschwerden verursacht. Um die Gefährdung für das Auftreten einer Gefäßverkalkung beurteilen zu können, werden die Konzentrationen der Fette durch eine Blutuntersuchung festgestellt.

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Circuittraining

Circuittraining umfasst die wiederholte Ausführung von vorgegebenen Übungen an verschiedenen Stationen. Beim Circuittraining wird ein Zirkel von ca. 6 - 12 Stationen durchlaufen. Dabei führen die Trainierenden unterschiedliche Übungen an dafür geeigneten Geräten durch. Das Circuittraining eignet sich besonders zur Verbesserung der Kraftausdauer und zur allgemeinen Muskelkräftigung. Je nach Sportart können verschiedene Schwerpunkte gesetzt werden. Die Arbeitszeit pro Station sollte etwa 20 - 40 Sekunden betragen. Die Pausendauer sollte in Abhängigkeit von der Leistungsstärke etwa im Verhältnis 1:1 bzw. 1:2 (Belastung:Pause) angesetzt werden. Jede Übung sollte so oft wie möglich wiederholt werden. Das Circuittraining wird auch als Zirkeltraining bezeichnet.
(wb)

Computer-Tomographie (CT)

Die Computertomographie (CT) ist ein spezielles Röntgenverfahren, bei der Querschnittsbilder von verschiedenen Körperabschnitten angefertigt werden. Dabei wird das Aufnahmegerät mit der Röntgenröhre kreisförmig um den Patienten herumgeführt, um die zu untersuchenden Schichten von allen Seiten zu durchstrahlen. Aus den gemessenen Strahlenintensitäten berechnet der Computer ein Bild der durchstrahlten Körperschicht. Die Computertomographie hat eine Vielzahl anderer aufwendiger Verfahren in der Röntgendiagnostik verdrängt, so liegen die Vorteile in der höheren Bildauflösung, der schärferen Zeichnung von Weichgewebe und der besseren räumlichen Zuordnungsmöglichkeit. Sie dient vor allem der Erkennung von Erkrankungen und Veränderungen im Bereich des Oberkörpers, des Bauches, des Bewegungsapparates, des Skeletts, des Gehirns und zum Tumornachweis. Trotz vieler Vorteile kann die Strahlenbelastung in einigen Fällen höher sein als bei einem Röntgenbild.

Conconi-Test

Der Conconi-Test ist ein Feldtest, bei dem durch Herzfrequenzmessung die aerob-anaerobe-Schwelle bestimmt wird. Der Test wird auf einer 400-m-Bahn durchgeführt. Der Sportler läuft mit einer festgelegten Anfangsgeschwindigkeit eine Strecke von 200 m und steigert ohne Pause die Laufgeschwindigkeit kontinuierlich, bis eine Tempoerhöhung nicht mehr möglich ist. Nach jeweils 200 m wird mittels Pulscomputer die Herzfrequenz erfasst. Trägt man die Herzfrequenz gegen die Laufgeschwindigkeit auf, zeigt sich nach zunächst linearem Anstieg ein Knick im Kurvenverlauf. Das Abknicken im oberen Belastungsbereich kennzeichnet den Übergang von der aeroben zur anaeroben Energiebereitstellung.

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Cool Down

Unter Cool Down versteht man die Unterstützung der körpereigenen Regenerationsfähigkeit nach sportlicher Aktivität. Cool Down wird auch als aktives Entmüden bezeichnet und verfolgt das Ziel, psychische und physische Belastungsreaktionen durch den Sport schneller abzubauen, damit die körpereigenen Regenerationsmechanismen nachhaltiger wirken können. Zum Entmüden bzw. Entspannen bieten sich Lockerungs- und Dehnungsübungen der beanspruchten Körperpartien aber auch Entspannungstechniken, wie autogenes Training oder progressive Muskelrelaxation, an. Umfang und Intensität der Maßnahmen richten sich nach dem subjektiven Befinden des Sportlers.
(wb)

Dampfbad

Der Begriff Dampfbad bezeichnet ein Ganzkörperschwitzbad in Heißluft mit hohem Feuchtigkeitsgehalt.

Die Lufttemperatur in einem Dampfbad beträgt 40 bis 50° Celsius, wobei die Luft zu 100 Prozent wasserdampfgesättigt ist. Der Dampf wird durch Düsen kontinuierlich zugeführt. Da die Raumtemperatur über der Hauttemperatur liegt, steigt die Schweißproduktion. Im Gegensatz zur Sauna kann der gebildete Schweiß durch die wasserdampfgesättigte Luft nicht verdunsten und die Körperwärme kann nicht an die Umgebung abgegeben werden. Folge ist eine starke Erwärmung des Körpers, die kreislaufbelastend sein kann. Vor einem Dampfbadbesuch ist daher besonders älteren Menschen oder Herz-Kreislauf-Patienten eine ärztliche Überprüfung der Herz-Kreislauf-Funktion zu empfehlen. An das Dampfbad schließt sich eine Abkühlung mit Kaltwasseranwendungen an, um den entstandenen Wärmestau abzubauen. Ein Dampfbadbesuch lockert die Muskulatur und fördert das allgemeine Wohlbefinden. Meist stellt sich im Anschluss eine angenehme Müdigkeit ein.
(wb)

Dehnmethoden

  • Dauerdehnung: Die Dauerdehnung bzw. permanente Dehnung beinhaltet das langsame Einnehmen einer Dehnposition und ein nachfolgendes Halten. Man findet aber auch die Variante, dass der Muskel langsam bis zu einer Länge, die ohne Schmerz ertragen werden kann, gedehnt wird. Diese Phase (easy stretch) wird gehalten, bis das Spannungsgefühl merklich nachlässt. Dann dehnt man noch einmal nach (development stretch) und hält erneut.
  • Dynamisches Dehnen: Die traditionelle gymnastische Form des aktiv-dynamischen Dehnens umfasst schwingende Bewegungsübungen. Auf eine kontrollierte Bewegungsführung ist zu achten, die Bewegungsübungen werden nicht ruckartig oder "zerrend" ausgeführt. Der Dehnungsgrad wird mit jeder Wiederholung stufenweise erhöht. Das dynamische Dehnen wurde in den letzten Jahren oft als wirkungslose schädliche Zerrtechnik bezeichnet. Bei korrekter kontrollierter Bewegungsführung ist diese Technik aber weder schmerzhaft noch schädigend. Übungen mit Schwungeinsätze der Extremitäten (z.B. bei Wurfdisziplinen oder beim Schwimmen) zu entwickeln. Wird das dynamische Dehnen mit Partnerunterstützung bzw. fremdgesteuert durchgeführt, spricht man von passiv-dynamischem Dehnen.
  • Statisches Dehnen: Beim statischen Dehnen wird eine maximale Dehnstellung einige Sekunden gehalten. Die Durchführung kann aktiv-selbstgesteuert oder passiv-fremdgesteuert durchgeführt werden. Eine gleichzeitige Kontraktion der Antagonisten wird nicht durchgeführt.

Lesen Sie auch Stretching

Diabetes mellitus

Diabetes, im Volksmund Zuckerkrankheit genannt, ist eine Stoffwechselerkrankung und bedeutet, dass ein erhöhter Blutzuckerspiegel vorliegt.

Der Zucker aus der Nahrung kann nicht in die Körperzellen gelangen und in Energie umgewandelt werden. Schuld daran ist das Hormon Insulin, entweder die Bauchspeicheldrüse produziert zu wenig davon, oder es liegt eine Insulinresistenz vor. Entsprechend unterscheidet man zwei Formen: den Diabetes-Typ-I (Jugenddiabetes) und den Diabetes-Typ-II (Altersdiabetes). Bei beiden Diabetesformen kann Zucker nicht verstoffwechselt werden.

  • Diabetes-Typ-I
    Beim Diabetes-Typ-I (Jugenddiabetes), der sich bereits im Kinder- oder Jugendalter bildet und oft familiär bedingt auftritt, ist die Produktion des Insulins in der Bauchspeicheldrüse unzureichend. Es ist eine lebenslange Insulintherapie notwendig.
  • Diabetes-Typ-II
    Beim Diabetes-Typ-II (Altersdiabetes), der oft im höheren Lebensalter, aber mittlerweile auch verstärkt bei Jugendlichen auftritt, ist das Insulin nicht mehr so wirksam, wie es erforderlich wäre. Der Blutzucker kann nur unzureichend, wenn überhaupt noch, aus dem Blut in die Zellen gelangen. Muskel-, Leber- und Fettzellen verlieren ihre Insulinrezeptoren, wodurch die Empfindlichkeit für das Hormon abnimmt. Der Typ-II hat ein eine wesentlich stärker ausgeprägte Vererbbarkeit als Typ-I und ist insulinunabhängig. Er kommt durch eine Fettsucht infolge Überernährung zum Ausbruch, wobei neuere Forschungen ergeben, dass daran ein von den Fettzellen gebildetes Hormon schuld ist. Die Symptome treten langsam auf. Meist sind die Betroffenen übergewichtig, dieser Diabetes Typ wird oft als „Wohlstandskrankheit“ bezeichnet. Deshalb ist die frühzeitige Gewichtsabnahme, z.B. durch ausreichend Bewegung neben einer speziellen Diät von zentraler Bedeutung.
    (rr)

Diät

Diäten gelten bei vielen Menschen als Schlankheitskur, sind aber vor allem ein wichtiger Bestandteil der Behandlung bei bestimmten Erkrankungen.
Eine von der normalen Ernährung abweichende Nahrung, die das Stoffwechselgeschehen gezielt beeinflusst und dadurch vorbeugend oder therapeutisch wirksam ist, gilt als Diät. Eine Kranken- oder Heilkost richtet sich nach der Art der Krankheit, z.B. Unter-, Über- oder Mangelernährung und bewirkt neben der Schonung auch eine Kräftigung des Organismus. Eine Diät kann die Wirkung von Arzneimitteln unterstützen oder sie ganz ersetzen. Besondere und lang anhaltende Ernährungsumstellungen sollten nur nach ärztlicher Beratung durchgeführt werden, denn früher hoch gelobte Diäten werden heute als unnützlich eingestuft.

Viele Menschen ernähren sich heutzutage regelmäßig mit irgendeiner Diät. Und jedes Frühjahr kommt eine neue, sicheren Erfolg versprechende Schlankheitskur hinzu. Die meisten Diäten sind sinnlos, einige sogar gesundheitsschädlich. Gegenüber jeder Kostform, bei der ein Nahrungsmittel unbegrenzt, andere dagegen gar nicht gegessen werden dürfen, ist Misstrauen angebracht. Ernährungsempfehlungen, die nicht auf eine vollwertige Kost mit begrenzter Menge hinauslaufen, bringen keinen Erfolg. Zumindest darf man von diesen Diätformen nicht erwarten, dass sie dauerhaft schlank machen. Ernährungsexperten sind sogar der Ansicht, dass der Körper nicht an Gewicht abnimmt, sondern zulegt. Mit jedem Pfund Gewichtsverlust sinkt der Energiebedarf des Körpers und wenn man im Anschluss an die Diät so isst wie zuvor, nimmt man automatisch wieder zu – der sogenannte Jo-Jo-Effekt.

Bei einer Nulldiät, bei der man gar nichts mehr isst, verliert der Körper bis zu 400 Gramm täglich. Der Stoffwechsel stellt sich beim Fasten vollkommen um, anfangs wird ein großer Teil der Eiweißreserven verbraucht, später wird mehr Fett als Eiweiß abgebaut. Es können Schlafstörungen, aber auch Gichtanfälle und Nierensteine auftreten. Viel Flüssigkeit ist beim Fasten sehr wichtig. Die schnelle Gewichtsabnahme kann motivieren, sich nun bewusst zu ernähren. Gelingt dies allerdings nicht, kommen auch hier mehr Pfunde zurück. Vor längerem Fasten sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Allgemein gilt: Wer dauerhaft abnehmen will, muss seine Ernährung umstellen und gleichzeitig seinen Energieumsatz, z.B. durch Sport steigern.(rr)

Lesen Sie auch Gesundheitssport

Eiweiß

Eiweiß wird ernährungswissenschaftlich als Protein bezeichnet. Proteine bestehen aus Aminosäuren von denen der Mensch nur zwölf selbst bilden kann, die restlichen müssen dem Körper mit der Nahrung zugeführt werden. Proteine werden zum Aufbau neuer Zellsubstanzen benötigt. Proteinmangel führt zur Abwehrschwäche gegen Krankheitserreger und reduziert die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Eine überhöhte Proteinzufuhr hat jedoch keine Vorteile. Maximal die Hälfte des täglichen Proteinbedarfs sollte mit tierischen Eiweißen gedeckt werden, der Rest sollte durch pflanzliche Kost beispielsweise Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Nüsse, Getreide und Getreideprodukte aufgenommen werden.

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Elektrokardiographie (EKG)

Die Elektrokardiographie ist ein Verfahren, das sich mit der Entstehung, Aufzeichnung und Analyse vom Herzen erzeugter bioelektrischer Signale befasst.

Das der Elektrokardiographie zugrundeliegende Signal entsteht durch Spannungsschwankungen, die bei der Erregungsbildung, -ausbreitung und -rückbildung im Herzen bzw. Herzmuskel auftreten. Die Registrierung der elektrischen Spannungsschwankungen erfolgt durch Elektroden von der Körperoberfläche oder direkt vom Herzen. Die abgeleiteten Signale werden als Herzstromkurve aufgezeichnet.

Die Elektrokardiographie gestattet Aussagen über den Herzrhythmus und die Herzfrequenz, die Lage des Herzens im Brustkorb und über Störungen der Erregungsausbildung, -ausbreitung und -rückbildung. Sie dient in erster Linie der Diagnostik von Herzerkrankungen, da diese meist eine charakteristische Veränderung in der Herzstromkurve hervorrufen. Das sogenannte Sportherz kann gleichfalls Veränderungen in der Herzstromkurve aufweisen, die sich stellenweise nur schwer von krankhaften Veränderungen abgrenzen lassen.

Störsignale im EKG: Als Störsignale werden alle nicht durch die elektrischen Spannungsschwankungen des Herzens erklärbaren und über Elektroden registrierbaren Veränderungen bezeichnet. Die Ursache solcher Störsignale, auch Artefakte genannt, ist auf schlechten Halt der Elektrode an der Haut, auf Bewegungen der von der Elektrode fortführenden Kabel oder auf das Anschlagen der Kabel beispielsweise am Körper des Patienten zurückzuführen. Neben derartigen mechanisch verursachten Störungen sind auch in unmittelbarer Nähe der Elektrode befindliche starke elektrische Quellen geeignet, Artefakte zu erzeugen.

Belastungskardiographie: Unter Belastungs-EKG versteht man die Erfassung von Spannungsschwankungen des Herzens vor, während und nach einer möglichst genau dosierbaren und reproduzierbaren Belastung. Sie wird meist mit Hilfe der Fahrradergometrie durchgeführt. Die Belastungskardiographie wird vor allem zur Diagnostik der koronaren Herzkrankheit genutzt.
(wb)

Elektromyographie (EMG)

Die Elektromyographie ist eine Methode, die sich mit der Entstehung, Aufzeichnung und Analyse bioelektrischer Signale von Muskeln befasst.

Das der Elektromyographie zugrundeliegende Signal entsteht durch Zustands- bzw. Spannungsänderungen an der Muskelfaseroberfläche, sogenannte De- und Repolarisationsvorgänge. Die Erfassung der an der Muskelfaseroberfläche ablaufenden Potenzialschwankungen kann durch an der Haut befestigte Oberflächenelektroden oder durch Nadelelektroden, die in den zu untersuchenden Muskel eingestochen werden, erfolgen.

Während Nadelelektroden überwiegend zur Klärung neurologischer Fragestellungen, beispielsweise zur Diagnose und Verlaufskontrolle von Muskelerkrankungen oder Nervenschädigungen eingesetzt werden, haben Oberflächenelektroden ihr Haupteinsatzgebiet in der Untersuchung des Aktivitätsverlaufs und des Zusammenspiels mehrerer Muskeln oder Muskelgruppen. Dabei lassen sich durch die Oberflächenelektromyographie generell nur jene Muskeln erfassen, die nicht von anderen Muskeln überlagert sind.

Störsignale im EMG: Als Störsignale werden alle nicht durch die elektrische Aktivität des zu untersuchenden Muskels erklärbare und über Elektroden registrierbare Spannungsveränderungen bezeichnet. Die Ursache solcher Störsignale, auch Artefakte genannt, ist auf schlechten Halt der Elektrode an der Haut, auf Bewegungen der von der Elektrode fortführenden Kabel oder durch das Anschlagen der Kabel am Körper des Probanden bzw. an festen Gegenständen zurückzuführen. Neben derartigen mechanisch verursachten Störungen sind auch in unmittelbarer Nähe der Elektrode befindliche starke elektrische Quellen geeignet, Artefakte zu erzeugen. Ein physiologisches Störsignal stellt die elektrische Aktivität des Herzmuskels dar.
(wb)

Embolie

Dass das Heranwachsen von Thromben innerhalb der Blutgefäße so gefährlich ist, erklärt sich damit, dass jederzeit Teile eines Gerinnsels abreißen können. Diese werden dann mit dem Blutstrom in Organe transportiert, können dort hängen bleiben und ein wichtiges Gefäß verschließen. Solch eine Blutgefäßverstopfung nennt man Embolie und kann dramatische Folgen haben, da das von der Blutzufuhr abgeschnittene Gewebe rasch abstirbt.

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Energiebedarf

Die Temperatur des menschlichen Körpers beträgt etwa 37°. Die Energiemenge, die der Körper braucht, um diese Dauertemperatur ohne körperliche Bewegung bei Zimmertemperatur zu erzielen, nennt man Grundumsatz. Er ist individuell unterschiedlich und sowohl vom Alter als auch vom Körpergewicht abhängig. Als Faustregel bei einem gesunden Menschen mittleren Alters gilt: Gewicht in Kilogramm mal 25 entspricht dem Grundumsatz pro Tag Kilokalorien. Jüngere Menschen, besonders in der Wachstumsphase, haben einen höheren Grundumsatz. Bei älteren Menschen liegt er dagegen tiefer.

Der Arbeitsumsatz in Kilokalorien wird bestimmt durch die körperliche Tätigkeit. Menschen mit sitzender Tätigkeit haben einen wesentlich niedrigeren Arbeitsumsatz als beispielsweise Handwerker, Krankenschwestern oder Hausfrauen. Auch Hochleistungssportler haben einen stark erhöhten Arbeitsumsatz. Ein erwachsener Mann bzw. eine Frau mit mittelschwerer Tätigkeit benötigen etwa 2800 kcal bzw. 2400 kcal täglich, um den Bedarf zu decken und das Körpergewicht zu halten.

Kalorien: Die Energie, die mit der Nahrung zugeführt wird, wird in Kalorien (cal) oder Joule (J) angegeben. 1000 Kalorien ergeben 1 Kilokalorie (kcal). Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich die Bezeichnung Kalorie anstelle der eigentlich korrekten Bezeichnung Kilokalorie durchgesetzt. Kalorien und Joule hängen wie folgt zusammen: 1 kcal = 4,187 kJ bzw. 1 kJ = 0,239 Kcal.

Energiebedarfsbereichung: Zur Bestimmung des Energiebedarfs werden von der Deutschen Akademie für Ernährung folgende Energiefaktoren als Richtwerte empfohlen: Der Energiebedarf (Kilokalorien/Tag) entspricht dem Normalgewicht multipliziert mit dem Energiefaktor. Das Normalgewicht berechnet sich nach dem Body-Mass-Index. Danach wird die Körpergröße (in m) im Quadrat mit 22 - 24 (für Männer) bzw. 21 - 22 (für Frauen) multipliziert.

Grundumsatz x 24
Bettruhe x 26-29
leichte körperliche Tätigkeit x 30
mittelschwere körperliche Tätigkeit x 35
schwere körperliche Tätigkeit x 40

Beispiel
Normalgewicht: 1,80m (Körpergröße)² x 24 (BMI) = 77,76 kg
Energiebedarf: 77,76 kg x 30 (Energiefaktor) = 2332,8 (Kilokalorien)
Ein Mann mit einer Körpergröße von 1,80 m benötigt bei leichter körperlicher
Tätigkeit folglich 2333 Kilokalorien pro Tag.
(wb)

Energiebereitstellung

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Energie für die körperliche Arbeit bereitzustellen. Bei geringen bis mäßigen Belastungen werden Fette und Kohlenhydrate als Brennstoffe für die Energiebereitstellung genutzt. Da für diese Form der Energiegewinnung Sauerstoff erforderlich ist, spricht man von aerober Energiegewinnung. Bei höheren Belastungen muss eine große Energiemenge in kurzer Zeit produziert werden. Da die Sauerstoffzufuhr dazu nicht ausreicht, muss die Energie ohne Sauerstoff bereitgestellt werden. Diesen Prozess bezeichnet man als anaerob. Als Abfallprodukt des anaeroben Stoffwechsels entsteht Milchsäure.

Entspannung

Entspannung umfasst das Aufheben von körperlicher und geistiger Anspannung und entspricht einem Zustand des Gelöstseins.

Entspannung ist ein Zustand, der den ganzen Menschen betrifft. Man kann nicht seelisch angespannt und körperlich entspannt sein oder umgekehrt. Das Erleben von Stress ist daher stets mit der Anspannung der Muskulatur verbunden. Wird Stress zum ständigen Begleiter, kann es zu chronischen Muskelverspannungen kommen, die zu unterschiedlichen Beschwerden führen können. Durch Entspannungstechniken kann die Muskelspannung beeinflusst werden. Neben einer körperlichen Entspannung kann so auch eine psychische Ausgeglichenheit bewirken werden und umgekehrt.

(wb)

Entspannungstechniken

Entspannung kann man lernen.

Verschiedene Entspannungstechniken nutzen dabei die Erkenntnis, dass geistige und körperliche Prozesse sich gegenseitig beeinflussen. Beim Erlernen von Entspannungstechniken sollte anfänglich ein ungestörter, abgedunkelter, temperierter Raum gewählt werden und ein Zeitpunkt bestimmt werden, zu dem der Organismus bereits auf Erholung ausgerichtet ist, z.B. vor dem Einschlafen, am späten Nachmittag oder nach dem Bewegungstraining. Die Kleidung sollte bequem und die Körperposition angenehm und entspannt sein. Wird die Entspannung nicht unmittelbar vor dem Einschlafen durchgeführt, sollte nach jeder Entspannungssitzung ein Aktivieren des Organismus in Form von Rekel-, Streck- und Lockerungsübungen erfolgen. Durch das Erlernen und regelmäßige Anwenden einer Entspannungstechnik kann ein Bewegungstraining in günstiger Weise ergänzt werden.

  • Bei der Entspannung durch Konzentration wird das Gefühl der muskulären Entspannung, durch bewusstes konzentratives Hinwenden auf einzelne Bereiche des Körpers (Reise durch den Körper) erzeugt. Ziel ist es die ganze Aufmerksamkeit auf Lage, Gewicht und Spannungszustand einzelner Körperbereiche, z.B. auf die Muskulatur oder die Wirbelsäule zu richten. Durch die intensive Konzentration auf die einzelnen Körperregionen werden in diesen Bereichen die Durchblutung gefördert und muskuläre Verspannungen abgebaut.
  • Entspannung mit Musk: Musik als eigenständige Entspannungsmethode kann Empfindungen, Gefühle und die Fantasie beeinflussen und tiefe Entspannungszustände erzeugen. Voraussetzung ist, dass die Musik auf den individuellen Geschmack abgestimmt ist. Musik kann weiterhin zur Unterstützung anderer Entspannungstechniken (Progressive Relaxation, Fantasiereisen, ...) verwendet werden. Im Hintergrund abgespielt, schirmt sie Geräusche ab und hilft, die Phasen der Ruhe besser zu überbrücken oder zu genießen. Entspannung durch Partnerübungen Als Partnerübungen eigenen sich unterschiedliche Formen der Massage. Das sanfte Abklopfen der Muskulatur bewirkt meist eine Lockerung und ein entspannendes Wärmegefühl. Auch leichte Schüttelbewegungen führen zu einer Lockerung der Muskulatur. Eine Ganzkörpermassage mit dem Igelball oder ähnlichen Materialien kann ebenfalls tiefe Entspannung herbeiführen.

  • Die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson umfasst die gezielte Entspannung der Körpermuskulatur. Die Muskulatur weist nach jeder starken Anspannung die Eigentendenz zur Entspannung auf. Durch bewusste und systematische Anspannung (bis zu 10 Sekunden) und anschließende Entspannung einzelner Muskelgruppen (z.B. Arme, Beine, Nacken, ...) und Konzentration auf die daraus resultierenden Gefühle der Spannung und Entspannung, können Muskelspannungen im Körper beseitigt und ein Gefühl tiefer Entspannung, das den ganzen Organismus ergreift, erreicht werden.
  • Fantasiereisen sind Geschichten zum Entspannen. Die Entspannung wird durch das konzentrierte Zuhören bei mit langsamer und ruhiger Stimme vorgelesenen Fantasiegeschichten und Märchen erreicht. Die poetische Sprache der Fantasie- und Märchenreisen fördert die bildhafte Vorstellung des Gehörten und kann angenehme Erinnerungen hervorrufen. Dadurch werden ein Entspannungs- und Erholungszustand erreicht, deren Wirkung auch über die Vorlesezeit hinaus anhält.
  • Das Autogene Training umfasst eine Methode, sich zu entspannen und zu erholen (konzentrative Selbstentspannung). Auf dem Weg der Eigensuggestion sprachlicher Formeln wird durch systematisches Üben ein Gefühl der Schwere und Wärme und der tiefen Ruhigstellung und dadurch eine große Entspannung und Erholung des gesamten Organismus erreicht.
    (wb)

Ergometrie

Der Begriff Ergometrie bezeichnet die Messung körperlicher Leistung mittels eines Fahrradergometers, Laufbandes oder anderer Geräte wie Kletterstufen, Oberkörper- oder Ruderergometer und der dabei auftretenden Belastungsreaktion. Die Leistungsmessung und die Bestimmung der hierbei auftretenden Veränderungen der Herz-Kreislauf-Funktion, des Stoffwechsels und der Atmung werden unter festgelegten Bedingungen und exakt dosierbarer Belastung durchgeführt. Die Ergometrie ermöglicht neben der Feststellung der maximalen Leistungsfähigkeit auch die Beurteilung des Leistungsverhaltens auf festgelegten Belastungsstufen.

Ziele der Ergometrie sind die Feststellung der körperlichen Leistungsfähigkeit von Gesunden und die Beurteilung der krankheitsbedingt veränderten Leistungsfähigkeit von Patienten sowie die Aufdeckung von Symptomen, die erst unter Belastung deutlich werden. Daneben dient die Ergometrie der Erfolgskontrolle therapeutischer Maßnahmen.

In der Rehabilitation findet die Ergometrie besonders bei der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen Anwendung. Präventiv können durch die Beurteilung der Leistungsfähigkeit Empfehlungen zur körperlichen Aktivität gegeben werden. Große Bedeutung kommt der Ergometrie auch in der sportspezifischen Leistungsdiagnostik zu. Die Ergometrie sollte nicht ohne Anwesenheit eines Arztes und unter geeigneten Sicherheitsmaßnahmen bzw. Rahmenbedingungen stattfinden.

Für die Leistungsmessung wird ein mechanisches oder elektrisches Diagnostikgerät, das Ergometer, benutzt. Die Belastungsintensität ist regelbar. Die zu erbringende Leistung wird in Watt gemessen. Die Ergometrie kann im Sitzen, Stehen oder Liegen durchgeführt werden. Beispiele für Ergometer sind Laufbänder, Fahrradergometer, Oberkörperergometer, Stepgeräte und Ruderergometer. Bei der Fahrradergometrie, besonders im Liegen, kann durch muskuläre Ermüdung infolge mangelnder Beinkraft das Erreichen der kardialen Leistungsgrenze behindert werden. Auch bei der Drehkurbelarbeit der Arme ist die eingesetzte Muskelmasse gering. Step- bzw. Stufentests auf exakt dosierbaren Kletterstufen- oder Stepgeräten ermöglichen im Vergleich zur Fahrrad- und Drehkurbelergometrie den Einsatz größerer Muskelmassen, beeinträchtigen aber aufgrund der geringen Oberkörperfixierung die Blutdruck- und EKG-Messung. Die Laufbandergometrie gestaltet sich besonders für Ältere und Unerfahrene technisch schwierig, die Registrierung von Blutdruck oder EKG sind oft unzureichend. Dieses Verfahren wird außerhalb von sportspezifischen Leistungstests selten verwendet. Aufgrund der unzureichenden Dosierbarkeit und weil eine identische Bewegungsausführung zu unterschiedlichen Untersuchungszeitpunkten schwer möglich ist, finden Kniebeugen und Treppaufsteigen keine Anwendung mehr.

Neben den diagnostischen Einsatzmöglichkeiten können beispielsweise Fahrrad-, Laufband- und Ruderergometer oder Stepgeräte zum Erhalt oder zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit, besonders der Ausdauerleistungsfähigkeit und der Kraftausdauer, genutzt werden. Die regelbare Belastungsintensität der Ergometer (Laufbandgeschwindigkeit, Tretwiderstand etc.) ermöglicht eine regelmäßige Kontrolle des aktuellen Leistungsstandes.
(wb)

Ernährung

Das Angebot an fester und flüssiger Nahrung ist so groß, dass zu keiner Zeit ein Wunsch offen bleiben muss, aber nicht alles was schmeckt ist auch gesund. Wichtig ist eine ausgewogene Zusammenstellung. Sich gesund zu ernähren bedeutet, auf eine ausgewogene Zusammenstellung der lebensnotwendigen Nährstoffe Eiweiß, Kohlehydrate, Fett, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe zu achten und dem Körper täglich durchschnittlich nur so viele Kalorien zuzuführen, wie er wirklich braucht. Gesunde Ernährung zeichnet sich aber auch dadurch aus, auf welche Weise man die Nahrung zu sich nimmt. Generell sind fünf kleinere Mahlzeiten den üblichen drei Mahlzeiten vorzuziehen. Jede Mahlzeit sollte ohne Ablenkung und Eile bewusst zu sich genommen werden.

Eiweiß: Eiweiß wird ernährungswissenschaftlich als Protein bezeichnet. Proteine bestehen aus Aminosäuren von denen der Mensch nur zwölf selbst bilden kann, die restlichen müssen dem Körper mit der Nahrung zugeführt werden. Proteine werden zum Aufbau neuer Zellsubstanzen benötigt. Proteinmangel führt zur Abwehrschwäche gegen Krankheitserreger und reduziert die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Eine überhöhte Proteinzufuhr hat jedoch keine Vorteile. Maximal die Hälfte des täglichen Proteinbedarfs sollte mit tierischen Eiweißen gedeckt werden, der Rest sollte durch pflanzliche Kost beispielsweise Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Nüsse, Getreide und Getreideprodukte aufgenommen werden.

Kohlehydrate: Etwa die Hälfte des täglichen Energiebedarfs sollte durch Kohlehydrate gedeckt werden. Eine überhöhte Kohlehydratzufuhr wird vom Körper als Fett gelagert. Kohlehydrate sind in Brot, Kartoffeln, Reis und Teigwaren enthalten. Aber auch in Obst, Gemüse und Salat.

Fett: Ganz ohne Fett kann der Mensch nicht leben, denn nur mit einer bestimmten Fettmenge können die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K aus dem Darm in den Blutkreislauf gelangen. Nahrungsfette bestehen aus Glycerin und Fettsäuren. In Abhängigkeit von der Menge des gebundenen Wasserstoffs unterscheidet man gesättigte (maximale Anzahl von Wasserstoffatomen), einfach ungesättigte (zwei Wasserstoffatome weniger) und mehrfach ungesättigte (vier, sechs oder acht Wasserstoffatome weniger) Fettsäuren. Gesättigte und einfach ungesättigte Fettsäuren kann der Körper teilweise selbst bilden. Eine große Zahl der ungesättigten bzw. essentiellen Fettsäuren muss allerdings über die Nahrung zugeführt werden. Der tägliche Energiebedarf sollte jedoch nur zu 30 -35 Prozent (ca. 70-90g) durch Fett gedeckt werden. Eine überhöhte Fettzufuhr kann zu Übergewicht führen und stellt einen Risikofaktor für unterschiedliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar. Weitere Informationen finden Sie unter der Begriffsdefinition Übergewicht.

Vitamine: Die wichtigsten fettlöslichen Vitamine sind A, D, E und K, die wichtigsten wasserlöslichen Vitamine sind die der B-Gruppe und Vitamin C. In unterschiedlicher Verteilung kommen Vitamine in fast allen Nahrungsmitteln vor. Um Vitamine so weit wie möglich zu erhalten ist bei der Nahrungszubereitung eine schonende Behandlung erforderlich (z.B. Obst, Gemüse und Kräuter nie zu lange und nur kühl und dunkel lagern, Garzeiten so kurz wie möglich halten).

Mineralstoffe: Mineralstoffe werden zum reibungslosen Ablauf aller Körperfunktionen benötigt. Mineralstoffe, die nur in geringsten Mengen benötigt werden, nennt man Spurenelemente. Ein gesunder Körper wird mit Mineralstoffen (z.B. Calcium, Chlor, Magnesium) und Spurenelementen (z.B. Eisen, Jod, Zink) ausreichend versorgt, wenn abwechslungsreiche und ausgewogene Nahrung zugeführt wird, die frisches Obst, Gemüse, Salat, Vollkornprodukte, Fleisch und Fisch enthält.

Ballaststoffe: Als Ballaststoffe bezeichnet man alle Bestandteile pflanzlicher Nahrung, die vom menschlichen Verdauungssystem nicht aufgespalten werden können. Für den Stoffwechsel sind sie von großer Bedeutung. In unterschiedlichen Mengen sind Ballaststoffe in allen Früchten, Gemüsearten, Getreidearten und Getreideprodukten enthalten. Im Durchschnitt nehmen wir mit normaler Kost täglich 15g Ballaststoffe zu uns. Durch frisches Obst und Gemüse sowie Brot aus groben Mehlsorten kann die Ballaststoffzufuhr erhöht werden. Ideal sind 40-50g Ballaststoffe täglich.

Flüssigkeitszufuhr: Der erwachsene Mensch besteht zu 50 - 60 Prozent aus Wasser. Wasser löst die festen Bestandteile der Nahrung. Der Flüssigkeitsbedarf eines Erwachsenen beträgt etwa 2,5 Liter (bei Hitze oder starkem Schwitzen z.B. durch Sport ist der Bedarf erhöht), ca. 1 Liter wird mit der Nahrung zugeführt. Durch Mineralwasser, Tee und Kaffee wird dem Körper neben der Flüssigkeit keine Energie zugeführt. Dass Kaffee durch das enthaltene Koffein dem Körper Wasser entzieht ist nach Information der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (www.dge.de) mittlerweile als überholt anzusehen. Ein maßvoller Kaffeekonsum ist also für die Flüssigkeitsbilanz nicht negativ zu werten. Vielmehr kann der Kaffee als Flüssigkeit angesehen werden. Milch und Fruchtsäfte liefern Energie, wobei gesüßte Säfte und Limonaden sowie aromatisierte Milchzusätze meist sehr viele Kalorien beinhalten.

(wb)

Fasten

Bei einer Nulldiät, bei der man gar nichts mehr isst, verliert der Körper bis zu 400 Gramm täglich. Der Stoffwechsel stellt sich beim Fasten vollkommen um, anfangs wird ein großer Teil der Eiweißreserven verbraucht, später wird mehr Fett als Eiweiß abgebaut. Es können Schlafstörungen, aber auch Gichtanfälle und Nierensteine auftreten. Viel Flüssigkeit ist beim Fasten sehr wichtig. Die schnelle Gewichtsabnahme kann motivieren, sich nun bewusst zu ernähren. Gelingt dies allerdings nicht, kommen auch hier mehr Pfunde zurück. Vor längerem Fasten sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Lesen Sie auch Diät

Feldenkrais-Methode

Der Begriff Feldenkrais-Methode umfasst Bewegungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Körperwahrnehmung und der Selbstwahrnehmung.
Mit der Feldenkrais-Methode werden durch die Ausführung kleinster behutsamer Bewegungen gewohnte Verhaltens- oder Bewegungsmuster und Verspannungen bewusst gemacht. Dadurch können Veränderungen und Erweiterungen der Bewegungsmöglichkeiten stattfinden, die zu einem verbesserten Umgang mit dem Körper und zu einem gesteigerten Wohlbefinden führen. Selbstheilungstendenzen des Körpers sollen angeregt bzw. gefördert und Gesundungsprozesse gestützt werden.

(wb)

Fett

Ganz ohne Fett kann der Mensch nicht leben, denn nur mit einer bestimmten Fettmenge können die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K aus dem Darm in den Blutkreislauf gelangen. Nahrungsfette bestehen aus Glycerin und Fettsäuren. In Abhängigkeit von der Menge des gebundenen Wasserstoffs unterscheidet man gesättigte (maximale Anzahl von Wasserstoffatomen), einfach ungesättigte (zwei Wasserstoffatome weniger) und mehrfach ungesättigte (vier, sechs oder acht Wasserstoffatome weniger) Fettsäuren. Gesättigte und einfach ungesättigte Fettsäuren kann der Körper teilweise selbst bilden.

Eine große Zahl der ungesättigten bzw. essentiellen Fettsäuren muss allerdings über die Nahrung zugeführt werden. Der tägliche Energiebedarf sollte jedoch nur zu 30 -35 Prozent (ca. 70-90g) durch Fett gedeckt werden. Eine überhöhte Fettzufuhr kann zu Übergewicht führen und stellt einen Risikofaktor für unterschiedliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar.

Lesen Sie auch Ernährung

Fettstoffwechsel

Herz-Kreislauf-Erkrankungen liegt häufig eine Gefäßverkalkung zugrunde, deren Hauptrisikofaktor eine Störung des Fettstoffwechsels ist. Blut transportiert Fette zu den Organen und Geweben, dieses Blutfett stammt aus der Nahrung oder wird im Körper aufgebaut. Dort wird es als Energieträger verbrannt, gespeichert oder für den Aufbau von körpereigenen Strukturen benötigt.

Blutfette: Die wichtigsten Blutfette sind Cholesterin und Triglyceride (Neutralfette). Sind diese Blutfette erhöht, können Arteriosklerose und Folgeerkrankungen entstehen. Eine Erhöhung birgt zusätzlich die Gefahr, dass es keine Schmerzen oder andere Beschwerden verursacht. Um die Gefährdung für das Auftreten einer Gefäßverkalkung beurteilen zu können, werden die Konzentrationen der Fette durch eine Blutuntersuchung festgestellt.

Bei der Behandlung einer Fettstoffwechselstörung geht es in erster Linie um die Verminderung der Aufnahme von gesättigten Fettsäuren und deren Ersatz durch ungesättigte Fettsäuren, was meist durch eine Diät erreicht wird. Neben einer Einschränkung der Fettzufuhr und damit dem Abbau von Übergewicht wird dabei auch auf körperliche Bewegung geachtet.
(rr)

Lesen Sie auch Gesundheitssport

Fitness

Die motorische Fitness beschreibt einen Zustand, der die körperliche Leistungsfähigkeit bzw. die Entwicklung der konditionellen Fähigkeiten Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination umfasst, darüber hinaus aber auch die Ausprägung psychologischer, sozialer und moralischer Komponenten beinhaltet. Der Deutsche Olympische Sportbund hat diese Voraussetzungen auf die konkrete Situation des Sporttreibens umgesetzt und seine Definition "richtig fit" formuliert. Mit vier leicht merkbaren Schlagworten, die sich in jedem Alter gut umsetzen lassen. "richtig fit" hält man sich oder wird man, indem man *regelmäßig, *richtig, *mit Maß und *mit Spaß Sport treibt.

(wb)

Fitnesstraining

Fitnesstraining ist ein planmäßiger Übungsprozess mit dem Ziel, die motorische Fitness zu verbessern oder zu erhalten. Beim Fitnesstraining beschränkt man sich im Vergleich zum allgemeinen Konditionstraining meist auf die Förderung beziehungsweise gleichmäßige Entwicklung oder Erhaltung der Komponenten Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Das angestrebte Leistungsniveau ist im Allgemeinen relativ niedrig.
(wb)

Flüssigkeitszufuhr

Der erwachsene Mensch besteht zu 50 - 60 Prozent aus Wasser. Wasser löst die festen Bestandteile der Nahrung. Der Flüssigkeitsbedarf eines Erwachsenen beträgt etwa 2,5 Liter (bei Hitze oder starkem Schwitzen z.B. durch Sport ist der Bedarf erhöht), ca. 1 Liter wird mit der Nahrung zugeführt. Durch Mineralwasser, Tee und Kaffee wird dem Körper neben der Flüssigkeit keine Energie zugeführt. Dass Kaffee durch das enthaltene Koffein dem Körper Wasser entzieht ist nach Information der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (www.dge.de) mittlerweile als überholt anzusehen. Ein maßvoller Kaffeekonsum ist also für die Flüssigkeitsbilanz nicht negativ zu werten. Vielmehr kann der Kaffee als Flüssigkeit angesehen werden. Milch und Fruchtsäfte liefern Energie, wobei gesüßte Säfte und Limonaden sowie aromatisierte Milchzusätze meist sehr viele Kalorien beinhalten.

Lesen Sie auch Ernährung

Fraktur

Eine Fraktur (Knochenbrüche) kommt im Sport meist bei Ballsport mit intensivem Körperkontakt sowie bei Individualsportarten wie Skilauf, Turnen oder Reiten vor.

Frakturen können folgendermaßen klassifiziert werden: Querbruch, Schrägbruch, Spiralbruch oder Trümmerbruch (vgl. Abb.). Wenn das gebrochene Ende eines Knochens die Haut durchstößt, wird die Verletzung als offener Bruch bezeichnet. Bleibt die Haut unbeschädigt, liegt ein geschlossener Bruch vor. Ein Knochenbruch ist durch Bewegungs- und Belastungsschmerz im verletzten Bereich sowie durch eine zunehmende Schwellung gekennzeichnet. Die Behandlung durch einen Arzt ist unumgänglich. Die Heilungsdauer ist abhängig von der Art des Bruches und der Bruchstelle. Sie kann einige Wochen bis mehrere Monate betragen. (wb)

Lesen Sie auch Sportverletzungen

Funktionsgymnastik

Der Begriff Funktionsgymnastik umfasst die Durchführung von Bewegungsübungen, die auf die Funktion des Körpers abgestimmt sind.
Der menschliche Organismus ist in hohem Maße anpassungsfähig. Die Organfunktion bleibt jedoch nur erhalten, wenn sie ständigen Reizen unterliegt. Für den Bewegungsapparat ist die Bewegung als entwickelnder und erhaltender Reiz von grundsätzlicher Bedeutung. Durch ausgewählte Dehnungs-, Kräftigungs-, Mobilisations- und Lockerungsübungen, die die anatomischen und physiologischen Bedingungen bzw. die Funktion des Organismus berücksichtigen, kann die körperliche Leistungsfähigkeit wiederhergestellt bzw. erhalten und verbessert werden, um muskuläre Dysbalancen zu vermeiden und Verletzungsneigungen zu minimieren.
(wb)

Lesen Sie auch Muskulatur, Wirbelsäule, Kraft, Beweglichkeit und Koordination

Gelenke

Gelenke sind die beweglichen Verbindungen, die es den Knochen ermöglichen, sich gegeneinander zu bewegen. Der Bewegungsumfang ist nicht nur von ihrer Form abhängig, sondern auch von den umgebenden Strukturen (Muskulatur, Bänder, Kapsel). Man unterscheidet ein-, zwei- und dreiachsige Gelenke. Gemeint ist hiermit die Bewegungsmöglichkeit um eine oder mehrere Achsen. Beispiele: Zu den einachsigen Gelenken zählt das Ellenbogengelenk, dass eine Beuge- und Streckbewegung erlaubt. Das Schultergelenk ermöglich als dreiachsiges Gelenk eine Rotationsbewegung. Das Kniegelenk ist zweiachsig und gestattet eine Beuge- bzw. Streckbewegung um die Querachse. In gebeugtem Zustand ist eine Drehbewegung um die Längsachse durchführbar.

Gelenke des Schulterbereichs: Im Bereich der Schulter gibt es drei unterschiedliche Gelenke: Das Schultergelenk (Articulatio humeri), das vom Kopf des Oberarmknochens (Humerus) und der am Schulterblatt (Scapula) befindlichen Gelenkpfanne (Cavitas glenoidalis) gebildet wird, das (Schultereck)gelenk zwischen Schlüsselbein (clavicula) und Schulterblatt (Articulatio acromioclavicularis) und das Gelenk zwischen Schlüsselbein und Brustbein (Sternum) (Articulatio sternoclavicularis). An den Bewegungen im Schulterbereich sind 20 Muskeln beteiligt. Schulterbereich können u.a. folgende Verletzungen auftreten. Knochenbrüche, Luxationen, Band- und Kapselverletzungen.

Gelenkknorpel: Der Gelenkknorpel überzieht die Knochenenden und kann sowohl Unebenheiten der Gelenkflächen ausgleichen als auch Stöße auf Grund seiner Verformbarkeit auffangen. Ein ständiger Wechsel von Belastung und Entlastung sorgt für die gleichmäßige Ernährung und die Erhaltung des Gelenkknorpels.

Lesen Sie auch Sportverletzungen und Skelettsystem

Gesundheitssport

Der Deutsche Olympische Sportbund hat in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer für spezielle Gesundheitsprogramme im Sportverein ein Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT entwickelt. Mit diesem Siegel verpflichten sich die Vereine und Verbände, die hohe Qualität ihrer Gesundheitsangebote nach gemeinsamen verbindlichen Grundsätzen sicherzustellen. Inhaltlich werden die Bereiche „Herz-Kreislauf", „Muskel-Skelettsystem", „Stressreduktion/Entspannung" aufgegriffen. Zielsetzung der Maßnahmen ist neben der Vermittlung von gesundheitsgerechtem Bewegungsverhalten, der Verminderung von Risikofaktoren auch der Aufbau einer längerfristigen Motivation für regelmäßige sportliche Aktivität.

Ein gesundheitsgerechtes Bewegungsverhalten wirkt der Entwicklung bestimmter Krankheitsbilder entgegen und stellt einen Schutzfaktor für die Gesundheit. Ziel des Gesundheitssports ist es, durch sportliche Aktivität die körperliche Funktions- und Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu optimieren, das Wohlbefinden zu steigern, die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung und Selbsteinschätzung zu verbessern und Alterungsprozessen entgegen zu wirken, um dadurch die Gesundheit zu stabilisieren.

Im Kindes- und Jugendalter befindet sich der Organismus im Wachstumsprozess und reagiert auf Überbelastungen sehr sensibel. Dies sollte beim Kraft-, Ausdauer- und Beweglichkeitstraining berücksichtigt werden, die Förderung der Koordination sollte im Vordergrund stehen. Zwischen dem 20. und dem 35. Lebensjahr kann der Organismus den größten Belastungsanforderungen gerecht werden - es ist die Altersspanne der größten Leistungsfähigkeit. Wird die Muskulatur nicht trainiert, ist jedoch bereits ab dem 25. Lebensjahr ein Nachlassen der Kraft zu verzeichnen. Durch sportliche Aktivität kann einem Leistungsabbau gezielt entgegengewirkt werden. Wird kontinuierlich Sport getrieben, ist es möglich, das Leistungsniveau eines beispielsweise 40-Jährigen noch mindestens 20 Jahre aufrechtzuerhalten.

Neben dem traditionell gewachsenen Breitensport haben sich in den vergangenen Jahren eine Reihe von speziellen Gesundheitsprogrammen herausgebildet, die besonders qualifiziert angelegt sind. Die Ziele dieser Angebote lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

  • Herausbildung eines gesunden Lebensstils z.B. durch Motivation zum regelmäßigen Sporttreiben
  • Stärkung von physischen Gesundheitsressourcen z.B. durch Verbesserung und Erhalt der Fitness (Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Koordinationsfähigkeit)
  • Stärkung von psycho-sozialen Ressourcen und Wohlbefinden z.B. durch Schulung der Körperwahrnehmung, Entspannung, Erleben von sozialer Einbindung
  • Verminderung von Risikofaktoren z.B. durch Verringerung von Übergewicht, Bluthochdruck
  • Bewältigung von Beschwerden und Missbefinden z.B. durch Minderung von Verspannungen, Rückenproblemen

Inhalte des Gesundheitssports: Für die Funktionsfähigkeit des Herz-Kreislaufsystems nimmt der Bereich der allgemeinen aeroben dynamischen Ausdauer einen hohen Stellenwert ein. Um muskulären Dysbalancen und Muskelaubbau entgegenzuwirken und Überbelastungen beziehungsweise Verschleißerscheinungen vorzubeugen, sollte auch die Kräftigung der Muskulatur nicht vernachlässigt werden. Um das volle Bewegungsausmaß zu erhalten und Fehlbelastungen zu verhindern, ist die Beweglichkeit von großer Bedeutung. Die Koordination sollte gefördert werden, um durch ökonomisch und richtig ausgeführte Bewegungen die Belastung des Körpers gering zu halten.

Ein wirksamer Trainingseffekt tritt erst bei Erreichen beziehungsweise Überschreiten der individuellen Reizschwelle auf. Bei unterschwelligem gesundheitssportlichem Training bleibt daher eine Leistungssteigerung aus. Zu hohe Belastungen wirken sich dagegen schädlich auf den gesamtem Organismus aus. Die Intensität der sportlichen Aktivität sollte dem individuellen Trainingszustand angepasst sein.

(wb)

Gleichgewicht

Eine Komponente der Koordination: Das motorische Gleichgewicht umfasst die Fähigkeit zur Aufrecherhaltung einer Körperposition, die Fähigkeit zur Haltungsregulation bei willkürlichen Bewegungen, die Fähigkeit zur Reaktion auf äußere Reize beziehungsweise Störungen und die Fähigkeit fremde Körper beziehungsweise Gegenstände im Gleichgewicht (Objektgleichgewicht) zu halten. 
(wb)

Lesen Sie auch Koordination

Golferellenbogen

Der Betroffene sollte den schmerzenden Arm schonen und Überanstrengung vermeiden. Eiswasserbandagen helfen den Schmerz zu lindern. Lockerungs- und Kräftigungsübungen sowie leichte Selbstmassage im Bereich der Unterarmmuskulatur können ebenso Linderung bringen, wie spezielle Bandagen. Vorrangig sollte jedoch die Technik in der jeweiligen Sportart überprüft und auf armschonende Ausrüstung geachtet werden.

Lesen Sie auch Tennisarm und Sportverletzungen

Golgi-Sehnenorgane

Golgi-Sehnenorgane reagieren auf die Spannungsänderung der Sehne. Sie werden bei aktiver Muskelkontraktion und bei Dehnung der Sehne erregt. Golgi-Sehnenorgane messen den Spannungszustand beziehungsweise die Kontraktionskraft des Muskels.

Lesen Sie auch Rezeptoren

Grundumsatz

Die Temperatur des menschlichen Körpers beträgt etwa 37°. Die Energiemenge, die der Körper braucht um diese Dauertemperatur ohne körperliche Bewegung bei Zimmertemperatur zu erzielen, nennt man Grundumsatz. Er ist individuell unterschiedlich und sowohl vom Alter als auch vom Körpergewicht abhängig. Als Faustregel bei einem gesunden Menschen mittleren Alters gilt: Gewicht in Kilogramm mal 25 entspricht dem Grundumsatz pro Tag Kilokalorien. Jüngere Menschen, besonders in der Wachstumsphase, haben einen höheren Grundumsatz. Bei älteren Menschen liegt der Grundumsatz dagegen tiefer.

Lesen Sie auch Energiebedarf

Herz

Das Herz, ein Hohlmuskel, liegt unmittelbar hinter dem Brustbein, die Herzspitze zeigt nach links unten. Das Herz besteht aus einer linken und einer rechten Hälfte. Jede der beiden durch eine Scheidewand getrennten Herzhälften hat einen kleineren Vorhof und eine größere Kammer. Zwischen Vorhof und Kammer sowie am Ausgang der Kammern befindet sich je eine Herzklappe zur Steuerung des Blutflusses. Bei leichter Tätigkeit schlägt das Herz eines erwachsenen Menschen ca. 60 bis 80-mal pro Minute.

Lesen Sie auch Herz-Kreislauf-System

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Das Herz des Menschen ist im allgemeinen sehr leistungs- und widerstandsfähig, dennoch kann es auf vielfältige Weise erkranken. Man unterscheidet zwischen zwei Formen der Herz-Kreislauf-Erkrankung. Die sogenannte funktionelle Herz-Kreislauf-Erkrankung wird nur durch eine unzureichende Funktion deutlich. Es sind keine anatomisch nachweisbaren Veränderungen feststellbar (Beispiel: niedriger Blutdruck). Bei organischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen liegen nachweisbare Strukturveränderungen der Herz-Kreislauf-Organe vor (Beispiel: Bluthochdruck).

Zahlreiche Risikofaktoren spielen bei der Entstehung von Herzerkrankungen, besonders bei der koronaren Herzkrankheit, eine bedeutsame Rolle. Erhöhtes Körpergewicht, fortschreitendes Lebensalter, erbliche Belastung, Fehlernährung, Rauchen, Stoffwechselstörungen wie hoher Cholesterinspiegel, Zuckerkrankheit und Gicht, Ärger, Aufregung, krankmachender Stress, übermäßiger Alkoholkonsum, Bewegungsmangel und Bluthochdruck.

Der Abbau von Risikofaktoren führt zum Aufbau von Schutzfaktoren, aber generell sollte der Aufbau von Schutzfaktoren auch als eigenständige Maßnahme gesehen werden. Grundsätzlich können die Verbesserung des Gesundheitsbewusstseins, die Ökonomisierung der Herz-Kreislauf-Funktion und die Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens Schutzfunktion übernehmen.

Die Bedeutung von Sport und Bewegung ist vom jeweiligen Beschwerdebild bestimmt und kann, je nachdem welche Herz-Kreislauf-Erkrankung vorliegt, sehr unterschiedlich sein. Bei Bluthochdruck und beim vorliegen koronarer Herzkrankheiten kann ein Ausdauertraining sehr wirkungsvoll sein, um eine Verbesserung der Herz-Kreislauf-Leistung und eine Ökonomisierung der Herz-Kreislauf-Funktion zu bewirken. Die jeweilige Dosierung richtet sich nach der Schwere der Erkrankung. Bei niedrigem Blutdruck lässt ein intensives Ausdauertraining eher ein weiteres Absinken des Blutdrucks erwarten. Gymnastik, Schwimmen und Spiele sind hier besser geeignet. Liegt eine arterielle Verschlusskrankheit vor, kann in Abhängigkeit vom Schweregrad ein Geh-, Lauf- oder Herzgruppe im Sportverein anzuschließen.

Bedeutende Herz-Kreislauf-Erkrankungen:

  • Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
    Der niedrige Blutdruck ist gekennzeichnet durch Müdigkeit, Antriebs- oder Leistungsschwäche und Schwindel. Als Grenzwert ist für den systolischen Druck

  • Bluthochdruck (Hypertonie)
    Unter Bluthochdruck versteht man eine unter Ruhebedingungen gemessene Erhöhung des Blutdrucks auf über 145/90mmHg, wobei man eine Erhöhung zwischen 150 und 160 mmHg als Grenzwerthypertonie bezeichnet. Die Erhöhung kann den systolischen, den diastolischen oder beide Werte betreffen. Die einmalige Feststellung eines erhöhten Blutdrucks führt jedoch noch nicht zur Diagnose Bluthochdruck, da der Blutdruck von psychischer oder physischer Belastung beeinflusst werden kann. Der Bluthochdruck selbst ist nicht durch Beschwerden gekennzeichnet, diese treten erst dann auf, wenn als Folgeerscheinung Gefäßveränderungen bzw. Arteriosklerose eingetreten sind. Die Ursache für einen zu hohen Blutdruck ist weitgehend unbekannt. Bluthochdruck ist jedoch ein Risikofaktor für die Entstehung eines Herzinfarktes.

  • Arteriosklerose
    Zahlreiche Herz-Kreislauf-Erkrankungen entstehen als Folgeerkrankung einer vorausgegangenen Gefäßveränderung bzw. Arteriosklerose. Sie ist gekennzeichnet durch eine zunehmende Gefäßeinengung infolge von Flüssigkeits-, Eiweiß- oder Fetteinlagerung in und auf die Gefäßwand und einer dadurch entstehenden Mangelversorgung der angeschlossenen Organe oder Extremitäten. Ist das Gefäß um mehr als 50% verengt, treten bei erhöhtem Blutbedarf, z.B. infolge körperlicher Belastung, Beschwerden auf. Bei der arteriellen Verschlusskrankheit führt dies zu Schmerzen in den Beinen während bei der koronaren Herzkrankheit Herzbeschwerden auftreten. Wird die Einengung stärker, treten bereits in der Ruhesituation Beschwerden auf. Der vollständige Verschluss führt zum Absterben des Gewebes (Nekrose).
  • Arterielle Verschlusskrankheit (AVK)
    Hierbei kommt es besonders im Bereich des Beckens und der Beine zu Arteriosklerose. Bei längerem Gehen treten Beschwerden auf und es kommt zu einem zeitweiligen Hinken (claudicatio intermittens). Bei stärkeren Schmerzen muss das Gehen unterbrochen werden. Das Krankheitsbild ist auch als "Schaufensterkrankheit" bekannt, da die Patienten zur Verdeckung der eigentlichen Ursache vorgeben, Schaufensterauslagen zu betrachten.
  • Koronare Herzkrankheit (KHK)
    Der Begriff ist von den Koronarien, den Herzkranzgefäßen, abgeleitet, die in zwei großen, sich immer weiter verzweigenden Ästen, den Herzmuskel wie einen Kranz umschließen. Die linke Herzarterie verzweigt sich nochmals in zwei große Äste, so dass man von drei großen Herzkranzgefäßen spricht. Sind die Koronarien infolge einer Arteriosklerose verengt, spricht man von Koronarer Herzkrankheit. Mit fortschreitender Verengung kommt es zu Herzschmerzen der sogenannten Angina pectoris bzw. Brustenge. Der Schmerz kann in Schulter, Arm, Rücken, Kiefer und Oberbauch ausstrahlen und ist meist von Todesangst begleitet.

  • Herzinfarkt
    Durch den Verschluss eines Herzkranzgefäßes wird der dahinter gelegene Teil des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Es kommt zum Absterben des Gewebes und zum Pumpversagen. Der Herzinfarkt äußert sich durch ein Druckgefühl hinter dem Brustbein mit Brustschmerzen und ausstrahlenden Schmerzen in den Bereich von Schulter, Arm, Rücken, Kiefer und Oberbauch. Er ist meist begleitet von Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbruch, Blässe und Todesangst. Entscheidend für das Überleben ist ein schneller Transport ins Krankenhaus, um das verschlossene Gefäß wieder zu öffnen.
    (wb)

Lesen Sie auch Gesundheitssport

Herz-Kreislauf-System

Innerhalb von 60 Sekunden durchfließt das gesamte Blut des Menschen, das sind 5 bis 6 Liter, einmal den Organismus.

  • Das Herz
    Das Herz, ein Hohlmuskel, liegt unmittelbar hinter dem Brustbein, die Herzspitze zeigt nach links unten. Das Herz besteht aus einer linken und einer rechten Hälfte. Jede der beiden durch eine Scheidewand getrennten Herzhälften hat einen kleineren Vorhof und eine größere Kammer. Zwischen Vorhof und Kammer sowie am Ausgang der Kammern befindet sich je eine Herzklappe zur Steuerung des Blutflusses. Bei leichter Tätigkeit schlägt das Herz eines erwachsenen Menschen ca. 60 bis 80-mal pro Minute.
  • Der große Körperkreislauf
    Das in der Lunge mit Sauerstoff angereicherte Blut gelangt in den linken Vorhof und von dort in die linke Herzkammer. Durch Kontraktion der Herzkammer (Systole) wird das Blut durch die Aorta in die Arterien gepumpt und in den Körper transportiert. Hier erfolgt die Abgabe von Sauerstoff und Nährstoffen und die Aufnahme von Kohlendioxid und Schlackstoffen. Danach wird das sauerstoffarme Blut in den Venen zum Herzen zurücktransportiert. Wenn das Blut über den rechten Vorhof in die rechte Herzkammer gelangt, endet der große Körperkreislauf.
  • Der kleine Lungenkreislauf
    Der recht Vorhof nimmt das aus dem Körper stammende sauerstoffarme Blut auf und leitet es in die rechte Herzkammer. Diese pumpt es durch die Lungenarterie in die Lunge. Hier vollzieht sich die Aufnahme von Sauerstoff und die Abgabe von Kohlendioxid. Das sauerstoffangereicherte Blut gelangt über die Lungenvene in den linken Vorhof und die linke Herzkammer. Hier endet der Lungenkreislauf und der Körperkreislauf beginnt.
  • Blut und Blutdruck
    Die Blutgefäße (Arterien, Venen) bilden ein geschlossenes Transportsystem. Transportmittel ist das Blut. Es übernimmt die Versorgung des Körpers mit Nährstoffen sowie dessen Entsorgung von Stoffwechselprodukten. Um den Blutkreislauf aufrechtzuerhalten, muss ein bestimmter Druck - der Blutdruck - vorhanden sein. Zieht sich das Herz zusammen, steigt der Druck. Diese Druckerhöhung nennt man systolischen Blutdruck, er ist der bei der Blutdruckmessung zuerst genannte, höhere Wert. Erschlafft das Herz, sinkt der Druck. Den Druck während der Erschlaffungsphase nennt man diastolischen Blutdruck, er wird bei der Blutdruckmessung an zweiter Stelle genannt und entspricht dem niedrigeren Wert.
  • Sportherz
    Als Sportherz bezeichnet man das erweiterte, auch hypertrophierte, gesunde Herz des trainierten Ausdauersportlers. Es ist gekennzeichnet durch eine vermehrte Kapillarisierung, durch einen gestärkten Herzmuskel, durch die Zunahme von Herzschlagvolumens in Ruhe und Belastung (Absinken des Ruhe- und Belastungspuls), durch eine Senkung des Sauerstoffbedarfs des Herzmuskels in Ruhe, durch eine höhere Belastungsfähigkeit und durch eine geringere Anstrenung auf einer vorgegebenen Belastungsstufe. Das Sportherz bietet gesteigerte Leistungsvoraussetzungen für Ausdauerbelastungen.
    (wb)

Herzinfarkt

Durch den Verschluss eines Herzkranzgefäßes wird der dahinter gelegene Teil des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Es kommt zum Absterben des Gewebes und zum Pumpversagen. Der Herzinfarkt äußert sich durch ein Druckgefühl hinter dem Brustbein mit Brustschmerzen und ausstrahlenden Schmerzen in den Bereich von Schulter, Arm, Rücken, Kiefer und Oberbauch. Er ist meist begleitet von Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbruch, Blässe und Todesangst. Entscheidend für das Überleben ist ein schneller Transport ins Krankenhaus, um das verschlossene Gefäß wieder zu öffnen. 

Lesen Sie auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herzsportgruppen

Dosierte körperliche Aktivität ist eine wesentliche Maßnahme im Rahmen der Rehabilitation von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Herzgruppen übernehmen die Langzeitrehabilitation am Wohnort.

Ziel ist, durch körperliche Betätigung den physischen und psychischen Folgen der Erkrankung entgegenzuwirken und die Herz-Kreislauftätigkeit zu ökonomisieren. Weitere Ziele bestehen in der Steigerung des Gesundheitsbewusstseins und in der Erhöhung der Lebensqualität. In Abhängigkeit von der Leistungsfähigkeit unterteilt man in Trainings- und Übungsgruppen. Die Voraussetzung für die Teilnahme in einer Trainingsgruppe ist eine Belastbarkeit von mindestens 1 Watt/kg Körpergewicht, im Vordergrund steht hier die Verbesserung der Leistungsfähigkeit. Liegt die Belastbarkeit unter 1Watt/kg Körpergewicht finden die Patienten Aufnahme in einer Übungsgruppe, hier liegt der Schwerpunkt vorwiegend auf der funktionellen Verbesserung durch Einflussnahme auf die koordinativen Fähigkeiten.

Die Größe einer Herzsportgruppe im Sportverein sollte 12 bis 15 Teilnehmer betragen, die Einbeziehung von Ehepartnern hat sich bewährt. Die inhaltliche Gestaltung der Übungseinheit obliegt Übungsleitern bzw. Sportlehrern mit entsprechender Ausbildung. Zu den erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen gehören: Die ständige Anwesenheit eines kardiologisch erfahrenen Arztes, das Vorhandensein eines Notfallkoffers mit Defibrillator und die Erreichbarkeit eines Notarztwagens sowie freie Zufahrtswege zur Übungsstätte.
(wb)

Herztod - Plötzlicher Herztod

Der plötzliche Herztod bei augenscheinlich gesunden und leistungsfähigen Sportlern ist ein seltenes, tragisches Ereignis.

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Heuschnupfen

Beim Heuschnupfen ist die Ursache der jahreszeitlich auftretenden allergischen Nasenschleimhautentzündung nicht das Heu, sondern Blütenstaub (Pollen). Die Anlage zur Erkrankung an Heuschnupfen ist meist ererbt, die schlimmsten Zeiten sind meist Mai und Juni. Betroffene sollten versuchen den Blüten auszuweichen, z.B. sich wenig im Freien aufhalten oder durch Reisen in Gegenden mit wenig oder keiner Pollenbelastung. Eine andere Möglichkeit ist eine Desensibilisierung mit Gräserpollen durch den Arzt. Beschwerden lassen sich meistens durch die Behandlung mit Antihistaminika und Kortisonpräparate (Corticosteroide) beherrschen. Zur Zeit des höchsten Pollenflugs sollten Allergiker körperliche Anstrengung im Freien meiden, da durch die intensive Atmung die Pollenaufnahme erhöht wird.

Durch langsame Steigerung der Belastung und gutes Aufwärmtraining ist Sport jedoch in eingeschränktem Maße möglich und wirkt sich sogar positiv auf das Immunsystem aus. Vorteilhaft sind Sportarten mit Intervall-Belastung, beispielsweise Ballspiele. Weniger geeignet ist eine Dauerbelastung, wie sie zum Beispiel beim Laufen auftritt. Staubige, trockene Räume sind deutlich ungünstiger als eine feuchte Umgebung. Besonders günstig ist daher beispielsweise Schwimmen. Ideal sind auch alle Sportarten auf dem offenen Wasser, etwa Segeln oder Surfen.

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Hochschulsport

Der Hochschulsport bietet ein an den Interessen aller an einer Hochschule vertretenen Personengruppen orientiertes Sportprogramm an. Der Hochschulsport wird als Ausgleichs-, Breiten- und Leistungssport angeboten. Die Organisation liegt bei den sportwissenschaftlichen Instituten oder den Zentren für Hochschulsport der jeweiligen Hochschule bzw. Universität. Die Interessen des Hochschulsports werden vom Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (ADH) vertreten. Auf nationaler Ebene finden in zahlreichen Disziplinen Hochschulmeisterschaften statt, international werden alle zwei Jahre Studentenweltspiele sog. Universiaden veranstaltet.

(wb)

Hormone

Hormone haben einen großen Einfluss auf den menschlichen Organismus. Glücklich sein, schöne Haut, aber auch Empfindungen von Stress, Wut, Angst und noch vieles mehr wird durch Hormone bestimmt.

Hormone werden meist von Hormondrüsen gebildet und verteilen sich mit dem Blutstrom im Körper und entfalten an ganz bestimmten Orten ihre spezifischen Wirkungen. Sie werden deshalb als eine Art Botenstoffe bezeichnet und regulieren unter anderem den Zellstoffwechsel, die Geschlechtsentwicklung, den weiblichen Zyklus und das Wachstum. Die jeweiligen Hormone wirken nicht für sich alleine, vielmehr stehen ihre Wirkungen in einem inneren Gleichgewicht mit den Wirkungen anderer Hormone. Schon sehr geringe Hormonmengenänderungen können sehr heftige Körperreaktionen auslösen. Die Anzahl der Hormone ist groß, nachfolgend wird auf Adrenalin und Testosteron eingegangen.

Adrenalin ist ein Hormon des Nebennierenmarks, das bei Stress ausgeschüttet wird. Es macht den Körper flucht- beziehungsweise kampfbereit. Adrenalin bewirkt viele Reaktionen im menschlichen Organismus, z.B. Blutdrucksteigerung, Beschleunigung der Herztätigkeit, Erweiterung der Atemwege, Steigerung von Blutzucker und Grundumsatz.

Testosteron ist ein männliches Geschlechtshormon. Neben der sexualspezifischen hat es eine anabole, d.h. Eiweiß aufbauende Wirkung. Es fördert den Muskelaufbau und steigert das Leistungs- sowie Aktivitätsgefühl. Die anabole Wirkung wird neben therapeutischen Maßnahmen auch im Doping ausgenutzt.
(rr)

Hyper- und Hypomobilität

Hyper- und Hypomobilität sind in der Medizin beziehungsweise Physiotherapie gebräuchliche Begriffe und stellen die Grenzformen der Beweglichkeit beziehungsweise Mobilität dar. Hierbei umfasst die Hypomobilität eine verminderte beziehungsweise eingeschränkte Beweglichkeit, beispielweise verursacht durch knöcherne Einschränkungen, einseitige Belastungen und dadurch entstehende Dauerverkürzungen. Die Hypermobilität bezeichnet eine gesteigerte beziehungsweise übermäßige Beweglichkeit, die oft muskulär nicht mehr ausreichend gesteuert werden kann.
(wb)

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Hypertonie

Unter Hypertonie (Bluthochdruck) versteht man eine unter Ruhebedingungen gemessene Erhöhung des Blutdrucks auf über 145/90 mmHg, wobei man eine Erhöhung zwischen 150 und 160 mmHg als Grenzwerthypertonie bezeichnet. Die Erhöhung kann den systolischen, den diastolischen oder beide Werte betreffen. Die einmalige Feststellung eines erhöhten Blutdrucks führt jedoch noch nicht zur Diagnose Bluthochdruck, da der Blutdruck von psychischer oder physischer Belastung beeinflusst werden kann. Der Bluthochdruck selbst ist nicht durch Beschwerden gekennzeichnet, diese treten erst dann auf, wenn als Folgeerscheinung Gefäßveränderungen bzw. Arteriosklerose eingetreten sind. Die Usache für einen zu hohen Blutdruck ist weitgehend unbekannt. Bluthochdruck ist jedoch ein Risikofaktor für die Entstehung eines Herzinfarktes.

Hypotonie

Hypotonie (niedriger Blutdruck) ist gekennzeichnet durch Müdigkeit, Antriebs- oder Leistungsschwäche und Schwindel. Als Grenzwert für den systolischen Druck.

Immunsystem

Um überleben zu können muss sich der menschliche Körper gegen Krankheitserreger, körperfremde Stoffe und kranke Zellen verteidigen. Der Organismus hat dafür ein Abwehrsystem, das Immunsystem.

  • Humorales Abwehrsystem
    Das humorale Abwehrsystem ist in den Flüssigkeiten und im Gewebe des Körpers angesiedelt und beruht in erster Linie auf der Aktivität der sogenannten B-Lymphozyten und den von ihnen abstammenden Plasmazellen. Sie produzieren spezifische Antikörper gegen körperfremde Substanzen (z.B. Eiweißkörper). Diese Antikörper bilden mit den Fremdeiweißkörpern (Antigene) unlösliche Komplexe und machen sie dadurch unschädlich.
  • Zelluläres Abwehrsystem
    Das zelluläre Abwehrsystem ist in den Zellen angesiedelt und verdaut mit den so genannten Fresszellen die Immunkomplexe. Die T-Lymphozyten bilden den wichtigsten Teil des zellulären Abwehrsystems und haben die Fähigkeit zur unspezifischen Abwehr im Thymus erworben.
  • Arbeitsweise
    Das zelluläre Abwehrsystem ist dem humoralen übergeordnet. Das humorale Abwehrsystem bekämpft spezifisch ganz bestimmte Fremdstoffe, das zelluläre vollendet diese Arbeit mit Hilfe seiner unspezifischen Abwehrstoffe. Die B- und auch die T-Lymphozyten werden in der Milz und in den Lymphknoten gebildet, gelangen dann in das Lymph- und Blutgefäßsystem und sind dort stets bereit ihre Abwehrfunktion wahrzunehmen.

    Erkrankt ein Mensch, weil er beispielsweise zum ersten Mal mit bestimmten Viren, z.B. Masernviren in Kontakt kommt, bildet der menschliche Organismus Antikörper, die dann die Viren unschädlich machen. Die B- und T-Lymphozyten bilden dabei sogenannte Gedächtniszellen, die bei einem erneuten Kontakt mit diesen Viren eine schnellere und stärkere Antikörperproduktion veranlassen. Der Organismus ist in diesem Fall immun geworden, es besteht ein spezifischer Schutz gegen den Erreger einer überstandenen Infektionskrankheit. Dieser Ablauf wird beispielsweise auch bei der Impfung ausgenutzt.

    Die Abwehr kann aber auch gegen an sich harmlose Stoffe, z.B. Blüten-, Hausstaub so übertrieben ablaufen, dass es zu einer Allergie kommen kann. Bei einer Transplantation oder wenn sich die Abwehr gegen gesunde körpereigene Zellen richtet, kann das Abwehrsystem zu unerwünschten Effekten führen.

(rr)

Infektionen und Leistungssport

Infektionen erfordern im Leistungssport häufig eine Trainingspause. Diese Pause kann evtl. durch einen achtsamen Umgang im Vorfeld vermieden werden. Die Homepage www.infektionen-und-leistungssport.de ist ein Service für alle im Leistungssport tätigen Ärzte, ggf. Physiotherapeuten und Sportler.
Auf dieser Webseite finden Sie eine aktuelle Aufarbeitung epidemiologischer und sonstiger relevanter Informationen zur internationalen Infektsituation im Hinblick auf eine Risikominimierung für leistungssportlich Aktive. Bei der Aufarbeitung werden ebenfalls die situativen und sonstige praxisrelevante Aspekte berücksichtigt.
Ziel ist es, zuverlässige Informationen zu liefern, die die Planungen im Vorfeld von Auslandsaufenthalten erleichtern. Dazu gehören z.B. vorbeugende Impfungen, sichere Verhaltensweisen und hygienische Maßnahmen.
(JF)

Intervalltraining

Jedes Intervalltraining stellt eine Kombination aus Belastungs- und Erholungsphasen dar. Man unterscheidet extensives und intensives Intervalltraining. Das extensive Intervalltraining ist gekennzeichnet durch einen hohen Umfang und relativ geringe Intensität, das intensive Intervalltraining durch relativ geringen Umfang und hohe Intensität. Intensität und Umfang bestimmen sich durch die Länge der Teilstrecken, die Geschwindigkeit der Streckenbewältigung, die Anzahl der Wiederholungen und Serien und die Pausenlänge bzw. -gestaltung. Kennzeichen eines Intervalltrainings ist das Prinzip der lohnenden und aktiven Pause.

Lesen Sie weiter Ausdauertraining

Ischias

„Ischias“ nennt man einen plötzlichen, heftigen Schmerz in der Lendengegend, der über die Pobacken bis in die Beine ausstrahlt. Der Schmerz lässt kaum noch Bewegungen, wie Bücken oder Drehen zu, schlimmstenfalls können Lähmungserscheinungen im Bein auftreten.

Der Ischiasnerv ist der längste und dickste Nerv des Körpers und verläuft durch den Wirbelkanal am hinteren Bein entlang, bis in die Füße. Die Kurzform für diese Schmerzform in der Lenden-, Hüftregion bis in die Beine hinein nennt man „Ischias“.

Neben anderen Ursachen ist der Auslöser für einen Ischiasschmerz in den meisten Fällen ein Bandscheibenvorfall oder eine Bandscheibenvorwölbung, bei dem die Bandscheibe vorfällt und auf den Ischiasnerv drückt. Auch Muskelverspannungen können Schmerzen auslösen, indem der Ischiasnerv gereizt wird. Der dadurch verursachte Schmerz kann so stark sein, dass man bewegungsunfähig ist. Durch den Schmerz verspannt sich oft die Rückenmuskulatur und es können zusätzlich Muskelschmerzen auftreten.

Bei akuten Schmerzen hilft Ruhe und Entspannung, der Betroffene sollte sich flach auf den Boden legen und die Beine anwinkeln. Wärme und heiße Bäder sind wohltuend und entspannen die Rückenmuskulatur. Eine gute Rumpfmuskulatur sowie Dehn- und Kräftigungsübungen für den Rücken helfen vorbeugend ebenso, wie eine saubere Technik bei Heben von Gewichten und das Vermeiden von Übergewicht.
(rr)

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Kalorien

Die Energie, die mit der Nahrung zugeführt wird, wird in Kalorien [cal] oder Joule [J] angegeben. 1000 Kalorien ergeben 1 Kilokalorie (kcal). Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich die Bezeichnung Kalorie anstelle der eigentlich korrekten Bezeichnung Kilokalorie durchgesetzt. Kalorien und Joule hängen wie folgt zusammen: 1 kcal = 4,187 kJ bzw. 1 kJ = 0,239 kcal.

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Kniegelenk

Das Kniegelenk (Articulatio genus) ist das größte Gelenk des menschlichen Körpers.

  • Aufbau des Kniegelenks
    Das Kniegelenk wird von zwei Knochen gebildet, den beiden Gelenkrollen des Oberschenkelknochens (Femur) und der Gelenkfläche des Schienbeins (Tibia). Die Unterschiedlichkeit dieser Gelenkflächen wird durch einen dicken Knorpelüberzug und zwei halbmondförmig gebogenen Knorpelscheiben, dem inneren und dem äußeren Meniskus, ausgeglichen. Am Kniegelenk ist neben dem Schienbein und dem Oberschenkel noch die Kniescheibe (Patella) beteiligt. Sie ist in die sogenannte Patellasehne eingelagert und mit dem Oberschenkelknochen gelenkig verbunden. Das Wadenbein (Fibula) dient nur als Ansatz für das äußere Seitenband, es ist am Kniegelenk nicht beteiligt. 
  • Funktion des Kniegelenks
    Zur Gelenkstabilisierung wirken das innere (Ligamentum collaterale tibiale) und äußere (Ligamentum collaterale fibulare) Seitenband, das vordere (Ligamentum cruciatum anterius) und hintere (Ligamentum cruciatum posterius) Kreuzband und die beiden Menisken zusammen. Die Stabilität wird weiterhin durch die Kontraktion der umgebenden Muskulatur aufrechterhalten. Zu den wichtigsten Muskeln zählen die Kniestreckmuskulatur an der Vorderseite des Oberschenkels (Musculus quadriceps femoris) und die Kniebeugemuskulatur an der Oberschenkelrückseite (Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus, Musculus semimembranosus). Die Menisken dienen neben der Stabilisierung auch der Stoß- und Druckabsorption bei Bewegungen.
  • Knieverletzungen
    Kraft- beziehungsweise Gewalteinwirkung gegen die Außen- oder Innenseite des Kniegelenks sowie Überstreckungen oder Verdrehungen können zu isolierten oder kombinierten Band- und Meniskusverletzungen führen. Da Band- oder Meniskusverletzungen die Gelenkstabilität gefährden, ist bei Knieverletzungen eine ärztliche Diagnoseerstellung und Versorgung unbedingt erforderlich.
    (wb)

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Knochen

Knochen sind aus organischen Substanzen und anorganischen Salzen aufgebaut. Dazu kommt noch ein Anteil von ca. 20 Prozent Wasser. Mit zunehmendem Alter wird der Knochen durch Abnahme der organischen Substanzen poröser. Zum Aufbau von Knochensubstanz ist ein ständiger Wechsel von Belastung (Druck- und Zugbelastung) und Entlastung erforderlich. Hier wird die Wichtigkeit von wohldosiertem Training deutlich.. Neben der Stütz- und Haltefunktion für die Weichteile schützen die Knochen auch sensible innere Organe wie das Gehirn und das Rückenmark. Ferner stellen sie feste Hebel dar, die den meisten Muskeln als Befestigungspunkte dienen.

Gelenke sind die beweglichen Verbindungen, die es den Knochen ermöglichen, sich gegeneinander zu bewegen. Der Bewegungsumfang ist nicht nur von ihrer Form abhängig, sondern auch von den umgebenden Strukturen (Muskulatur, Bänder, Kapsel). Der Gelenkknorpel überzieht die Knochenenden und kann sowohl Unebenheiten der Gelenkflächen ausgleichen als auch Stöße auf Grund seiner Verformbarkeit auffangen. Ein ständiger Wechsel von Belastung und Entlastung sorgt für die gleichmäßige Ernährung und die Erhaltung des Gelenkknorpels.

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Knochenbruch

Knochenbrüche (Frakturen) kommen im Sport meist bei Ballsport mit intensivem Körperkontakt sowie bei Individualsportarten wie Skilauf, Turnen oder Reiten vor.

Knochenbrüche können folgendermaßen klassifiziert werden: Querbruch, Schrägbruch, Spiralbruch oder Trümmerbruch (vgl. Abb.). Wenn das gebrochene Ende eines Knochens die Haut durchstößt, wird die Verletzung als offener Bruch bezeichnet. Bleibt die Haut unbeschädigt, liegt ein geschlossener Bruch vor. Ein Knochenbruch ist durch Bewegungs- und Belastungsschmerz im verletzten Bereich sowie durch eine zunehmende Schwellung gekennzeichnet. Die Behandlung durch einen Arzt ist unumgänglich. Die Heilungsdauer ist abhängig von der Art des Bruches und der Bruchstelle. Sie kann einige Wochen bis mehrere Monate betragen.
(wb)

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Kohlenhydrate

Etwa die Hälfte des täglichen Energiebedarfs sollte durch Kohlenhydrate gedeckt werden. Eine überhöhte Kohlenhydratzufuhr wird vom Körper als Fett gelagert. Kohlehydrate sind in Brot, Kartoffeln, Reis und Teigwaren enthalten. Aber auch in Obst, Gemüse und Salat.

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Kondition

Die Kondition ist ein Faktor der sportlichen Leistungsfähigkeit. Sie wird bestimmt durch die Ausprägung der motorischen Eigenschaften Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination. Eine gute allgemeine Kondition ist gekennzeichnet durch ein möglichst hohes und gleichmäßiges Entwicklungsniveau aller motorischer Eigenschaften. Ein hoher spezieller konditioneller Zustand zeichnet sich durch ein hohes Ausbildungsniveau der für eine bestimmte Sportart leistungsbestimmenden motorischen Eigenschaften aus.
(wb)

Konditionstraining

Das allgemeine Konditionstraining soll zu einer annähernd gleichmäßigen Entwicklung aller konditionellen Fähigkeiten führen und ist weitgehend sportartunabhängig. Das spezielle Konditionstraining strebt eine sportartspezifische Verbesserung der leistungsbestimmenden konditionellen Fähigkeiten an, z.B. Ausdauertraining, Krafttraining oder Beweglichkeitstraining.
(wb)

Koordination

Koordination ist die Fähigkeit, Bewegungen, die ein schnelles und/oder zielgerichtetes Handeln erfordern, ökonomisch, präzise und harmonisch durchzuführen.

  • Allgemeine und spezielle Koordination
    Die allgemeine Koordination beinhaltet die zeitliche, räumliche und kraftmäßige Steuerung von komplexen Bewegungsabläufen oder Einzelbewegungen in sportlichen Situationen oder im Alltag. Die spezielle Koordination ist durch das Variationsvermögen in der Technik einer bestimmten Sportart gekennzeichnet.
  • Komponenten der Koordination
    Der komplexe Begriff der Koordinationsfähigkeit kann in mehrere Komponenten unterteilt werden: Orientierungsfähigkeit, Gleichgewichtsfähigkeit, Rhythmisierungsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit, Kombinationsfähigkeit, Kopplungsfähigkeit, Differenzierungsfähigkeit, Umstellungsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit.
  • Neuromuskuläre Funktionsweise
    Die motorische Eigenschaft Beweglichkeit umfasst das Zusammenspiel des zentralen Nervensystems und der Skelettmuskulatur innerhalb eines Bewegungsablaufes. Man unterscheidet zwischen intramuskulärer Koordination, dem muskulären Zusammenspiel innerhalb eines Muskels und der intermuskulären Koordination, dem Zusammenwirken verschiedener Muskeln.

(wb)

Koordinationstraining

Koordinationstraining bezeichnet eine Trainingsform zur Verbesserung der allgemeinen und sportartspezifischen Koordination.

  • Schulung der allgemeinen Koordination
    Koordinative Fähigkeiten können mit koordinativ anspruchsvollen Übungsformen, d.h. mit neuen, ungewohnten, komplizierten, variations- und kombinationsreichen Bewegungsabläufen, ausgeprägt und trainiert werden. Vor allem die Sportspiele bieten viele Möglichkeiten zum Training koordinativer Fähigkeiten. Die allgemeine Koordinationsfähigkeit kann aber auch gezielt entwickelt werden, indem man einzelne Komponenten der Koordination schult (z.B. Schulung der Gleichgewichtsfähigkeit, Rhythmisierungsfähigkeit, Orientierungsfähigkeit).
  • Schulung der sportartspezifischen Koordination
    Da der Koordinationsanspruch in Abhängigkeit von der Sportart sehr unterschiedlich sein kann, muss die Koordinationsleistung in Verbindung mit der sportartspezifischen Technik ausgeprägt und trainiert werden. In der Phase, in der das Techniktraining noch durch ständiges Erlernen und Fortentwickeln gekennzeichnet ist, findet eine parallele Entwicklung der Technik und der koordinativen Fähigkeiten statt, so dass kein gesondertes Training erforderlich wird. Auf der Grundlage beherrschter Techniken werden leistungsbestimmende Details koordinativer Fähigkeiten zum eigenständigen Trainingsinhalt.

(wb)

Koronare Herzkrankheit

Der Begriff ist von den Koronarien, den Herzkranzgefäßen, abgeleitet, die in zwei großen, sich immer weiter verzweigenden Ästen, den Herzmuskel wie einen Kranz umschließen. Die linke Herzarterie verzweigt sich nochmals in zwei große Äste, so dass man von drei großen Herzkranzgefäßen spricht. Sind die Koronarien infolge einer Arteriosklerose verengt, spricht man von Koronarer Herzkrankheit. Mit fortschreitender Verengung kommt es zu Herzschmerzen der sogenannten Angina pectoris bzw. Brustenge. Der Schmerz kann in Schulter, Arm, Rücken, Kiefer und Oberbauch ausstrahlen und ist meist von Todesangst begleitet.

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Kraft

Kraft als motorische Eigenschaft bezeichnet die Fähigkeit der Muskulatur, sich gegen einen Widerstand zu kontrahieren.

  • Arten der Kontraktion
    Kontrahiert ein Muskel gegen einen Widerstand, ohne dass eine Verkürzung des Muskels auftritt, spricht man von isometrischer Arbeitsweise. Kommt es bei der Muskelkontraktion zur Verkürzung des Muskels, spricht man von konzentrischer Arbeitsweise. Tritt bei der Kontraktion des Muskels eine Längenzunahme auf, arbeitet der Muskel exzentrisch.
  • Allgemeine und spezielle Kraft
    Unter der allgemeinen Kraft versteht man die sportartunabhängige Kraft aller Muskelgruppen. Die spezielle Kraft bezeichnet die sportartspezifische Kraftentfaltung der an einer bestimmten Bewegung beteiligten Muskelgruppen.
  • Maximalkraft
    Man unterscheidet statische und dynamische Maximalkraft. Die statische Maximalkraft ist die höchste Kraft, die bei maximaler willkürlicher Kontraktion gegen einen unüberwindlichen Widerstand erzeugt werden kann. Die dynamische Maximalkraft entspricht der höchsten Kraft, die bei willkürlichen Kontraktionen innerhalb eines Bewegungsablaufes realisiert werden kann.
  • Schnellkraft
    Die Schnellkraft bezeichnet die Fähigkeit, Widerstände mit höchstmöglicher Kontraktionsgeschwindigkeit, also in kürzester Zeit zu überwinden. Mit Erhöhung der zu überwindenden Last gewinnt die Maximalkraft für die Schnellkraft zunehmend an Bedeutung.
  • Kraftausdauer
    Die Kraftausdauer charakterisiert die Ermüdungswiderstandsfähigkeit bei lange andauernden hohen statischen oder dynamischen Kraftleistungen. In Abhängigkeit von der Intensität der entwickelten Kontraktionskraft bestimmt sich der Anteil der aeroben beziehungsweise anaeroben Energiegewinnung.
  • Schnellkraftausdauer
    Die Schnellkraftausdauer umfasst die Fähigkeit, wiederholte schnellkräftige Arm- beziehungsweise Beinbewegungen oder Rumpfbewegungen durchführen zu können. Maßgeblich für die Schnellkraftausdauer ist eine schnelle Erholungsfähigkeit der beteiligten Muskulatur.

(wb)

Krafttraining

Krafttraining bezeichnet eine Trainingsform zur Verbesserung der Maximalkraft, der Schnellkraft und der Kraftausdauer. Es erfolgt meist in einem Kraftraum unter Verwendung von Lang- und Kurzhanteln, Kraftmaschinen (z.B. Beinpresse, isokinetische Kraftgeräte), Schrägbänken und Zugseilen. Krafttraining kann aber auch mittels Bewältigung der eigenen Körperlast durchgeführt werden (z.B. an Sprossenwänden, an Seilen, bei der Durchführung von Sprüngen).

  • Maximalkrafttrainingsmethode zur Vergrößerung des Muskelquerschnitts
    Soll zur Steigerung der Maximalkraft der Muskelquerschnitt vergrößert werden, wird die Methode der wiederholten submaximalen Belastungen eingesetzt. Diese kann sowohl mit konstanter Last als auch mit ansteigender Last durchgeführt werden.
  • Maximalkrafttrainingsmethode zur Verbesserung der Innervationsfähigkeit der Muskulatur
    Soll zur Steigerung der Maximalkraft die willkürliche Aktivierungsfähigkeit, d.h. das inter- und intramuskuläre Zusammenspiel, verbessert werden, wird ein Training mit sehr hohen Lasten, geringen Wiederholungszahlen und großen Erholungsintervallen durchgeführt.
  • Schnellkrafttrainingsmethode
    Mit dem Training der Schnellkraft wird in erster Linie eine Verbesserung der Kraftbildungsgeschwindigkeit der Muskulatur angestrebt.
  • Kraftausdauertrainingsmethode
    Mit dem Training der Kraftausdauer soll die Ermüdungswiderstandsfähigkeit bei lange andauernden Kraftleistungen verbessert werden. Hierfür werden hohe Wiederholungszahlen (ca. 30) mit verhältnismäßig geringer Last (ca. 30 - 40% der Maximalkraft) durchgeführt. Entscheidend ist eine bewusst langsame Bewegungsausführung und ein möglichst pausenloses Üben.
  • Statisches Krafttraining
    Durch die maximale (90 - 100% der Maximalkraft statische bzw. isometrische Kraftentwicklung (3 - 5 Sekunden) gegen einen festen Widerstand wird die statische Maximalkraft verbessert. In den meisten Sportarten ist das statische Krafttraining von untergeordneter Bedeutung, da es bewegungsfern ist und die Koordination nicht gefördert wird.
  • Krafttraining im Fitnessbereich
    Im Fitnessbereich ist es von Bedeutung, die Muskulatur zu kräftigen, um ihre Halte- und Bewegungsfunktion für den Alltagsgebrauch aufrecht zu erhalten und die Ermüdungsresistenz zu steigern. Dazu eignet sich ein Kraftausdauertraining.

(wb)

Krankengymnastik

Bei der Physiotherapie werden physikalische Einflüsse zur Behandlung von Krankheiten genutzt. Zu den wichtigsten Methoden gehören: Massage, Bäder- und Wasserbehandlung, Elektro-, Licht- und Wärmetherapie sowie Krankengymnastik.

Die Krankengymnastik ist eine Bewegungsbehandlung mit passiven Maßnahmen wie Dehnübungen und aktiver körperlicher Bewegungsübungen unter Anleitung, mit dem Ziel Funktionsstörungen und Fehlentwicklungen des Körpers zu beseitigen oder zu vermeiden und Heilungsvorgänge zu unterstützen. Der Therapeut bezieht den zu Behandelnden meist aktiv mit in den Heilungsprozess ein. Krankengymnastik wird besonders angewendet z.B. bei muskulären Dysbalancen, Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen, Haltungsfehlern, bei Schlaganfall, Schwangerschaften oder nach Operationen am Bewegungsapparat. Sie wird vorbeugend, therapieunterstützend und in der Rehabilitation eingesetzt. Über das Bewegungssystem erreicht der ganzheitliche Ansatz auch Heilwirkungen bei inneren Erkrankungen.

 

Laktat

Milchsäure, auch als Laktat bezeichnet, ist ein Stoffwechselprodukt des menschlichen Körpers, das zu Beginn jeder Bewegung und bei intensiver körperlicher Belastung entsteht.

  • Entstehung
    Es gibt mehrere Möglichkeiten, Energie für die körperliche Arbeit bereitzustellen. Bei geringen bis mäßigen Belastungen werden Fette und Kohlenhydrate als Brennstoffe für die Energiebereitstellung genutzt. Da für diese Form der Energiegewinnung Sauerstoff erforderlich ist, spricht man von aerober Energiegewinnung. Bei höheren Belastungen muss eine große Energiemenge in kurzer Zeit produziert werden. Da die Sauerstoffzufuhr dazu nicht ausreicht, muss die Energie ohne Sauerstoff bereitgestellt werden. Diesen Prozess bezeichnet man als anaerob. Als Abfallprodukt des anaeroben Stoffwechsels entsteht Milchsäure.

    Zum Abtransport muss die im Muskel entstandene Milchsäure zu Kohlendioxid und Wasser verstoffwechselt werden. Da dieser Vorgang langsamer verläuft als die Milchsäureproduktion, sammelt sich bei intensiven Belastungen Milchsäure im Muskel an. Man nennt diesen Zustand Übersäuerung.
  • Konzentration
    In der Ruhesituation beträgt die Milchsäurekonzentration 0,5 - 1 mmol/l Blut oder 4 - 10 mg pro 100 ml Blut. Bei stark arbeitender Muskulatur ist ein Anstieg auf 20 mmol/l Blut oder über 200 mg pro 100ml Blut möglich. Durch den Anstieg der Milchsäure sinkt der ph-Wert des Blutes (Normalwert: 7,38 - 7,42). Ein Anstieg des Laktatwertes führt zu einer verminderten Leistungsfähigkeit bzw. zum Arbeitsabbruch. Bis zu einem ph-Wert von 6,8 - 6,9 im Blut und 6,0 in der arbeitenden Muskulatur kann der Körper seine Leistungsfähigkeit aufrechterhalten.
  • Bestimmung
    Die Milchsäure- bzw. Laktatkonzentration kann bestimmt werden, indem man einen Bluttropfen aus dem Ohrläppchen entnimmt und chemisch analysiert. Durch die Bestimmung der Milchsäurekonzentration kann die Belastungsintensität und die aktuelle Leistungsfähigkeit des Sportlers beurteilt werden. Die Bestimmung der Laktatkonzentration lässt sich zur Kontrolle und Gestaltung eines Trainingsprogramms nutzen.

(wb)

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Leistungsdiagnostik

Die Leistungsdiagnostik bietet die Möglichkeit, das individuelle Leistungsniveau festzustellen, das Trainingsergebnis zu kontrollieren und das Training zu optimieren.

  • Inhalte 
    Die Leistungsdiagnostik ist ein wichtiger Bestandteil der Trainingsplanung. Mit ihrer Hilfe wird der Leistungszustand eines Sportlers bestimmt sowie Stärken und Schwächen erkannt, die Hinweise zur Trainingsgestaltung liefern können. Im Vordergrund steht die Erfassung der Ausdauerleistungsfähigkeit (z.B. Herzfrequenz, Blutlaktat und Atemgrößen).
  • Ziele
    Die durch die Leistungsdiagnostik erfassten Werte geben Aufschluss über den aktuellen Leistungsstand. Eine Leistungsdiagnostik ist sinnvoll zur Statusanalyse bei Aufnahme bzw. Wiederaufnahme des Trainings, zur Kontrolle während des Trainingsprozesses und zur Fehlersuche bei Leistungsstagnation oder Leistungseinbrüchen. Dabei ist zu beachten, dass auch andere Größen, wie zum Beispiel Ernährung, soziales Umfeld und Muskelfaserzusammensetzung, den Trainingserfolg beeinflussen können.  Die leistungsdiagnostischen Untersuchungen können neben der Möglichkeit der Trainingssteuerung auch im therapeutischen Bereich, besonders in der Sporttherapie, eingesetzt werden.
  • Formen
    Man unterteilt in Labor- und Feldtest. Die Leistungsdiagnostik im Labor wird meist mit Ergometergeräten (z.B. Laufband, Fahrrad) in Form von Stufentests durchgeführt. Der Vorteil von Labortests ist die Wiederholbarkeit unter gleichen Umgebungs- und Durchführungsbedingungen. Wie aussagekräftig die Ergebnisse für die Trainingsgestaltung sind, hängt von der jeweiligen Sportart ab. Die Leistungsdiagnostik im Feld wird meist in Form von Mehrstreckentests durchgeführt. Die Ergebnisse eines Feldtests hängen immer von den Umgebungs- bzw. Witterungsbedingungen, der Temperatur und der Bodenbeschaffenheit ab, auch Technik und Taktik können eine Rolle spielen. Da die äußeren Einflüsse bei wiederholter Testung nicht immer konstant gehalten werden können, ist es stellenweise schwierig zu beurteilen, welche Ursachen für die Leistungsveränderung verantwortlich sind. Vorteil der Feldtests ist die engere Beziehung zur ausgeübten Sportart.

    Stufentest: Beim Stufentest unter Laborbedingungen wird die Belastung beispielsweise mittels Fahrradergometer oder Laufband langsam und kontrolliert gesteigert. Zu festgelegten Zeitpunkten werden die gewünschten Leistungsfaktoren (meist Herzfrequenz, Blutlaktat, Atemgrößen) des Sportlers ermittelt. Stufentests sollten weitgehende Nähe zur ausgeübten Sportart aufweisen, hier bietet sich z.B. auch die Verwendung von Ruderergometern oder Gegenstromanlagen an. 

    Mehrstreckentest: Bei mehrmaligem Zurücklegen der selben Strecke wird die Intensität systematisch gesteigert. In den Pausen zwischen den einzelnen Streckenläufen und nach Abschluss der Belastung werden die gewünschten Leistungsfaktoren (meist Herzfrequenz, Blutlaktat) erfasst.

    Conconi-Test: Der Conconi-Test ist ein Feldtest, bei dem durch Herzfrequenzmessung die Aerob-anaerobe-Schwelle bestimmt wird. Der Test wird auf einer 400-m-Bahn durchgeführt. Der Sportler läuft mit einer festgelegten Anfangsgeschwindigkeit eine Strecke von 200 m und steigert ohne Pause die Laufgeschwindigkeit kontinuierlich, bis eine Tempoerhöhung nicht mehr möglich ist. Nach jeweils 200 m wird mittels Pulscomputer die Herzfrequenz erfasst. Trägt man die Herzfrequenz gegen die Laufgeschwindigkeit auf, zeigt sich nach zunächst linearem Anstieg ein Knick im Kurvenverlauf. Das Abknicken im oberen Belastungsbereich kennzeichnet den Übergang von der aeroben zur anaeroben Energiebereitstellung.
    (wb)

Leistungsumsatz

Der Leistungsumsatz (Arbeitsumsatz) in Kilokalorien wird bestimmt durch die körperliche Tätigkeit. Menschen mit sitzender Tätigkeit haben einen wesentlich niedrigeren Leistungsumsatz als beispielsweise Handwerker, Krankenschwestern oder Hausfrauen. Auch Hochleistungssportler haben einen stark erhöhten Leistungsumsatz. Ein erwachsener Mann bzw. eine Frau mit mittelschwerer Tätigkeit benötigen etwa 2800 kcal bzw. 2400 kcal täglich, um den Bedarf zu decken und das Körpergewicht zu halten.

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Lungenkreislauf

Der rechte Vorhof nimmt das aus dem Körper stammende sauerstoffarme Blut auf und leitet es in die rechte Herzkammer. Diese pumpt es durch die Lungenarterie in die Lunge. Hier vollzieht sich die Aufnahme von Sauerstoff und die Abgabe von Kohlendioxid. Das sauerstoffangereicherte Blut gelangt über die Lungenvene in den linken Vorhof und die linke Herzkammer. Hier endet der Lungenkreislauf und der Körperkreislauf beginnt.

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Massage

Massage umfasst die mechanische Beeinflussung der Körperoberfläche des Menschen durch Einwirkung auf die Haut, die Unterhautgewebe und die Muskulatur. Massagen im Anschluss an eine Trainingseinheit sollen die Stoffwechselprozesse anregen und zur Lockerung der Muskulatur beitragen. Unmittelbar vor dem Wettkampf durchgeführte Massagen sollen die Muskulatur lockern, die Durchblutung fördern und die Muskelerwärmung unterstützen. Massagen ersetzen jedoch nicht die aktive Aufwärmarbeit.

Auch vorbeugend kann Massage angewendet werden, z.B. bei Leistungssportlern zur Vorbereitung der Muskulatur auf starke muskuläre Belastung. In Belastungspausen zur Lockerung und Entkrampung sowienach einer Belastung als Entmüdungsmassage. Die Grundlage für diese so genannte Sportmassage ist die klassische Massage.

  • Techniken
    Zu den gebräuchlichsten Formen zählt die klassische Massage. Die Einwirkung auf die Haut und das darunter liegende Gewebe erfolgt durch die Anwendung klassischer Massagehandgriffe wie Streichungen, Knetungen, Walkungen, Reibungen, Zirkelungen, Vibrationen und Schüttelungen. Die klassische Massage wird als Teil- oder Ganzkörpermassage eingesetzt. Bindegewebsmassagen, Reflexzonenmassagen, Unterwassermassagen, Wirbelsäulentherapien und Akupressurmassagen sind als spezielle Massageform von der klassischen Massage abzugrenzen.
  • Wirkung
    Durch die Mehrzahl aller Massagetechniken kommt es zu einer lokalen Durchblutungssteigerung, die als Rötung oder Erwärmung der massierten Hautstelle deutlich wird, zur Anregung der Stoffwechselprozesse, zur Entspannung der Muskulatur, zu einer vertieften und verlangsamten Atmung mit abnehmender Herzfrequenz und zur psychischen Entspannung. Bei vorliegenden Schmerzen kann oft eine Linderung der Beschwerden verzeichnet werden. Angewendet wird sie bei vielen Erkrankungen des Bewegungsapparates, zur Nachbehandlung von Muskelverletzungen oder bei Erkrankungen mit Rheuma.
  • Kontraindikationen 
    Kontraindikationen, d.h. im betroffenen Gebiet wird gar nicht massiert, sind z.B. Verbrennungen, offene Wunden, akute Venenentzündungen, Thrombosen, starke Krampfadern, Hämatome, bei Krebs im bestrahlten Gebiet, lymphatische Ödeme, akute Entzündungen und akuter Bandscheibenvorfall. Nach Operationen oder in besonderen Fällen entscheidet der Arzt.

Mechanorezeptoren

Mechanorezeptoren befinden sich in den Bändern und den Gelenkkapseln. Sie vermitteln Informationen über die Stellung der Gelenke sowie über Richtung, Ausmaß und Geschwindigkeit von Bewegungen.

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Meditation

Unter Meditation versteht man Techniken, die geeignet sind einen Bewusstseinszustand herbeizuführen, der vom normalen Bewusstsein abweicht. Bei der Meditation konzentriert sich der Meditierende in der Regel auf einen visuellen, olfaktorischen (den Geruchssinn betreffend), akustischen oder gedanklichen Reiz und bemüht sich, diesen Gegenstand seiner Betrachtung alleine in seinem Wachbewusstsein zu fixieren und alle anderen Reize und Gedanken aus seinem Bewusstsein auszuschließen. Bei regelmäßiger Durchführung bewirkt Meditation eine Veränderung der Selbst- und Umweltwahrnehmung. Die wichtigste Voraussetzung für das Erlernen von Meditation ist der Wille zu regelmäßiger, möglichst täglicher Übung. Die Zugänge zur Meditation sind sehr vielfältig. Neben religiösen oder spirituellen Motiven ist hier z. B. auch das Interesse an der therapeutischen Wirkung der Meditation (Verbesserung klinischer und psychischer Symptome durch Meditation) von Bedeutung.

(wb)

Milchsäure

Milchsäure, auch als Laktat bezeichnet, ist ein Stoffwechselprodukt des menschlichen Körpers, das zu Beginn jeder Bewegung und bei intensiver körperlicher Belastung entsteht.

  • Entstehung
    Es gibt mehrere Möglichkeiten, Energie für die körperliche Arbeit bereitzustellen. Bei geringen bis mäßigen Belastungen werden Fette und Kohlenhydrate als Brennstoffe für die Energiebereitstellung genutzt. Da für diese Form der Energiegewinnung Sauerstoff erforderlich ist, spricht man von aerober Energiegewinnung. Bei höheren Belastungen muss eine große Energiemenge in kurzer Zeit produziert werden. Da die Sauerstoffzufuhr dazu nicht ausreicht, muss die Energie ohne Sauerstoff bereitgestellt werden. Diesen Prozess bezeichnet man als anaerob. Als Teilprodukt des anaeroben Stoffwechsels entsteht Milchsäure.

    Die im Muskel entstandene Milchsäure kann beispielsweise in weiteren Muskeln (z.B. dem Herzen) zur Energiegewinnung direkt genutzt werden oder in der Leber zu neuen Kohlenhydratmolekülen zusammengesetzt werden. Da diese eliminierenden Vorgänge langsamer verlaufen als die produzierenden, sammelt sich bei intensiven Belastungen Milchsäure im Muskel und im Blutkreislauf an. Man nennt diesen Zustand auch Übersäuerung. 
  • Konzentration
    In der Ruhesituation beträgt die Milchsäurekonzentration 0,5 - 1 mmol/l Blut oder 4 - 10 mg pro 100 ml Blut. Bei stark arbeitender Muskulatur ist ein Anstieg auf 20 mmol/l Blut oder über 200 mg pro 100ml Blut möglich. Durch den Anstieg der Milchsäure sinkt der ph-Wert des Blutes (Normalwert: 7,38 - 7,42). Ein zu hoher Anstieg des Laktatwertes führt zur Notwendigkeit der Leistungsreduktion bzw. zum Arbeitsabbruch. Bis zu einem ph-Wert von 6,8 - 6,9 im Blut und 6,0 in der arbeitenden Muskulatur kann der Körper seine Leistungsfähigkeit aufrechterhalten.
  • Bestimmung 
    Die Milchsäure- bzw. Laktatkonzentration kann bestimmt werden, indem man einen Bluttropfen aus dem Ohrläppchen entnimmt und chemisch analysiert. Durch die Bestimmung der Milchsäurekonzentration kann die Belastungsintensität und die aktuelle Leistungsfähigkeit des Sportlers beurteilt werden. Die Bestimmung der Laktatkonzentration lässt sich zur Kontrolle und Gestaltung eines Trainingsprogramms nutzen.
    (wb)

Lesen Sie auch Aerob-anaerobe Schwelle

Mineralstoffe

Mineralstoffe werden zum reibungslosen Ablauf aller Körperfunktionen benötigt. Mineralstoffe, die nur in geringsten Mengen benötigt werden, nennt man Spurenelemente. Ein gesunder Körper wird mit Mineralstoffen (z.B. Calcium, Chlor, Magnesium) und Spurenelementen (z.B. Eisen, Jod, Zink) ausreichend versorgt, wenn abwechslungsreiche und ausgewogene Nahrung zugeführt wird, die frisches Obst, Gemüse, Salat, Vollkornprodukte, Fleisch und Fisch enthält.

Lesen Sie auch Ernährung

Motorische Eigenschaften

Merkmale menschlicher Bewegungsleistung: Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination werden als motorische Eigenschaften bezeichnet. Weitere synonym verwendete Bezeichnungen sind: motorische Grundeigenschaften, motorische Hauptbeanspruchungsformen, konditionelle Fähigkeiten, physische Leistungsgrundlagen.

(wb)

Motorische Einheit

Eine motorische Einheit wird von einer Nervenzelle und allen Muskelfasern, die von dieser Nervenzelle erregt oder gehemmt werden, gebildet. Nervenzellen, die Skelettmuskeln erregen bzw. hemmen, nennt man motorische Neurone oder Motoneurone. Sie befinden sich im Rückenmark. Durch den Nervenfortsatz, das sogenannte Axon, steht das Motoneuron mit den Muskelfasern (Grundelement jedes Muskels) in Verbindung. Das Motoneuron mit seinem Axon und das angeschlossene Kollektiv von Muskelfasern wird als motorische Einheit bezeichnet.

Die motorische Einheit ist die kleinste autonome Einheit im Nerv-Muskelsystem. Die Größe einer motorischen Einheit, d.h. die von einem Neuron versorgte Anzahl von Muskelfasern variiert von ca. 10 Fasern, z.B. bei den äußeren Augenmuskeln, bis zu mehr als 1000 Fasern. Eine motorische Einheit des Oberarmbeugers (Bizeps) beispielweise versorgt ca. 750 Muskelfasern.
(wb)

Lesen Sie auch Nerv

Muskelarbeit

Kontrahiert ein Muskel gegen einen Widerstand, ohne dass eine Verkürzung des Muskels auftritt, spricht man von isometrischer Arbeitsweise. Kommt es bei der Muskelkontraktion zur Verkürzung des Muskels, spricht man von konzentrischer Arbeitsweise. Tritt bei der Kontraktion des Muskels eine Längenzunahme auf, arbeitet der Muskel exzentrisch.

Muskelkater

Nach ungewohnten oder intensiven Beanspruchungen einzelner Muskeln oder Muskelgruppen kann es zum typischen Bild des Muskelkaters kommen. Muskelschmerzen bei aktiver oder passiver Muskelbewegung, Druckempfindlichkeit und gelegentlich auch Schwellungen der Muskulatur besonders nach ungewohnter exzentrischer Muskelarbeit treten meist nach 24 bis 72 Stunden auf und können für etwa zwei bis vier Tage anhalten.

Elektromikroskopische Untersuchungen lassen vermuten, dass Mikrorisse im Muskelgewebe zu veränderten Druck- und Durchblutungsverhältnissen mit nachfolgenden Schwellungen führen, die für die Schmerzentstehung verantwortlich sind. Die frühere Annahme, dass Muskelkater in Folge der Anhäufung von Stoffwechselprodukten (speziell der Milchsäure) verursacht wird, gilt auf Grund neuerer Forschungsergebnisse als widerlegt.

Zur Vorbeugung gegen Muskelkater sollte auf ein gründliches Aufwärmen, ein langsames Steigern der Belastung und eine gute Technikschulung geachtet werden. Das Trainingsprogramm sollte dem individuellen Trainingsstand angepasst sein. Ist ein Muskelkater eingetreten, kann bei geringen Beschwerden das Training generell jedoch mit reduzierter Intensität und Dauer fortgesetzt werden. Bei stärkeren Beschwerden können dosierte Dehn- und Bewegungsübungen möglicherweise auch leichte Radtouren durchgeführt werden. Zur Schmerzminderung sollte man die Muskulatur warm halten. Von unverändertem Weitertrainieren ist in jedem Fall abzuraten. Auch Massagen können die vorliegenden Schädigungen und Beschwerden verstärken und sollten erst nach Abklingen des Muskelkaters verabreicht werden.

(wb)

Muskelkontraktion

Kontrahiert ein Muskel gegen einen Widerstand, ohne dass eine Verkürzung des Muskels auftritt, spricht man von isometrischer Arbeitsweise. Kommt es bei der Muskelkontraktion zur Verkürzung des Muskels, spricht man von konzentrischer Arbeitsweise. Tritt bei der Kontraktion des Muskels eine Längenzunahme auf, arbeitet der Muskel exzentrisch.

Lesen Sie auch Kraft

Muskelkrampf

Die unwillkürliche schmerzhafte Kontraktion oder Teilkontraktion eines Muskels zeichnet das typische Bild eines Muskelkrampfes.

Muskelkrämpfe während oder nach sportlichen Belastungen, beispielsweise im Wadenbereich, sind häufig auf eine lokale Sauerstoffmangelversorgung zurückzuführen, die durch Flüssigkeitsverlust, besonders bei sportlichen Aktivitäten in warmer Umgebung, verursacht wird. Intensive exzentrische Muskelbelastung oder bestehender Magnesiummangel stellen weitere Ursachen von Muskelkrämpfen dar. Faktoren, die die Durchblutung beeinträchtigen, beispielsweise eng sitzende Socken oder Schuhe, können ebenfalls krampfauslösend wirken.

Zur Vorbeugung gegen Muskelkrämpfe sollte auf gründliches Aufwärmen, langsames Steigern der Belastung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und angepasste Ausrüstung geachtet werden. Ist ein Krampf aufgetreten, sollte die sportliche Aktivität unterbrochen werden. Durch Massage oder Dehnung des betreffenden Muskels kann ein Muskelkrampf in der Regel gelöst werden. Treten Muskelkrämpfe sehr häufig auf, sollten eventuelle spezifische Ursachen durch eine ärztliche Untersuchung ausgeschlossen werden.

(wb)

Muskelspindeln

Muskelspindeln sind Rezeptoren, die in allen Skelettmuskeln vorkommen. Es handelt sich um Dehnungsmessfühler, die parallel zur Arbeitsmuskulatur verlaufen und bei Bewegung passiv mitgedehnt oder gestaucht werden. Muskelspindeln messen die Dehnung des Muskels und werden als Längenmesser bezeichnet.

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Muskuläre Dysbalancen

Die Skelettmuskeln kann man grob in zwei Gruppen unterteilen: einerseits Muskeln, die überwiegend eine Bewegungsfunktion haben, die so genannten phasischen Muskeln, und andererseits Muskeln, die hauptsächlich Haltearbeit leisten, die so genannten tonischen Muskeln. Auf einseitige Belastungen im Alltag oder Fehlbelastungen im Sport reagieren die phasischen Muskeln mit Abschwächung, die tonischen Muskeln mit Verkürzung. Dadurch kommt es zu einem Ungleichgewicht zwischen verschiedenen Muskelgruppen, so genannten muskulären Dysbalancen, welche die Belastbarkeit des Bewegungsapparates herabsetzen und auf Dauer zu Fehlhaltungen führen können.

Generell sollte eine allgemeine Dehnung und Kräftigung möglichst vieler Muskelgruppen regelmäßig erfolgen. Um das Entstehen muskulärer Dysbalancen zu verhindern, sollten besonders die zur Verkürzung neigenden Muskeln gedehnt und die zur Abschwächung neigenden Muskeln gekräftigt werden.

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Muskulatur

Etwa 400 Muskeln sind u.a. dafür verantwortlich, wenn Bewegungen in Alltag, Freizeit und Sport gelingen. Die Hauptaufgabe der Muskulatur ist das Entwickeln von Kraft.

Jeder Muskel besteht aus einem Muskelbauch, der beidseits an seinen Enden in eine Sehne übergeht, die am Knochen eines Gelenksystems befestigt ist. Zieht sich der Muskel zusammen, wird die wirkende Muskelkraft durch die Sehne übertragen und das Gelenk bewegt sich. Diese Vorgänge benötigen Energie, die durch bestimmte Stoffwechselvorgänge geliefert wird. Sie sind nur bei ausreichender Sauerstoffversorgung des Muskels möglich; hierzu dient ein weitverzweigtes Blutgefäßsystem. Damit Bewegung entstehen kann, muss ferner ein vom zentralen Nervensystem ausgehender Befehl an die Muskulatur weitergeleitet werden.

Die glatte Muskulatur, aus der besonders die inneren Hohlorgane bestehen (Darm, Blase) ist nicht dem Willen unterworfen. Die Herzmuskulatur ist ein Hohlmuskel. Ihre Tätigkeit ist selbstständig geregelt und damit vom Willen ebenfalls nicht zu beeinflussen.

Die Skelettmuskulatur, wegen ihrer unterschiedlichen Lichtbrechung auch als quergestreifte Muskulatur bezeichnet, ist dem Willen unterworfen und bei jeder körperlichen Bewegung von großer Bedeutung. Ihre Bedeutung wird besonders klar, wenn man bedenkt, dass der Mensch über 400 Skelettmuskeln besitzt und die Skelettmuskulatur etwa 40 Prozent des Körpergewichts ausmacht. Bei einem untrainierten Menschen kann der prozentuale Anteil der Muskulatur bis auf 30 Prozent absinken. Diese Zahlen verdeutlichen die Wichtigkeit eines körperlichen Trainings zur Erhaltung der Muskulatur beziehungsweise der Körperfunktionen.

(wb)

Nahrungsergänzungsmittel

Durch Nahrungsergänzungsmittel können in bestimmten Fällen ein zusätzlicher Flüssigkeits- und Energiebedarf gedeckt werden. Die Grundversorgung mit allen Nährstoffen sollte aber immer durch eine ausgewogene, herkömmliche Ernährung erzielt werden.

Wer viel Sport treibt, dabei schwitzt, Fett ab- und Muskeln aufbaut, braucht Vitalstoffe wie beispielsweise Eiweiß, Fettsäuren, Vitamine und Mineralien. Um kein Defizit aufkommen zu lassen sollte ausgewogen gegessen, aber auch vernünftig trainiert und regeneriert werden. Nahrungsergänzungen können Energiedefizite überbrücken oder zusätzliche Nährstoffe liefern. Ergänzungen wie Vitamin- und Mineralientabletten, Shakes und Riegel dürfen aber nicht als Ersatz für die tägliche Ernährung angesehen werden. Ein gesunder Mensch, der normal sportlich trainiert, hat in der Regel keinen Bedarf an Zusätzen. 

Sportgetränke sollten den durch Körperschweiß entstandenen Verlust von Flüssigkeit und Mineralstoffen ausgleichen. Ein optimales Sportgetränk muss vor allem Kohlenhydrate, um dem Leistungsabfall vorzubeugen und Natrium zur Verfügung stellen. Um topfit zu sein, werden Freizeitsportlern meist Sportgetränke mit vielversprechenden Namen angeboten. Das Marktangebot ist vielseitig und wenig übersichtlich. Speziell für Leistungssportler entwickelte isotonische Sportgetränke erfüllen meist die Voraussetzungen für ein ideales Sportgetränk. Nach Angaben von Experten bieten sie jedoch Breitensportlern im Vergleich zur Saftschorle keine zusätzlichen Vorteile. Empfehlenswert sind Fruchtsaftschorlen, z.B. Apfelsaftschorlen. Die Äpfel liefern Kalium für Nerven und Muskeln, das Mineralwasser liefert Magnesium und Kalzium. Das natriumreiche Mineralwasser sollte im Verhältnis 1:1 oder 1:2 mit dem Saft, am besten Direktsaft gemischt werden. Reine Fruchtsäfte, Limonaden und Colagetränke sind in der Regel hyperton und kein ideales Sportgetränk.

Carnitin ist ein Nahrungsergänzungsmittel, das Spitzensportler u. a. als Muskelkaterbremse nutzen. Die Substanz L-Carnitin besitzt eine zentrale Rolle in der Regulation des Energiestoffwechsels. L-Carnitin ist als Trägermolekül notwendig für den Transport langkettiger Fettsäuren in die Mitochondrien der Muskelzelle, wo die Fettverbrennung stattfindet. Zahlreiche Untersuchungen zeigen allerdings, dass die Zufuhr von L-Carnitin auch in hohen Dosierungen beim gesunden Menschen mit normal gefüllten Carnitin-Speichern keine zusätzliche Erhöhung der Fettverbrennung oder der Leistungsfähigkeit bei Dauerbelastungen bewirkt. Der Körper nimmt genügend Carnitin mit der Nahrung auf, kann es selbst produzieren und schützt sich vor Verlusten. Mageres rotes Fleisch, Fisch und Milch sind carnitinreich, L-Carnitin steckt nur in Fisch und Fleisch.

(rr)

Nerven


Nerven haben die Aufgabe, Informationen weiterzuleiten. Bauelemente des Nervengewebes sind die Nervenzellen (Ganglion). Nervenzellen sind in der Lage, Signale bzw. nervöse Erregungen zu empfangen, zu verarbeiten und weiterzuleiten. Zur Fortleitung der Erregung besitzt die Nervenzelle meist mehrere kurze Fortsätze, die sich früh verzweigen und einen langen Fortsatz. Diejenigen Fortsätze, die die Erregung zur Nervenzelle hinleiten, nennt man Dendriten. Das Axon, auch Neurit genannt, leitet die Erregungen vom Zellkörper fort (z.B. zu anderen Nervenzellen, Muskeln oder Organen). Zur rascheren Fortleitung können Axone mit einer isolierenden Hülle (Myelinscheide), die durch Ranvier-Schnürringe unterbrochen ist, umgeben sein. Die Fortsätze der Nervenzelle werden als Nervenfasern bezeichnet. Nervenfasern und Nervenzelle als Einheit bilden das sogenannte Neuron. In der Regel schließen sich die Nervenfasern mehrerer Nervenzellen zu Faserbündeln zusammen, die dann als Nerv bezeichnet werden.

(wb)

Niedriger Blutdruck

Der niedrige Blutdruck ist gekennzeichnet durch Müdigkeit, Antriebs- oder Leistungsschwäche und Schwindel. Als Grenzwert ist für den systolischen Druck

Osteoporose

Verringerte Knochenmasse ist so lange unerheblich, wie der Bewegungsapparat in der Lage ist, das Körpergewicht auch bei Belastung zu tragen. Erst vermehrter Verlust von Knochengewebe macht das knöcherne Stützgewölbe porös und brüchig, Stabilität und Belastbarkeit gehen drastisch zurück, eine Osteoporose kann entstehen. Die Osteoporose wird im Volksmund auch „Knochenschwund“ genannt.

Bereits mit 35 bis 40 Jahren beginnt der altersbedingte Abbau der Knochen. Wie es um das Knochengerüst im Alter bestellt ist, hängt vor allem davon ab, wie stabil die Knochen waren, als der Abbau begann, und wie schnell er vonstatten geht.

Es gibt viele Ursachen, die zu Osteoporose führen können. In den meisten Fällen ist der Knochenabbau altersbedingt oder er ist bedingt durch ein falsch gesteuertes Hormonsystem (Östrogenmangel), z.B. nach der Menopause. Eine Osteoporose kann auch beschleunigt oder hervorgerufen werden durch Medikamente, Störungen von Drüsen, Alkohol, Rauchen und mangelnde körperliche Bewegung. Meist ist ein Kalzium- und Vitamin D- Mangel die Folge und führt dann zu einem Abbau von Knochengewebe. Während der Knochenschwund als solcher keine Beschwerden verursacht, können die begleitenden Muskelveränderungen rheumaähnliche Schmerzen hervorrufen. Die Hauptbeschwerden sind Knochenschmerzen, vor allem Rückenbeschwerden. Sport, viel Bewegung und gute Ernährung können einem zunehmenden Osteoporose vorbeugen.

(rr)

Personal Training

Nicht nur Profiathleten oder Schauspieler, auch wer nur fit bleiben möchte und nicht sportliche Höchstleistungen anstrebt, kann auf einen persönlichen Fitnessberater zurückgreifen. Dieses Personal Training ist ein Privattraining, bei dem individuelle Trainingsprogramme von einem motivierenden und geschulten Trainer durchgeführt werden sollten, der mit Rat und Tat dem Trainierenden zur Seite steht.

Der Personal Trainer ist ein persönlicher Coach. Er oder Sie erstellt einen auf individuelle Voraussetzungen und Ziele abgestimmtes Trainingskonzept. Ein professioneller Trainer sollte die Psyche, Kondition und persönliche Zielsetzung seines Teilnehmers genau kennen. Zu Beginn steht eine eingehende Bestandsaufnahme der aktuellen Kondition, der körperlichen Verfassung, eventueller Verletzungen und der persönlichen Zielsetzung, wie beispielsweise Herz-Kreislauftraining, allgemeiner Konditionssteigerung, Muskelaufbau oder Gewichtsabnahme. Ein Personal Trainer sollte einen direkten und intensiven Kontakt zu dem Teilnehmer aufbauen und individuell korrigieren und motivieren. Zu finden ist Personal Training in Fitnessstudios oder Sportvereinen, es gibt aber auch Angebote, bei denen der Trainer oder die Trainerin nach Hause oder ins Büro kommt. Dabei passt er oder sie sich örtlich und zeitlich dem Teilnehmer oder der Teilnehmerin an.

Damit liegen die Vorteile auf der Hand: eine große Individualität, sowie räumliche und zeitliche Flexibilität. Das auf die Bedürfnisse des Trainierenden abgestimmte Trainingsprogramm sollte dabei stets von dem Personal Trainer begleitet und kontrolliert werden.

Allerdings: Im Gegenteil zu Sportvereinen, bei denen Trainer und Übungsleiter Qualifikationen nachweisen müssen und Sportverbände Fortbildungen anbieten, ist die Bezeichnung des Personal Trainings keine geschützte Berufsbezeichnung. Theoretisch kann jeder als Trainier arbeiten, auch ohne Qualifikation. Daher sollten vorher Referenzen und Empfehlungen abgefragt werden. Auf jeden Fall sollte mit dem Personal Trainer ein unverbindlicher Probetermin vereinbart werden.

Physiotherapie

Bei der Physiotherapie werden physikalische Einflüsse zur Behandlung von Krankheiten genutzt. Zu den wichtigsten Methoden gehören: Massage, Bäder- und Wasserbehandlung, Elektro-, Licht und Wärmetherapie sowie Krankengymnastik. Die Physiotherapie wird hier als umfassender Oberbegriff verstanden, der die physikalische Therapie in den verschiedenen Anwendungsformen mit einschließt.

Die physikalische Therapie wendet sich mehr an den gesamten Organismus als an ein einzelnes Organ, dabei wird eine Konzentration auf die Orte des Krankheitsgeschehens angestrebt. Die Therapie bedarf in den meisten Fällen besonderer Vorrichtungen und sollte nur von entsprechend ausgebildeten Therapeuten durchgeführt werden. Meist werden chronische Erkrankungen mit einer physikalischen Therapie behandelt.

Unter Sportphysiotherapie versteht man die Arbeit von Physiotherapeuten im Sport und mit Sportlern. Während sich früher die Betreuung von Sportlern fast ausschließlich auf passive Behandlungsmethoden wie Massagen, Thermo- oder Elektrotherapie bezog, versucht die sportphysiotherapeutische Betreuung heute durch eine intensive Zusammenarbeit mit Athleten und Trainern optimale gesundheitliche Voraussetzungen für den Trainings- und Wettkampf zu erreichen. Dabei werden die verschiedenen Behandlungstechniken der Physiotherapie und die Möglichkeiten der physikalischen Therapie angewandt, um die körperliche Gesundheit der Sportler und Sportlerinnen zu erhalten oder herzustellen.

Prävention

Prävention bezeichnet das Ergreifen von Maßnahmen zur Verhinderung von Verletzungen beziehungsweise Erkrankungen mit dem Ziel der Gesundheitsförderung. Unter Prävention versteht man die Verhütung von Krankheiten. Das Ziel ist einerseits, Krankheiten so früh wie möglich zu erkennen und schnell wirksam zu behandeln. Andererseits soll die Gesundheit erhalten und so gefördert werden, dass Krankheiten gar nicht erst entstehen können. Eine Dreiteilung in primäre, sekundäre und tertiäre Prävention ist üblich.

  • Primäre Prävention
    Die primäre Prävention, also die Krankheitsverhütung, soll bereits dann wirksam werden, wenn noch keine Krankheit aufgetreten ist. Die primäre Prävention umfasst die Förderung der Gesundheit und Verhütung von Krankheit durch Beseitigung der ursächlichen Faktoren (z. B. durch Abbau verhaltensbedingter Risikofaktoren, durch Erhöhung der organischen Widerstandsfähigkeit über Gesundheitstraining).
  • Sekundäre Prävention
    Die sekundäre Prävention, die Krankheitsfrüherkennung, hat zum Ziel, Krankheiten und Risikofaktoren möglichst früh zu erkennen und früh zu therapieren beziehungsweise zu beseitigen. Bei identifizierten „Risikoträgern" werden Verhaltens- und Lebensstiländerungen zum Abbau der Risikofaktoren eingeleitet.
  • Tertiäre Prävention
    Die tertiäre Prävention, die Verhütung der Krankheitsverschlechterung, richtet sich an Patientinnen und Patienten, bei denen bereits eine Krankheit oder ein Leiden manifest ist und behandelt wird. Hier ist das Ziel die Verhinderung von Folgeerkrankungen beziehungsweise die Verhütung von Rückfällen. Tertiäre Prävention und Rehabilitation überschneiden sich teilweise. Während Maßnahmen der tertiären Prävention rein krankheitsorientiert sind, zielt die Rehabilitation darauf ab, Kranke zu einem Leben mit Krankheit oder Behinderung zu befähigen („bedingtes Gesundsein").

(wb)

Lesen Sie auch Betriebliche Gesundheitsförderung

Progressive Muskelrelaxation

Die Progressive Muskelrelaxation umfasst die gezielte Entspannung der Körpermuskulatur. Die Muskulatur weist nach jeder starken Anspannung die Eigentendenz zur Entspannung auf. Durch bewusste und systematische Anspannung (bis zu 10 Sekunden) und anschließende Entspannung einzelner Muskelgruppen (z.B. Arme, Beine, Nacken, ...) und Konzentration auf die daraus resultierenden Gefühle der Spannung und Entspannung, können Muskelspannungen im Körper beseitigt und ein Gefühl tiefer Entspannung, das den ganzen Organismus ergreift, erreicht werden.

Lesen Sie auch Entspannungstechniken

Pronation

Mit Pronation und Supination bezeichnet man bestimmte Bewegungen des Fußes und Drehbewegungen des Unterarms. Vor allem bei Läufern kann eine Über- bzw. Unterpronation des Fußes zu Problemen führen.

Die Pronation ist eine natürliche Dämpfungsbewegung des Fußes im unteren Sprunggelenk, ein leichtes Einknicken nach innen (der innere Fußrand senkt sich) ist vollkommen normal und erwünscht. Bei einer Überpronation knickt der Fuß zu stark nach innen ein, der Fußinnenrand, aber auch Sehnen, Gelenke und Bänder werden stärker belastet. Bei älteren Schuhen erkennt man oft die innen stärker abgelaufenen Sohlen.

Um Ermüdung und Verletzungen, z.B. einem Läuferknie oder Achillessehnenbeschwerden vorzubeugen, sollten bei einer Überpronation Einlagen getragen oder die Schuhe auf der Innenseite besonders gestützt werden. Hersteller bieten spezielle Sportschuhe mit einer sogenannten Pronationsstütze in verschiedenen Formen an.
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Pulsmessung

Das regelmäßige Pulsmessen, stellt einen wesentlichen Bestandteil zur Belastungskontrolle bei Ausdauerleistungen dar.

 

Idealerweise eignet sich zur Pulsmessung ein Pulsmesser. Hierbei werden über einen Brustgurt die Herzfrequenzen ausgesendet, während eine Uhr am Handgelenk diese Frequenzen empfängt und dokumentiert. Aber auch ohne technische Ausrüstung ist eine Pulsmessung möglich. Gemessen wird entweder an der Handgelenkinnenseite unterhalb des Daumens oder an der Halsschlagader neben dem Kehlkopf. Erfühlt wird der Puls, indem man Zeige-, Mittel- und Ringfinger leicht auf das Handgelenk oder die Halsarterie drücken. Gemessen werden 15 Sekunden, der ermittelte Wert wird mit 4 multipliziert. Das ergibt dann die Herzfrequenz in einer Minute.

Berechnung des individuellen Trainingspulses

Zur Berechnung des individuellen Trainingspulses können unterschiedliche Formeln angewendet werden:

  • 180 - Lebensalter = Trainingsfrequenz/min
  • Ruhepulsfrequenz/min + ((220-Lebensalter) - Ruhepulsfrequenz) x 0,66 = Trainingsfrequenz/min

(wb)

Qigong

Qigong bezeichnet eine Selbstübe- und Selbstheilungsmethode zur Vorbeugung und Heilung von Krankheiten. Qigong hat seine Wurzeln in der über zweitausend Jahre alten chinesischen Volksmedizin. Durchgängiges Prinzip des Qigong ist der Ausgleich von Yin und Yang. In aufeinander aufbauenden und nach Bedarf einsetzbaren Übungen kann die Selbstübemethode als stilles Qigong (eher geistige Aktivität) oder als Qigong in Bewegung (mit stärkerer körperlicher Aktivität) durchgeführt werden. Um die gesundheitsfördernden Möglichkeiten des Qigong wirksam werden zu lassen, ist ein ausdauerndes Üben erforderlich. Da Qigong im wesentlichen eine Selbstübemethode darstellt kann es vom Patienten den ganzen Tag über geübt werden. Angenommen wird, dass die Selbsttätigkeit und die Eigenständigkeit des Patienten seine Selbstheilungskräfte stärker aktiviert als eine Therapieform bei der der Patient selbst passiv bleibt. Aufgrund der Annahme, dass sich das Qi gemeinsam übender Menschen gegenseitig verstärkt, werden der Gruppentherapie größere Erfolge zugesprochen als der Einzelanwendung.

(wb)

Qualitätssiegel

Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT

Der Deutsche Olympische Sportbund hat in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer für spezielle Gesundheitsprogramme im Sportverein das Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT entwickelt. Mit diesem Siegel verpflichten sich die Vereine und Verbände, die hohe Qualität ihrer Gesundheitsangebote nach gemeinsamen verbindlichen Grundsätzen sicherzustellen.

Inhaltlich werden die Bereiche "Herz-Kreislauf", "Muskel-Skelettsystem", "Stressreduktion/Entspannung" aufgegriffen. Zielsetzung der Maßnahmen ist neben der Vermittlung von gesundheitsgerechtem Bewegungsverhalten, der Verminderung von Risikofaktoren auch der Aufbau einer längerfristigen Motivation für regelmäßige sportliche Aktivität.

Weitere Infos hier!

Qualitätssiegel SPORT PRO FITNESS

Das Qualitätssiegel SPORT PRO FITNESS wurde vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), dem Deutschen Turner-Bund (DTB), dem Bundesverband Deutscher Gewichtheber (BVDG) und den Landessportbünden entwickelt.

SPORT PRO FITNESS ist das Qualitätssiegel für Sportvereine, die ein eigenes Fitness-Studio betreiben. Das Qualitätssiegel ermöglicht es den Vereinen, sich durch hohe Ansprüche neben der großen Masse der kommerziellen Fitness-Studios qualitativ zu behaupten.

Weitere Infos...

Regeneration

Regeneration umfasst die auf den gesamten Organismus oder einzelne Organe bezogene Wiederherstellung der normalen Leistungsfähigkeit nach Ermüdung oder Schädigung. Sie bezeichnet einen Prozess zur Wiederherstellung der vollen physischen und psychischen Leistungsfähigkeit nach körperlicher und/oder geistiger Belastung. Die Dauer der Wiederherstellung richtet sich nach dem vorliegenden Grad der Ermüdung oder Erschöpfung, der abhängig ist von der Belastungsdauer, der Belastungsintensität, dem Trainingszustand und dem Allgemeinzustand.

Im Sport unterscheidet man aktive Regenerationsmaßnahmen, die sich durch wechselnde Bewegungsformen mit reduzierter Intensität auszeichnen und passive Erholungsmaßnahmen in Form von Massage- oder Saunaanwendungen. Regenerations- beziehungsweise Erholungsmaßnahmen sollten Bestandteil jedes Trainings sein, um Ermüdungsprozesse abzubauen und Überbelastungen entgegenzuwirken.

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Rehabilitation

Rehabilitation bezeichnet die Zeitspanne zwischen ausgesprochenem Kranksein und der Erlangung der bestmöglichen Leistungsfähigkeit und umfasst das Begrenzen und Ausgleichen von Krankheitsfolgen mit dem Ziel, den betroffenen Menschen gesundheitlich, sozial, wirtschaftlich und beruflich wieder in die Gesellschaft einzugliedern.

Die Therapie umfasst alle Maßnahmen zur Heilung einer Erkrankung. Während die spezifische Therapie möglichst gezielt auf die Erkrankung abgestimmt ist, umfasst die unspezifische Therapie allgemeine heilungsfördernde Maßnahmen. Die kausale Therapie richtet sich gegen Erkrankungsursachen und Auslösemomente, die symptomatische Therapie gegen bestimmte Krankheitserscheinungen (z.B. Schmerzen). Als konservative Therapie wird eine Heilungsförderung ohne Operation bezeichnet. Als operative Therapie bezeichnet man Heilungsmaßnahmen mit chirurgischem Eingriff.

Rehabilitationstraining bezeichnet die therapeutisch gelenkte systematische und planmäßige Anwendung von bewegungsorientierten Maßnahmen mit dem Ziel, Folgen von Verletzungen und Erkrankungen schnell und dauerhaft zu überwinden.

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Reiki

Reiki ist das japanische Wort für allumfassende Lebensenergie, eine Kraft, die von Natur aus jederzeit zur Verfügung steht. Die Jahrtausende alte Möglichkeit, mit Reiki auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene zu wirken, wurde um 1900 von Mikao Usui, einem Theologieprofessor, wiederentdeckt. Nach dem von ihm entwickelten System, dem Usui Shiki Ryoho, das von Reikimeistern/-innen weitergegeben wird, werden grundlegende Positionen erlernt und praktiziert, die es ermöglichen, sich selbst und anderen Reiki zu geben. In zeremoniellen Einweihungen werden Energieblockaden gelöst. Der freie Energiefluss der Lebensenergie wird wieder ermöglicht und dauerhaft bewahrt. Wird Reiki über längere Zeit praktiziert, kann es unabhängig von Zeit oder Raum auch auf mentaler Ebene gegeben werden.

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Rezeptoren

Rezeptoren leiten Informationen aus Muskeln, Sehnen und Gelenken an das Gehirn weiter, sie sind für die Bewegungsdurchführung von großer Bedeutung.

Muskelspindeln sind Rezeptoren, die in allen Skelettmuskeln vorkommen. Es handelt sich um Dehnungsmessfühler, die parallel zur Arbeitsmuskulatur verlaufen und bei Bewegung passiv mitgedehnt oder gestaucht werden. Muskelspindeln messen die Dehnung des Muskels und werden als Längenmesser bezeichnet.

Golgi-Sehnenorgane reagieren auf die Spannungsänderung der Sehne. Sie werden bei aktiver Muskelkontraktion und bei Dehnung der Sehne erregt. Golgi-Sehnenorgane messen den Spannungszustand beziehungsweise die Kontraktionskraft des Muskels.

Mechanorezeptoren befinden sich in den Bändern und den Gelenkkapseln. Sie vermitteln Informationen über die Stellung der Gelenke sowie über Richtung, Ausmaß und Geschwindigkeit von Bewegungen.
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Lesen Sie auch Muskulatur und Skelettsystem

Risikofaktoren

Risikofaktoren erhöhen das Risiko von einer bestimmten Erkrankung betroffen zu werden oder diese zu verschlimmern. Den Risikofaktoren gegenüber stehen die sogenannten Schutzfaktoren, die die Gefahr einer solchen Erkrankung oder deren Verschlechterung vermindern.

Man unterscheidet konstitutionelle (z.B. Lebensalter, Geschlecht) externe (Ernährung, Stress) und interne Faktoren (Gesundheitszustand).

  • Risikofaktoren bei Herzerkrankungen
    Es gibt zahlreiche Risikofaktoren, die bei der Entstehung von Herzerkrankungen, besonders bei der koronaren Herzkrankheit, eine bedeutsame Rolle spielen. Folgende Risikofaktoren können genannt werden: Erhöhtes Körpergewicht, fortschreitendes Lebensalter, erbliche Belastung, Fehlernährung, Rauchen, Stoffwechselstörungen wie hoher Cholesterinspiegel, Zuckerkrankheit und Gicht, Ärger, Aufregung, krankmachender Stress, übermäßiger Alkoholkonsum, Bewegungsmangel und Bluthochdruck. Der Abbau von Risikofaktoren führt zum Aufbau von Schutzfaktoren, aber generell sollte der Aufbau von Schutzfaktoren auch als eigenständige Maßnahme gesehen werden. Grundsätzlich können die Verbesserung des Gesundheitsbewusstseins, die Ökonomisierung der Herz-Kreislauf-Funktion und die Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens Schutzfunktion übernehmen.
  • Risikofaktoren für Thrombosen
    Für die Entstehung von Thrombosen werden viele Risikofaktoren verantwortlich gemacht. Besonders die Verlangsamung des Blutstroms erklärt die Häufigkeit einer Thrombose bei z.B. einer Ruhigstellung nach einer Operation oder in einem Gipsverband. Weitere Risikofaktoren sind u.a. Entzündungen und Verletzungen der Blutgefäße, die Einnahme der „Pille“, Schwangerschaft, Bewegungsmangel, aber auch viele andere.

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Röntgenuntersuchung

Eine Röntgenuntersuchung wird zu medizinisch-diagnostischen Zwecken durchgeführt, um Teile des Körpers mit Hilfe von Röntgenstrahlen zu untersuchen. Röntgenstrahlen sind elektromagnetische Wellen, die in einer Röntgenröhre entstehen. Das zu untersuchende Körperteil wird zwischen Röntgenfilm und Röntgenröhre positioniert. Die Strahlen, die durch das Gewebe treten, schwärzen den Röntgenfilm, es ergeben sich durch die unterschiedliche Strahlenabsorption natürliche Kontraste. Weiches Gewebe, z.B. Muskeln absorbiert wenig Strahlung, hartes Gewebe wie Knochen absorbiert viel Strahlung und zeigt einen weißen Schatten auf dem Röntgenbild. Um scharf gezeichnete Bilder zu bekommen, ist je nach Organ eine unterschiedlich starke Röntgenstrahlung nötig. Der Arzt kann vielfältige Untersuchungen von z.B. der Brust-, Bauchregion, des Bewegungsapparates oder Skelettes durchführen. Durch Röntgen-Kontrastmittel können auch der Magen-Darm-Trakt, die Nieren, die ableitenden Harnwege, die Gallenwege und Blutgefäße sichtbar gemacht werden.

Lesen Sie auch Untersuchungsmethoden

Rückenschule

Im Zeitalter zunehmender Technisierung und Automatisierung der menschlichen Lebensumgebung haben sich die auf den Menschen einwirkenden Belastungen verändert. Einseitige Belastung, Überbelastung und Bewegungsmangel treten oftmals an die Stelle gesundheitsfördernder regelmäßiger Bewegung und muskulärer Beanspruchung.

Mit dem ganzheitlichen Konzept der präventiven Rückenschule sollen lebenslange belastende Gewohnheiten umgelernt werden, um dauerhafte Verhaltensänderungen herbeizuführen und somit Frühschäden im Sinne degenerativer Erkrankungen abzuwenden. Vermittelt werden neben der Information über Aufbau und Funktion der Wirbelsäule auch die Schulung der Körperwahrnehmung und die Motivation zur sinnvollen körperlichen Betätigung. Rückenbelastende Verhaltensweisen werden ins Bewusstsein gebracht und Vermeidungsstrategien erlernt. Trainiert wird ein schonendes Alltagsverhalten durch richtiges Sitzen, Bücken, Heben und Tragen. Das Erlernen funktioneller Übungen zum Aufbau eines ausgewogenen Muskelapparates und das Einüben einfacher Entspannungsübungen, die neben der körperlichen auch die psychische Spannungslösung bewirken sind ebenfalls Elemente einer präventiven Rückenschule.
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Sauerstoffschuld

Der menschliche Organismus ist bestrebt Aufnahme und Verbrauch von Sauerstoff im Gleichgewicht zu halten. Durch Belastung kann eine Sauerstoffschuld entstehen. Zu Beginn jeder Belastung braucht der Körper mit seinem Verbrennungsprozess eine gewisse Zeit, bis die energiebereitstellenden Systeme Atmung und Kreislauf auf Touren gekommen sind. In dieser Phase hat der Organismus ein Sauerstoffdefizit. Sie wird zunächst durch Milchsäurebildung überbrückt, dem sogenannten Anlauflaktat.

  • Aerobes Training
    Ist der Verbrennungsprozess nach einiger Zeit auf vollen Touren und ist die Belastungsintensität leicht bis mittelschwer tritt ein steady state ein, Sauerstoffverbrauch und Sauerstoffaufnahme halten sich die Waage. Es wird im aeroben Bereich trainiert.
  • Anaerobes Training
    Bei hohen Leistungen, z.B. großem Krafteinsatz oder hohen Bewegungsfrequenzen kann die muskuläre Energiebereitstellung nicht durch ausreichend Sauerstoff erfolgen, es wird anaerob trainiert. Die Sauerstoffschuld darf allerdings nicht zu hoch werden. Läufer, die z.B. zu schnell anlaufen, bilden zuviel Laktat, sie übersäuern und müssen daher die Belastung vorzeitig zurücknehmen oder ganz abbrechen.

Nach Belastungsende wird die angefallene Milchsäure wieder verbrannt, das Sauerstoffdefizit wird nachgeatmet, der Körper gleicht quasi die Sauerstoffschuld wieder aus.In diesem Zusammenhang ist interessant, dass der Körper bzw. die Muskeln Fettvorräte nur im Sauerstoffüberschuss verbrennt, also im aeroben Bereich.
(rr)

Lesen Sie auch Ausdauer

Sauna

Der Begriff Sauna bezeichnet eine trockene Heißluftbehandlung des ganzen Körpers in einem holzausgekleideten Raum. Die Lufttemperatur in einem Saunaraum beträgt 60 bis 110° Celsius bei einer Luftfeuchtigkeit von fünf bis 15 Prozent. Durch die hohe Umgebungstemperatur wird dem Saunabesucher Wärme zugeführt, gleichzeitig verschlechtern sich die Abgabebedingungen für die vom Körper gebildete Wärme. Die Folgen sind starkes Schwitzen und ein Anstieg der Haut- und Körpertemperatur. An den Saunaaufenthalt schließt sich eine Abkühlphase in der freien Luft, durch Kaltwasseranwendungen oder im Schnee und eine Ruhephase an. Die 3- bis 4-malige Wiederholung der Prozedur ist möglich.

Ein Saunabesuch lockert die Muskulatur und steigert das Wohlbefinden. An das Gefühl der Frische und Leichtigkeit nach einem Saunabad schließt sich meist eine angenehme Müdigkeit an. Herz-Kreislauf-Patienten sollten sich vor dem ersten Saunabesuch ärztlich beraten lassen.

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Schmerz

Der akute Schmerz hat als Alarmsignal des Körpers eine lebenswichtige Aufgabe. Anhaltende Schmerzen dagegen beeinträchtigen zunehmend die Gesundheit.

  • Akuter Schmerz
    Schmerz ist eine Erfahrung, die jeder Mensch macht. Durch Schmerzen lernen wir Gefahren wahrzunehmen, Unfälle zu vermeiden und Verletzungen zu verhindern (z.B. das Berühren heißer Gegenstände, das Heben zu schwerer Lasten). Akute Schmerzen gehen meist vorüber sobald der Betroffene sein Verhalten ändert. Für den menschlichen Körper hat der Schmerz eine lebensnotwendige Warnfunktion.
  • Chronische Schmerzen
    Als chronische Schmerzen bezeichnet man Schmerzzustände, die länger als drei Monate anhalten oder innerhalb eines Jahres mehrfach regelmäßig wiederkehren. Während der akute Schmerz ein heilungsförderndes Verhalten hervorruft (indem er den Betroffenen veranlasst sein schmerzauslösendes Verhalten zu ändern) wird durch chronische Schmerzen eine Verstärkung der aufgetretenen Störung bewirkt. Das zeigt sich beispielsweise bei Menschen mit Rückenbeschwerden. Schmerzbedingt nehmen sie eine Schonhaltung ein, wodurch die Wirbelsäule noch intensiver fehlbelastet wird. Die Schmerzen werden dadurch stärker und rücken nicht selten in den Lebensmittelpunkt.

Durch äußere schmerzhafte Einflüsse oder krankhafte Veränderungen im Organismus werden Nervenendigungen, sogenannte Nozizeptoren, gereizt. Diese sind in nahezu allen Teilen des Körpers vorhanden. Über Nervenbahnen wird die Schmerzinformation von den Nozizeptoren zum Zentralen Nervensystem geleitet. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf den Ort des Schmerzes und Abwehrmechanismen setzen ein. Werden Nerven direkt geschädigt, strahlen die Schmerzen typischerweise in das Versorgungsgebiet der jeweiligen Nerven aus. Bei einem Bandscheibenvorfall ist der Schmerz beispielsweise meist in einem Bein spürbar.

Schmerzmedikamente, sogenannte Analgetika, sind eine wichtige Säule der Schmerztherapie. Sie werden oft in Kombination mit krankengymnastischen Übungen, physikalischen Anwendungen (z.B. Eis, Wärme, Strom) und verhaltensmedizinischer Psychotherapie (z.B. Kurse zur Schmerzbewältigung) eingesetzt. Weiterhin finden aber beispielsweise auch Akupunkturbehandlungen, Trainingsprogramme nach der Feldenkrais-Methode und Hypnose-Sitzungen Anwendung.

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Schnelligkeit

Schnelligkeit ist die Fähigkeit, Bewegungen mit höchstmöglicher Geschwindigkeit auszuführen.

  • Zyklische und azyklische Schnelligkeit
    Die zyklische Schnelligkeit umfasst die Fähigkeit, eine Folge von Bewegungen (z.B. Laufen, Schwimmen) mit hoher Geschwindigkeit durchzuführen. Die maximale erreichbare Geschwindigkeit innerhalb eines Bewegungszyklus wird als Grundschnelligkeit bezeichnet. Die azyklische Schnelligkeit beinhaltet die Fähigkeit, Einzelbewegungen (z.B. Wurf, Sprung) mit hoher Geschwindigkeit durchzuführen.
  • Schnelligkeitsausdauer
    Die Schnelligkeitsausdauer umfasst die Fähigkeit, nach Erreichen einer maximalen Schnelligkeit (zyklische Bewegungen) dem Geschwindigkeitsabfall entgegenzuwirken beziehungsweise Bewegungsgeschwindigkeiten bei wiederholter azyklischer Bewegung aufrecht zu erhalten.

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Schnelligkeitstraining

Ziel des Schnelligkeitstrainings ist die Verbesserung der sportartspezifischen Schnelligkeit. Da Schnelligkeitsleistungen immer an bestimmte sportliche Techniken gebunden sind, müssen sie in Verbindung mit der sportartspezifischen Technik ausgeprägt und trainiert werden. Es gibt allgemeingültige Voraussetzungen, die die Wirksamkeit optimieren: Die Körpertemperatur sollte über der Umgebungstemperatur liegen, eine Bewegung sollte erst technisch "richtig" beherrscht werden bevor sie schnell trainiert wird, hohe Motivation und der Wille zur optimalen Leistung müssen vorliegen. Komponenten des Schnelligkeitstrainings können sein: Beschleunigungstraining, Sprinttraining, Koordinationstraining, Starttraining, Startbeschleunigungstraining und Reaktionstraining.

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Schnellkraft

Die Schnellkraft bezeichnet die Fähigkeit, Widerstände mit höchstmöglicher Kontraktionsgeschwindigkeit, also in kürzester Zeit zu überwinden. Mit Erhöhung der zu überwindenden Last gewinnt die Maximalkraft für die Schnellkraft zunehmend an Bedeutung.

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Schnellkraftausdauer

Die Schnellkraftausdauer umfasst die Fähigkeit, wiederholte schnellkräftige Arm- beziehungsweise Beinbewegungen oder Rumpfbewegungen durchführen zu können. Maßgeblich für die Schnellkraftausdauer ist eine schnelle Erholungsfähigkeit der beteiligten Muskulatur.

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Schulterverletzung

Im Bereich der Schulter gibt es drei unterschiedliche Gelenke: Das Schultergelenk (Articulatio humeri), das vom Kopf des Oberarmknochens (Humerus) und der am Schulterblatt (Scapula) befindlichen Gelenkpfanne (Cavitas glenoidalis) gebildet wird, das (Schultereck)gelenk zwischen Schlüsselbein (clavicula) und Schulterblatt (Articulatio acromioclavicularis) und das Gelenk zwischen Schlüsselbein und Brustbein (Sternum) (Articulatio sternoclavicularis).

An den Bewegungen im Schulterbereich sind 20 Muskeln beteiligt. Im Schulterbereich können u.a. folgende Verletzungen auftreten: Knochenbrüche, Luxationen, Band- und Kapselverletzungen. Verletzungen im Schulterbereich sind meist kompliziert und eine exakte Diagnoseerstellung ist oft schwierig.

 

  • Schlüsselbeinbruch
    Brüche des Schlüsselbeins können bei einem Sturz auf den ausgestreckten Arm oder auf die Schulter, beispielsweise beim Skilaufen oder Radfahren, auftreten. Ein Schlüsselbeinbruch ist durch eine Schwellung über dem betroffenen Bereich und starken Druckschmerz gekennzeichnet. Zur Behandlung wird durch einen Arzt ein sogenannter Rucksackverband um beide Schultern angelegt, der die Armbewegung einschränkt. Die vollständige sportliche Aktivität sollte erst nach 4-8 Wochen wieder aufgenommen werden. Ein leichtes Trainingsprogramm kann, in Abhängigkeit vom Heilungsverlauf, schon früher beginnen.
  • Oberarmbruch
    Brüche meist im oberen Anteil des Oberarmes können bei einem Sturz auf den ausgestreckten Arm oder auf die Schulter, beispielsweise beim Skilaufen, Reiten oder bei körperkontaktbetonten Sportarten wie Football, auftreten. Ein Oberarmbruch ist durch eine Schwellung, durch Druckempfindlichkeit und bewegungsabhängigen Schmerz gekennzeichnet. Zur Behandlung wird der Arm mit einem Verband ruhiggestellt. Der Heilungsverlauf dauert ca. 4-8 Wochen.
  • Schulterluxation
    Schulterluxationen (Verrenkungen) können durch einen Sturz auf den angehobenen Arm, beispielsweise beim Handball oder Football, durch einen Sturz oder eine Krafteinwirkung auf den Außenarm und durch kräftiges nach hinten außen Ziehen des Armes, z.B. durch einen Gegenspieler bei Ballsportarten, auftreten. Man unterscheidet Luxationen nach vorn unten und Luxationen nach hinten, wobei letztere selten auftreten. Eine Luxation ist gekennzeichnet durch Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Bei der Luxation nach vorn lässt sich in der Achselhöhle der vorgewölbte Oberarmkopf und eine leere Gelenkpfanne tasten. Häufig kommt es bei Luxationen auch zur Verletzung der Gelenkkapsel. Ist die Verlagerung des Oberarmkopfes nach vorn oder hinten nur inkomplett spricht man von Subluxation. Zur Behandlung muss das Gelenk durch einen Arzt wieder in seine ursprüngliche Position gebracht und für ca. 3 Wochen am Körper fixiert werden. Ein leichtes Trainingsprogramm kann nach 3-4 Wochen beginnen. Die vollständige sportliche Aktivität sollte erst nach 2-3 Monaten wieder aufgenommen werden.
  • Luxation zwischen Schlüsselbein und Schulterblatt
    Luxationen zwischen Schlüsselbein und Schulterblatt können durch einen Sturz auf die Schulter, den Ellbogen oder den ausgestreckten Arm, z. B. beim Radfahren oder Skilaufen, auftreten. Das äußere Ende des Schlüsselbeins ist nach oben verschoben, je nach Schwere der Luxation kann es auch zu Kapsel- und Bandverletzungen in diesem Bereich kommen. Die Luxation ist gekennzeichnet durch Schmerz und Druckschmerz im äußeren Bereich des Schlüsselbeins und durch bewegungsabhängigen Schmerz. Zur Behandlung muss das Gelenk durch einen Arzt wieder eingerichtet und für ca. 2-3 Wochen am Körper fixiert werden. Nach der Entfernung des Verbandes kann mit einem leichten Trainingsprogramm begonnen werden.
  • Luxation zwischen Schlüsselbein und Brustbein
    Luxationen zwischen Schlüsselbein und Brustbein können durch starke Krafteinwirkung auf die Schulter verursacht werden. Das innere Ende des Schlüsselbeins wird vor oder hinter das Brustbein verschoben und es kommt zu Bandverletzungen in diesem Bereich. Die Luxation ist gekennzeichnet durch Schmerz in der Schulter und Druckschmerz im Bereich des betroffenen Gelenkes. Sind die Gelenkflächen von Brust- und Schlüsselbein nicht vollständig voneinander entfernt, ist nach einer Repositionierung durch einen Arzt eine Ruhigstellung ohne weitere Therapie ausreichend. Die sportliche Aktivität kann frühzeitig wieder aufgenommen werden. Bei kompletter Ablösung kann zur Einrichtung des Gelenks eine Operation erforderlich werden. Der Heilungsverlauf richtet sich nach dem Verlauf der Operation.

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Seitenstiche

Bei ungewohnter körperlicher Belastung können rechts- oder linksseitig unterhalb des Rippenbogens stechende Schmerzen auftreten.
Seitenstiche treten meist dann auf, wenn vor der sportlichen Betätigung (speziell vor dem Lauftraining) keine ausreichende Erwärmung erfolgt oder wenn der Sport unmittelbar nach der Nahrungsaufnahme durchgeführt wird. Bei tiefer Ausatmung kann es zur Schmerzverstärkung kommen, während bei tiefer Einatmung eine Schmerzminderung zu verzeichnen ist.

Der Entstehungsmechanismus ist noch nicht eindeutig geklärt. Fest steht, dass bei körperlicher Anstrengung die Muskeln stärker durchblutet werden. Um diese Mehrdurchblutung zu erreichen, erweitern sich die Gefäße der Muskeln und andere Bereiche des Gefäßsystems werden enger gestellt, beispielsweise in Magen, Darm, Milz oder Leber. Möglicherweise reagieren diese Innenorgane darauf mit Ausschüttung von Substanzen in die Zelle. Dadurch werden Nerven gereizt, die Folge sind Schmerzen, die wir als Seitenstiche wahrnehmen. Von anderer Seite wird auch ein verstärkter Blutstrom im Körper, der einen Dehnungsschmerz in Milz und Leber verursachen könnte, für die Seitenstiche verantwortlich gemacht.

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Skelettmuskulatur

Die Skelettmuskulatur wird wegen ihrer unterschiedlichen Lichtbrechung auch als quergestreifte Muskulatur bezeichnet. Ihre Bedeutung der Skelettmuskulatur wird besonders klar, wenn man bedenkt, dass der Mensch über 400 Skelettmuskeln besitzt und die Skelettmuskulatur etwa 40 Prozent des Körpergewichts ausmacht. Bei einem untrainierten Menschen kann der prozentuale Anteil der Muskulatur bis auf 30 Prozent absinken. Diese Zahlen verdeutlichen die Wichtigkeit eines körperlichen Trainings zur Erhaltung der Muskulatur beziehungsweise der Körperfunktionen.

Skelettsystem

Das Skelettsystem wird auch als passiver Bewegungsapparat bezeichnet.

Knochen sind aus organischen Substanzen und anorganischen Salzen aufgebaut. Dazu kommt noch ein Anteil von ca. 20 Prozent Wasser. Mit zunehmendem Alter wird der Knochen durch Abnahme der organischen Substanzen poröser. Zum Aufbau von Knochensubstanz ist ein ständiger Wechsel von Belastung (Druck- und Zugbelastung) und Entlastung erforderlich. Hier wird die Wichtigkeit von wohldosiertem Training deutlich.. Neben der Stütz- und Haltefunktion für die Weichteile schützen die Knochen auch sensible innere Organe wie das Gehirn und das Rückenmark. Ferner stellen sie feste Hebel dar, die den meisten Muskeln als Befestigungspunkte dienen.

Gelenke sind die beweglichen Verbindungen, die es den Knochen ermöglichen, sich gegeneinander zu bewegen. Der Bewegungsumfang ist nicht nur von ihrer Form abhängig, sondern auch von den umgebenden Strukturen (Muskulatur, Bänder, Kapsel). Man unterscheidet ein-, zwei- und dreiachsige Gelenke. Gemeint ist hiermit die Bewegungsmöglichkeit um eine oder mehrere Achsen. Beispiele: Zu den einachsigen Gelenken zählt das Ellenbogengelenk, dass eine Beuge- und Streckbewegung erlaubt. Das Schultergelenk ermöglich als dreiachsiges Gelenk eine Rotationsbewegung. Das Kniegelenk ist zweiachsig und gestattet eine Beuge- bzw. Streckbewegung um die Querachse. In gebeugtem Zustand ist eine Drehbewegung um die Längsachse durchführbar. Der Gelenkknorpel überzieht die Knochenenden und kann sowohl Unebenheiten der Gelenkflächen ausgleichen als auch Stöße auf Grund seiner Verformbarkeit auffangen. Ein ständiger Wechsel von Belastung und Entlastung sorgt für die gleichmäßige Ernährung und die Erhaltung des Gelenkknorpels.

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Sonographie

Ultraschallgeräte erzeugen Bilder von Schallwellen oberhalb des Hörbereichs des Menschen. Bei der Untersuchung werden die Schallwellen abhängig von der Gewebeart unterschiedlich reflektiert, wobei sich die reflektierenden Schallwellen vom Schallkopf wieder auffangen und im Ultraschallgerät zu einem Bild verarbeitet werden. Ein Gel zwischen Körper und Schallkopf verbessert dabei den Kontakt. Der Arzt erhält dadurch zweidimensionale Bilder, die ihm eine räumliche Vorstellung von Größe, Struktur und Form der untersuchten Organe, Weichteile und Gefäße vermittelt.

Aufgrund der völlig ungefährlichen Strahlendosis und des hohen Informationsgehalt ist die Ultraschalluntersuchung eine häufig angewandte Methode beispielsweise in der Schwangerschaftsuntersuchung oder in der Tumordiagnostik.

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SPORT PRO FITNESS

Das Qualitätssiegel SPORT PRO FITNESS wurde vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), dem Deutschen Turner-Bund (DTB), dem Bundesverband Deutscher Gewichtheber (BVDG) und den Landessportbünden entwickelt.

SPORT PRO FITNESS ist das Qualitätssiegel für Sportvereine, die ein eigenes Fitness-Studio betreiben. Das Qualitätssiegel ermöglicht es den Vereinen, sich durch hohe Ansprüche neben der großen Masse der kommerziellen Fitness-Studios qualitativ zu behaupten.

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SPORT PRO GESUNDHEIT

Der Deutsche Olympische Sportbund hat in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer für spezielle Gesundheitsprogramme im Sportverein das Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT entwickelt. Mit diesem Siegel verpflichten sich die Vereine und Verbände, die hohe Qualität ihrer Gesundheitsangebote nach gemeinsamen verbindlichen Grundsätzen sicherzustellen. Inhaltlich werden die Bereiche "Herz-Kreislauf", "Muskel-Skelettsystem", "Stressreduktion/Entspannung" aufgegriffen. Zielsetzung der Maßnahmen ist neben der Vermittlung von gesundheitsgerechtem Bewegungsverhalten, der Verminderung von Risikofaktoren auch der Aufbau einer längerfristigen Motivation für regelmäßige sportliche Aktivität.

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Sportgetränke

Sportgetränke sollten den durch Körperschweiß entstandenen Verlust von Flüssigkeit und Mineralstoffen ausgleichen. Ein optimales Sportgetränk muss vor allem Kohlenhydrate, um dem Leistungsabfall vorzubeugen und Natrium zur Verfügung stellen. Um topfit zu sein, werden Freizeitsportlern meist Sportgetränke mit vielversprechenden Namen angeboten. Das Marktangebot ist vielseitig und wenig übersichtlich. Speziell für Leistungssportler entwickelte isotonische Sportgetränke erfüllen meist die Voraussetzungen für ein ideales Sportgetränk. Nach Angaben von Experten bieten sie jedoch Breitensportlern im Vergleich zur Saftschorle keine zusätzlichen Vorteile.

Empfehlenswert sind Fruchtsaftschorlen, z.B. Apfelsaftschorlen. Die Äpfel liefern Kalium für Nerven und Muskeln, das Mineralwasser liefert Magnesium und Kalzium. Das natriumreiche Mineralwasser sollte im Verhältnis 1:1 oder 1:2 mit dem Saft, am besten Direktsaft gemischt werden. Reine Fruchtsäfte, Limonaden und Colagetränke sind in der Regel hyperton und kein ideales Sportgetränk.

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Sportherz

Als Sportherz bezeichnet man das erweiterte, auch hypertrophierte, gesunde Herz des trainierten Ausdauersportlers. Es ist gekennzeichnet durch eine vermehrte Kapillarisierung, durch einen gestärkten Herzmuskel, durch die Zunahme des Herzschlagvolumens in Ruhe und Belastung (Absinken des Ruhe- und Belastungspuls), durch eine Senkung des Sauerstoffbedarfs des Herzmuskels in Ruhe, durch eine höhere Belastungsfähigkeit und durch eine geringere Anstrengung auf einer vorgegebenen Belastungsstufe. Das Sportherz bietet gesteigerte Leistungsvoraussetzungen für Ausdauerbelastungen.

180 - Lebensalter = Trainingsfrequenz/min (Anfängerbereich)
220 - Lebensalter = Trainingsfrequenz/min (Fortgeschrittene)
Ruhepulsfrequenz/min + ((220-Lebensalter) - Ruhepulsfrequenz) x 0,66 = Trainingsfrequenz/min

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Sportverein

Die Bewegungsangebote von Sportvereinen sind zugangsoffen und kompetent betreut, sie werden regelmäßig angeboten. Neben den Einspartenvereinen, die eine spezielle Sportart anbieten, gibt es auch Sportvereine mit breitgefächerter Angebotspalette. Angesprochen werden sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene aller Altersstufen, darüber hinaus existieren generationsübergreifende Angebote. Neben einer altersorientierten Einteilung gibt es auch geschlechtsspezifische Betätigungsbereiche und behindertengerechte Sportangebote. Zusätzlich bieten bereits zahlreiche Vereine Programme an, die vorrangig der Verbesserung, Erhaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit dienen. Weiterhin bieten die meisten Vereine auch wettkampforientierte Sportangebote, die bestimmte Leistungsstandards und Vorkenntnisse erfordern. Sportvereine sind Stätten der Begegnung, die soziale Funktion nimmt einen hohen Stellenwert ein.

Sportvereine haben in der Regel den Status des eingetragenen Vereins. Sie sind fachlich in Landesfachverbänden und überfachlich in Kreis- bzw. Stadt-, Bezirks- und Landessportbünden organisiert und über die Mitgliedsorganisationen des Deutschen Olympischen Sportbundes auf Bundesebene zusammengeschlossen.

Suchen sie einen Sportverein Ihrer Nähe? Dann helfen Ihnen die nachfolgenden Tipps bestimmt:

  • Fragen Sie Freunde und Bekannte, die schon einem Verein angehören.
  • Stadt-, Kreis- oder Bezirkssportbünde kennen die Sportvereine vor Ort.
  • Das gilt auch für das Sport- und Bäderamt der Stadt.
  • Im Lokalteil der Zeitung, im Anzeigen- oder Wochenblatt stehen wichtige Termine der Vereine.
  • Das Telefonbuch hilft weiter, hier sind viele Vereine eingetragen.
  • Die örtlichen Krankenkassen sind häufig über die speziellen gesundheitsorientierten Angebote der Vereine informiert.
  • Sportlehrerinnen und Sportlehrer an den Schulen kennen die Vereine mit ihren Angeboten häufig.
  • Haus- oder Sportärzte sind Ansprechpartner, wenn es darum geht, geeignete sportliche Betätigungen zu wählen, um den Körper z.B. nach Krankheiten oder Operationen aufzubauen.

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Sportverletzungen

Sport macht Spaß und ist für den gesamten Organismus von großer gesundheitlicher Bedeutung. Durch Unfälle und/oder Überbelastung kann es jedoch auch zu Sportverletzungen kommen. Ein entsprechendes Aufwärmen, ausreichende Erholungsphasen, eine geeignete Ausrüstung und eine hinreichende allgemeine Kondition helfen, das Verletzungsrisiko zu reduzieren. Kommt es dennoch zu Verletzungen, sollten folgende Maßnahmen eingeleitet werden.

Bandverletzungen im Knöchelbereich gehören zu den häufigsten Sportverletzungen überhaupt. Sie treten vorwiegend bei Ballsportarten und Sprungdisziplinen auf.

Meist führt ein plötzliches Umknicken über den Fußaußenrand, z.B. im Volleyball bei der Landung nach Schmetterschlägen, zu Bandverletzungen oder Bänderrissen im Knöchelbereich. Bänderrisse können komplett (vgl. Abb.) oder inkomplett sein. Das zwischen Sprungbein und Wadenbein verlaufende vordere Band (Ligamentum talofibulare anterior) ist bei ca. 90 Prozent aller Verletzungen betroffen, wobei es in 70 Prozent aller Fälle isoliert verletzt wird. Bei 20 Prozent kommt es zu einer kombinierten Verletzung gemeinsam mit dem Band, das zwischen Fersenbein und Wadenbein (Ligamentum calcaneofibulare) verläuft. Eine zusätzliche Verletzung des zwischen Sprungbein und Wadenbein verlaufenden hinteren Bandes (Ligamentum talofibulare posterior) kommt seltener vor. Eine Bandverletzung ist durch Schmerzen beim Auftreten und Bewegen des Knöchels und eine sich entwickelnde Schwellung gekennzeichnet. Die Behandlung durch einen Arzt ist erforderlich. Der Heilungsverlauf dauert je nach Ausmaß der Verletzung ca. 2 bis 8 Wochen.

Bei typischen Sportverletzungen wie Muskelzerrungen, Gelenkverrenkungen oder Bänder- und Sehnenverletzungen kommt es meist zu Zerreißungen von Blutgefäßen und einer sich in das umgebende Gewebe ausbreitenden Blutung, die eine Schwellung und Schmerzen verursacht. Mit dem Ziel, die Blutung zum Stillstand zu bringen, sollten bei gleichzeitiger Ruhigstellung und Hochlagerung im betroffenen Bereich sofort moderate Kälteanwendungen verabreicht und ein Druckverband angelegt werden. Überlastungsschäden und schwere Verletzungen wie z.B. Knochenbrüche oder tiefe Wunden sollten unmittelbar ärztlich versorgt werden. Bei Unklarheiten, wenn möglich, immer einen Sportmediziner konsultieren. 

(wb)

Stress

Stress kann zu körperlichen und geistigen Höchstleistungen anregen, häufiger oder dauerhafter Stress jedoch schadet der Gesundheit. Stress muss für vieles herhalten, was nicht so ist, wie wir es wünschen: zu viel Arbeit, zu wenig Zeit, zu hohe Anforderungen, zu wenig gefordert, zu viel Streit, zu wenig Zuwendung – all dies gilt als Stress. Für den Körper bedeuten aber auch Hitze, Kälte oder Straßenlärm, eine Operation oder das Leben gegen den Biorhythmus Stress.

Stress ist ein biologischer individueller Mechanismus, über den Menschen und Tiere verfügen: eine automatische, reflexartige Reaktion des Körpers auf bestimmte Reize aus der Umwelt, z.B. bei Bedrohung. Stress ist notwendig, um den Organismus funktionstüchtig zu halten, ein gesundes Maß an Stress steigert körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Schädlich werden Stressreize erst, wenn sie im Übermaß auftreten, wenn der Betroffene ihnen nicht mehr gewachsen ist. Der Organismus bricht dann vor Überlastung schlicht zusammen. Werden diese Alarmsignale des Körpers einfach übergangen oder sogar als lästig empfunden, bleiben Schäden am Organismus nicht aus. Da man sich nicht allen Zwängen entziehen kann, hilft oft die Änderung der Lebenseinstellung, gepaart mit Entspannung und ausreichender Bewegung.
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Stretching

Ziel des Stretching ist die Verbesserung der Dehnfähigkeit der Muskulatur. Der Begriff Stretching wird uneinheitlich benutzt und umfasst sowohl statische und dynamische Dehnmethoden bzw. -techniken und -übungen als auch das Dehnen nach isometrischer Anspannung. Weiterhin wird die propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation PNF zu den Stretchingmethoden gezählt.

  • Dauerdehnung
    Die Dauerdehnung bzw. permanente Dehnung beinhaltet das langsame Einnehmen einer Dehnposition und ein nachfolgendes Halten. Man findet aber auch die Variante, dass der Muskel langsam bis zu einer Länge, die ohne Schmerz ertragen werden kann, gedehnt wird. Diese Phase (easy stretch) wird gehalten, bis das Spannungsgefühl merklich nachlässt. Dann dehnt man noch einmal nach (development stretch) und hält erneut.
  • Ballistic and Hold
    Dabei handelt es sich um dynamisch schwingende Bewegungen, wobei nach der 3. oder 4. Schwingung die Bewegung mit eigener Kraft in der Endposition gehalten wird.
  • Prolonged Stretch
    Mit Hilfe eines Partners wird eine passive Dehnung durchgeführt. Das Bewegungsausmaß wird bis in die Extremlage gesteigert und dort unmittelbar vor der Schmerzgrenze einige Sekunden gehalten.
  • Relaxation Method
    Es wird mit Hilfe eines Partners eine passive Dehnung durchgeführt. Das Bewegungsausmaß wird bis in die Extremlage gesteigert und dort unmittelbar vor der Schmerzgrenze gehalten, während der Ausübende sich psychisch entspannt.
  • Passiv Lift and Hold
    Ein Trainingspartner bringt ein Köperglied passiv in die Extremlage, die unter aktiver isometrischer Kontraktion durch den Ausübenden einige Sekunden beibehalten wird. Contract-Hold-Relax-Stretch (CHRS) Die zu dehnende Muskulatur wird zunächst angespannt, einige Sekunden entspannt und dann langsam gedehnt. Für diese Dehnmethode finden sich auch die Bezeichnungen Contract-Relax-Stretch (CRS), AED-Dehnung (anspannen - entspannen - dehnen) oder postisometrische Relaxation.

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Stufentest

Beim Stufentest unter Laborbedingungen wird die Belastung beispielsweise mittels Fahrradergometer oder Laufband langsam und kontrolliert gesteigert. Zu festgelegten Zeitpunkten werden die gewünschten Leistungsfaktoren (meist Herzfrequenz, Blutlaktat, Atemgrößen) des Sportlers ermittelt. Stufentests sollten weitgehende Nähe zur ausgeübten Sportart aufweisen, hier bietet sich z.B. auch die Verwendung von Ruderergometern oder Gegenstromanlagen an.

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Supination

Mit Pronation und Supination bezeichnet man bestimmte Bewegungen des Fußes und Drehbewegungen des Unterarms. Vor allem bei Läufernkann eine Über- bzw. Unterpronation des Fußes zu Problemen führen.

 

 

 

Bei der Supination (Unterpronation) kippt der Fuß nach außen weg, der Fußaußenrand, damit auch Sehnen, Gelenke und Bänder werden stärker belastet. Eine Unterpronation ist oft erkennbar an abgelaufenen Außensohlen. Eine Unterpronation ist viel seltener als eine Überpronation.
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Tai Chi Chuan

Die Bezeichnung Tai Chi Chuan umschreibt langsam fließende Körperbewegungen, verbunden mit tiefer Atmung und einem kontinuierlichen Fluss an Chi-Energie. Die Inhalte des Tai Chi Chuan stammen aus dem frühen taotischen Denken und sind Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin. Die im Körper auf Bahnen und Meridianen fließende Chi-Energie (Lebensenergie) reagiert auf Körperbewegungen, Atem, Denken, Fühlen und äußere Umstände. Ist zu wenig Chi im Körper oder ist der Fluss behindert, stellt sich eine energetische Störung ein, die Krankheiten verursachen kann. Durch die entspannte Aneinanderreihung und Formung sanfter langsamer Bewegungen mit Schritten und Drehungen, Arm- und Handbewegungen werden der Chi- und Li-Energiefluss (kosmische Energie) gefördert und in die verschiedenen Körperbereiche gelenkt.

Tai Chi Chuan soll bei regelmäßigem Üben die Abwehrkräfte stärken, die Entspannung der Muskulatur fördern, die Blutzirkulation verbessern, die Stoffwechselproduktion anregen, die Wirbelsäule entlasten und die Körperwahrnehmung steigern. Da durch den gezielten Einsatz der Chi-Energie enorme Kräfte mobilisiert werden können, ist Tai Chi Chuan auch als Kampfkunst bekannt.

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Taping

Taping bezeichnet eine funktionelle Verbandstechnik zur Prophylaxe, Therapie oder Rehabilitation von Verletzungen am Bewegungsapparat. Der Tapeverband soll selektiv die geschädigte oder gefährdete Struktur (z.B. Band, Muskel, Sehne) einer Bewegungseinheit (z.B. Gelenk) durch Verhinderung oder Bahnung von Bewegungen, die zu einer Überlastung führen, entlasten, ohne weitere Funktionen einzuschränken. Die Beweglichkeit der Bewegungseinheit bleibt im schmerzfreien Bereich so weit als möglich erhalten. Das im Allgemeinen verwendete Tapematerial besteht aus unelastischen 20 bis 50 mm breiten, oder längs- beziehungsweise querelastischen 40 bis 200 mm breiten, klebenden Binden (Tapes).

Im Falle des präventiven Tapings liegen keine Verletzung oder Schädigung vor; es handelt sich um eine reine Schutzmaßnahme. Der prophylaktische Tapeverband soll bei degenerativen Veränderungen die Verletzungsgefahr reduzieren. Der zu therapeutischen Zwecken angelegte Tapeverband soll die Heilung beschleunigen, um die volle Funktion möglichst schnell wiederherzustellen. Der rehabilitative Tapeverband soll insbesondere eine Retraumatisierung vermeiden. Eine exakte Diagnose durch einen Arzt sollte, mit Ausnahme des präventiven Tapings, Grundvoraussetzung für das Anlegen jedes Tapeverbandes sein.

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Tennisarm

Der „Tennisarm“ ist eine der häufigsten Verletzungen am Ellenbogen und heißt korrekt „Tennisellenbogen“ oder Epicondylitis humeri radialis (= über dem Ellenbogen außen). Nicht nur Tennisspieler oder Racketsportler, auch Berufsgruppen mit monotonen Bewegungsabläufen oder z.B. Benutzer der Computer Maus können vom „Tennisarm“ betroffen sein.

Bei einem „Tennisarm“ sind die Sehnen der Streckmuskulatur des Unterarms an der Ellenbogenaußenseite überlastet. Dort, wo die Sehne am Knochen verankert ist. Die Muskelansätze der Hand- und Handgelenksstrecker sind schmerzhaft entzündet, die Vorderarmmuskulatur ist verkrampft. Der Betroffene hat Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens, gewöhnlich Druckschmerz auf oder unter dem Gelenkknochen sowie Verspannungen der Sehnen. Schon leichter Händedruck oder das Anheben einer Tasse kann Schmerzen verursachen.

Vergleichbare Verletzungen gibt es auch bei Golfspielern, den sogenannten „Golferellenbogen“. Die Beschwerden treten hierbei nicht am äußeren, sondern am inneren Ellenbogen auf.

Der Betroffene sollte den schmerzenden Arm schonen und Überanstrengung vermeiden. Eiswasserbandagen helfen den Schmerz zu lindern. Stretching, Lockerungs- und Kräftigungsübungen sowie leichte Selbstmassage im Bereich der Unterarmmuskulatur können ebenso Linderung bringen, wie spezielle Bandagen. Vorrangig sollte jedoch die Technik in der jeweiligen Sportart überprüft und auf armschonende Ausrüstung geachtet werden.
(rr)

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Testosteron

Testosteron ist ein männliches Geschlechtshormon. Neben der sexualspezifischen hat es eine anabole, d.h. Eiweiß aufbauende Wirkung. Es fördert den Muskelaufbau und steigert das Leistungs- sowie Aktivitätsgefühl. Die anabole Wirkung wird neben therapeutischen Maßnahmen auch im Doping ausgenutzt.

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Thera Band

Alternativ zu anderen Formen des Muskelaufbaus bietet sich das sogenannte Thera Band an. Es wird in der Krankengymnastik eingesetzt, um z.B. nach einer Verletzung die Muskulatur wieder schonend aufzubauen. Das flexible Gummiband aus Naturlatex wird an Füßen, Händen oder fest stehenden Gegenständen fixiert. Langsam und aus verschiedenen Haltungen heraus zieht der Trainierende nun an dem Band und kann die gewünschte Muskelgruppe trainieren. Die sanften Muskel- und Kräftigungsübungen bilden ein gutes Grundlagentraining. Sie bieten zugleich eine Ergänzung für alle Sportarten, bei denen einzelne Muskelgruppen gefordert sind. Das Thera Band eignet sich auch für das Training zu Hause oder unterwegs, denn es ist leicht und passt in jede Tasche. Das Band gibt es in verschiedenen Längen und Stärken. Dadurch kann es individuell dem Leistungsstand und den Trai ningszielen angepasst werden. Die Länge kann auch, z.B. durch wickeln um die Hand verändert werden. Unterschiedliche Farben zeigen die Stärke des Bandes an.

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Thrombose

Wenn das Blut innerhalb eines Gefäßes gerinnt und dieses dadurch verstopft spricht man von einer Thrombose.
Die Blutgerinnung ist ein lebensnotwendiger Schutzmechanismus des Körpers. Bei Verletzungen werden die sogenannten Gerinnungsfaktoren aktiviert. Sie sorgen zusammen mit den Blutplättchen (Thrombozyten) sofort für den Verschluss des verletzten Gewebes. Durch verschiedene Faktoren kann sich auch innerhalb einer Vene oder Arterie ein Blutgerinnsel, ein sogenannter Thrombus, bilden. Dies kann zu einem teilweise oder völligen Verschluss des Gefäßes, zu einer Thrombose führen.

Für die Entstehung einer Thrombose sind mehrere Faktoren verantwortlich. Dabei kann es sich um eine Schädigung der Gefäßwand, die Verlangsamung des Blutflusses und eine erhöhte Gerinnungsneigung des Blutes infolge einer Veränderung der Blutzusammensetzung handeln. Bei einer Vielzahl lässt sich keine aktuelle Ursache finden.

Viele Risikofaktoren werden für die Entstehung von Thrombosen verantwortlich gemacht. Besonders die Verlangsamung des Blutstroms erklärt die Häufigkeit einer Thrombose bei z.B. einer Ruhigstellung nach einer Operation oder in einem Gipsverband. Weitere Risikofaktoren sind u.a. Entzündungen und Verletzungen der Blutgefäße, die Einnahme der „Pille“, Schwangerschaft, Bewegungsmangel, aber auch viele andere.

Dass das Heranwachsen von Thromben innerhalb der Blutgefäße so gefährlich ist, erklärt sich damit, dass jederzeit Teile eines Gerinnsels abreißen können. Diese werden dann mit dem Blutstrom in Organe transportiert, können dort hängen bleiben und ein wichtiges Gefäß verschließen. Solch eine Blutgefäßverstopfung nennt man Embolie und kann dramatische Folgen haben, da das von der Blutzufuhr abgeschnittene Gewebe rasch abstirbt.

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Training

Sportliches Training zielt auf eine systematische Verbesserung des Leistungsvermögens und der Leistungsbereitschaft hin. Im Gesundheitssport steht dabei die Wiederherstellung, Stabilisierung und/oder Optimierung der Leistungsfähigkeit im Vordergrund, während im Spitzensport die individuelle Best- oder absolute Höchstleistung angestrebt wird.

Trainingseffekte basieren auf der Fähigkeit des Organismus, sich Belastungsreizen anzupassen. Andauernde Belastungen führen zur Ermüdung und zu einer Verringerung der Leistungsfähigkeit. Der Organismus besitzt jedoch die Fähigkeit zur Regeneration in der Weise, dass die Leistungsfähigkeit nach einer Erholungsphase nicht nur in die Ausgangslage zurückpendelt, sondern sogar ansteigt. Diesen Vorgang nennt man Superkompensation.

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Übergewicht

In der Mehrzahl aller Fälle entsteht Übergewicht durch ein Missverhältnis von Bewegung und Nahrungsaufnahme.

Die Begriffe Übergewicht und Adipositas (Fettsucht) sind nicht identisch. Adipositas beschreibt einen Zustand, der durch eine sehr große Anhäufung von Fettgewebe im Verhältnis zu fettfreien Körpermasse gekennzeichnet ist. Meist ist die Fettsucht Folge einer übermäßigen Nahrungsaufnahme und eines zu geringen Energieverbrauchs. Nur selten entsteht Adipositas aufgrund einer Krankheit wie z.B. einer Stoffwechselstörung.

Der Begriff Übergewicht bezeichnet einen Zustand, bei dem das Körpergewicht durch die Zunahme anderer Körpergewebe z.B. der Muskelmasse erhöht ist. Die oft zitierten "schweren Knochen" spielen für das Körpergewicht keine entscheidende Rolle, da das spezifische Gewicht des Knochens für alle Menschen gleich ist.

Das Ausmaß des Übergewichtes bei Erwachsenen wird meist nach dem Broca-Index beurteilt. Hierbei entspricht das Normalgewicht (in kg) der Körpergröße (in cm) minus 100. Dies bedeutet zum Beispiel für eine Frau von 1,70 m Körpergröße, dass das Normalgewicht bei 70 kg liegt. Beispielrechnung: 170 - 100 = 70

 

Dem Sport kommt zur Reduktion von Übergewicht eine besondere Bedeutung zu. Allerdings wird der Kalorienverbrauch infolge sportlicher Betätigung meist erheblich überschätzt. Darüber hinaus ist die Leistungsfähigkeit übergewichtiger Personen oft sehr gering. Daher ist eine Belastungshöhe, die zu einer Gewichtsreduktion führen kann, häufig nicht erreichbar. Körperliche Aktivität in Kombination mit einer entsprechenden Beschränkung der Nahrungszufuhr zeigen jedoch gute Erfolge. Stärkere körperliche Belastung reduziert den Appetit und regt sowohl während als auch über die Belastungsphase hinaus Stoffwechselprozesse an.

In vielen Vereinen gibt es für Übergewichtige spezielle Gruppen. Aufgrund der reduzierten körperlichen Belastbarkeit werden hier meistens Sportarten gewählt, bei denen das Körpergewicht getragen wird - beispielsweise Rudern und Radfahren oder alle Sportarten, die im Wasser betrieben werden. Diese Sportarten schonen die Gelenke, die aufgrund des hohen Körpergewichtes oft sehr belastet sind. Generell sind Ausdauersportarten ohne intensive Druckbelastungen der Gelenke und Funktionsgymnastik gut geeignet. Mit steigender Belastbarkeit bieten sich auch entsprechend dosiertes Walking und Jogging an. Um eine Gewichtsabnahme zu erzielen sollte ein tägliches abwechslungsreiches Bewegungstraining durchgeführt werden.

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Übersäuerung

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Energie für die körperliche Arbeit bereitzustellen. Bei geringen bis mäßigen Belastungen werden Fette und Kohlenhydrate als Brennstoffe für die Energiebereitstellung genutzt. Da für diese Form der Energiegewinnung Sauerstoff erforderlich ist, spricht man von aerober Energiegewinnung. Bei höheren Belastungen muss eine große Energiemenge in kurzer Zeit produziert werden. Da die Sauerstoffzufuhr dazu nicht ausreicht, muss die Energie ohne Sauerstoff bereitgestellt werden. Diesen Prozess bezeichnet man als anaerob. Als Abfallprodukt des anaeroben Stoffwechsels entsteht Milchsäure.

Zum Abtransport muss die im Muskel entstandene Milchsäure zu Kohlendioxid und Wasser verstoffwechselt werden. Da dieser Vorgang langsamer verläuft als die Milchsäureproduktion, sammelt sich bei intensiven Belastungen Milchsäure im Muskel an. Man nennt diesen Zustand Übersäuerung.

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Übertraining

Durch zu geringe Erholung und zu hohe Trainingsbelastung kann es zu einer Überforderung kommen, die als Übertraining bezeichnet wird. Aber auch berufliche oder private Überlastungen, Schlafmangel und falsche Ernährung können ein Übertraining mitbewirken. Das Übertraining ist immer durch einen Leistungsabfall gekennzeichnet. Zwei Formen können unterschieden werden:

  • Basedowoides Übertraining
    Es ist gekennzeichnet durch schlechte Ermüdungsresistenz, ungenügende oder verzögerte Erholungsfähigkeit, Schlafstörungen, geringen Appetit, Körpergewichtsabnahme, beschleunigten Ruhepuls, erhöhte Körpertemperatur, innere Unruhe, Gereiztheit und Depression. Da der Sportler sich krank fühlt und viele klinische Befunde vorliegen ist das basedowoide Übertraining gut diagnostizierbar. Durch eine starke Reduzierung und Umgestaltung des Trainings, ausreichenden Schlaf und einen eventuellen Milieuwechsel lässt sich das Übertraining innerhalb von 1 - 2 Wochen beheben. Nach Abklingen der Symptomatik kann, unter Beachtung einer allmählichen Intensitätssteigerung, das systematische Training wieder aufgenommen werden.
  • Addisonoides Übertraining
    Der Beginn des addisonoiden Übertrainings ist meist schleichend. Oft fehlen deutliche und auffällige Symptome. Unter Ruhebedingungen und bei normalem Training nimmt der Sportler meist keine Leistungsminderung wahr. Diese zeigt sich erst bei erhöhter Trainingsbelastung oder in der Wettkampfsituation. Oft wird dem betroffenen Sportler fehlender Kampfgeist und mangelnde Willensstärke nachgesagt. Ein sicheres Anzeichen für ein addisonoides Übertraining ist ein Leistungsrückgang bei verstärktem Training. Zur Behebung des Übertrainings sind mehrere Wochen bis Monate erforderlich. Das Training sollte stark reduziert und umgestaltet werden. Bei Wiederaufnahme des systematischen Trainings sollte die ursprüngliche Belastungsintensität frühestens nach sechs Wochen erreicht werden.

Ultraschalluntersuchung

Ultraschallgeräte erzeugen Bilder von Schallwellen oberhalb des Hörbereichs des Menschen. Bei der Untersuchung werden die Schallwellen abhängig von der Gewebeart unterschiedlich reflektiert, wobei sich die reflektierenden Schallwellen vom Schallkopf wieder auffangen und im Ultraschallgerät zu einem Bild verarbeitet werden. Ein Gel zwischen Körper und Schallkopf verbessert dabei den Kontakt. Der Arzt erhält dadurch zweidimensionale Bilder, die ihm eine räumliche Vorstellung von Größe, Struktur und Form der untersuchten Organe, Weichteile und Gefäße vermittelt. Aufgrund der völlig ungefährlichen Strahlendosis und des hohen Informationsgehalt ist die Ultraschalluntersuchung eine häufig angewandte Methode beispielsweise in der Schwangerschaftsuntersuchung oder in der Tumordiagnostik.

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Untersuchungsmethoden

Bild gebende Verfahren geben Auskunft über Art und Verlauf einer Krankheit. Röntgen-, Computertomographie- und Ultraschall-Untersuchungen erlauben einen Blick in das Innere eines Menschen, ohne ihn zu verletzen.

  • Röntgenuntersuchung
    Eine Röntgenuntersuchung wird zu medizinisch-diagnostischen Zwecken durchgeführt, um Teile des Körpers mit Hilfe von Röntgenstrahlen zu untersuchen. Röntgenstrahlen sind elektromagnetische Wellen, die in einer Röntgenröhre entstehen. Das zu untersuchende Körperteil wird zwischen Röntgenfilm und Röntgenröhre positioniert. Die Strahlen, die durch das Gewebe treten, schwärzen den Röntgenfilm, es ergeben sich durch die unterschiedliche Strahlenabsorption natürliche Kontraste. Weiches Gewebe, z.B. Muskeln absorbiert wenig Strahlung, hartes Gewebe wie Knochen absorbiert viel Strahlung und zeigt einen weißen Schatten auf dem Röntgenbild. Um scharf gezeichnete Bilder zu bekommen, ist je nach Organ eine unterschiedlich starke Röntgenstrahlung nötig. Der Arzt kann vielfältige Untersuchungen von z.B. der Brust-, Bauchregion, des Bewegungsapparates oder Skelettes durchführen. Durch Röntgen-Kontrastmittel können auch der Magen-Darm-Trakt, die Nieren, die ableitenden Harnwege, die Gallenwege und Blutgefäße sichtbar gemacht werden.
  • Computer-Tomographie (CT)
    Bei der Computertomographie handelt es sich um ein spezielles Röntgenverfahren, bei der Querschnittsbilder von verschiedenen Körperabschnitten angefertigt werden. Dabei wird das Aufnahmegerät mit der Röntgenröhre kreisförmig um den Patienten herumgeführt, um die zu untersuchenden Schichten von allen Seiten zu durchstrahlen. Aus den gemessenen Strahlenintensitäten berechnet der Computer ein Bild der durchstrahlten Körperschicht. Die Computertomographie hat eine Vielzahl anderer aufwendiger Verfahren in der Röntgendiagnostik verdrängt, so liegen die Vorteile in der höheren Bildauflösung, der schärferen Zeichnung von Weichgewebe und der besseren räumlichen Zuordnungsmöglichkeit. Sie dient vor allem der Erkennung von Erkrankungen und Veränderungen im Bereich des Oberkörpers, des Bauches, des Bewegungsapparates, des Skeletts, des Gehirns und zum Tumornachweis. Trotz vieler Vorteile kann die Strahlenbelastung in einigen Fällen höher sein als bei einem Röntgenbild.
  • Ultraschall-Untersuchung (Sonographie)
    Ultraschallgeräte erzeugen Bilder von Schallwellen oberhalb des Hörbereichs des Menschen. Bei der Untersuchung werden die Schallwellen abhängig von der Gewebeart unterschiedlich reflektiert, wobei sich die reflektierenden Schallwellen vom Schallkopf wieder auffangen und im Ultraschallgerät zu einem Bild verarbeitet werden. Ein Gel zwischen Körper und Schallkopf verbessert dabei den Kontakt. Der Arzt erhält dadurch zweidimensionale Bilder, die ihm eine räumliche Vorstellung von Größe, Struktur und Form der untersuchten Organe, Weichteile und Gefäße vermittelt. Aufgrund der völlig ungefährlichen Strahlendosis und des hohen Informationsgehalt ist die Ultraschalluntersuchung eine häufig angewandte Methode beispielsweise in der Schwangerschaftsuntersuchung oder in der Tumordiagnostik.

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Vitalkapazität

Als Vitalkapazität bezeichnet man die maximale Luftmenge, die mit einem Atemzug ein- und ausgeatmet werden kann. In Ruhe befinden sich etwa 2 - 3 l Luft in der Lunge. Die Luftmenge, die bei jedem Atemzug gewechselt wird (Atemzugvolumen), beträgt etwa 0,5 l. Bei maximaler Ausatmung (max. Exspirtation) können, von der in der Ruhesituation vorhandenen Luftmenge, noch ca. 2 l ausgeatmet werden (exspiratorisches Reservevolumen). Die in der Lunge verbleibende Luftmenge von ca. 1 - 1,5 l (Residualvolumen) lässt sich nicht mehr willkürlich ausatmen. Bei maximaler Einatmung (max. Inspiration) können, zu der in der Ruhesituation vorhandenen Luftmenge, noch ca. 3 l eingeatmet werden (Inspiratorisches Reservevolumen). Die willkürlich pro Atemzug ventilierbare Luftmenge bezeichnet man als Vitalkapazität oder maximales Atemzugvolumen. Die Größe der Vitalkapazität ist vom Trainingszustand, von der Körpergröße und vom Alter abhängig. Aufgrund der geringeren Körpergröße ist die Vitalkapazität von Jugendlichen kleiner. Elastizitätsverluste und Einschränkungen der Brustkorbbewegungen führen im Alter zu einem reduzierten maximalen Atemzugvolumen.

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Vitamine

Die wichtigsten fettlöslichen Vitamine sind A, D, E und K, die wichtigsten wasserlöslichen Vitamine sind die der B-Gruppe und Vitamin C. In unterschiedlicher Verteilung kommen Vitamine in fast allen Nahrungsmitteln vor. Um Vitamine so weit wie möglich zu erhalten ist bei der Nahrungszubereitung eine schonende Behandlung erforderlich (z.B. Obst, Gemüse und Kräuter nie zu lange und nur kühl und dunkel lagern, Garzeiten so kurz wie möglich halten).

Lesen Sie auch Ernährung

Wellness

Der Begriff „Wellness" vereint „well-being" (Wohlbefinden) und Fitness. Anfang der sechziger Jahre von der Fitnesswelle überrollt, liegt Wellness wieder im Trend. Wellness spricht Körper, Geist und Seele an und umfasst körperliche und geistige Betätigung sowie ausgewogene Ernährung und Entspannung. Wellness ist der Gegenbegriff zu Hektik und Bewegungsarmut, zum Leben in belasteter Stadtluft und zu stressbedingten schlechten Essgewohnheiten. Durch entsprechend ausgestattete Hotels wird Wellness meist zum Urlaubsinhalt. Wellness kann jedoch überall stattfinden, beispielsweise auch zu Hause: Etwas Zeit, ein belebendes Kräuterbad, ein gesundes Frühstück, ein schönes Konzert oder ein erholsamer Waldspaziergang - auch das ist Wellness.

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Wirbelsäule

Die Wirbelsäule muss statische und dynamische Funktionen erfüllen. Einerseits trägt sie den Kopf und stabilisiert die aufrechte Haltung, andererseits muss sie für Bewegungen biegsam sein. Die Wirbelsäule setzt sich aus Wirbelkörpern und Bandscheiben zusammen.

Sie ist in vier Abschnitte gegliedert. Die Halswirbelsäule besteht aus 7 Wirbelkörpern. An den 12 Brustwirbelkörpern liegen die Rippen an. Die Lendenwirbelsäule besteht aus 5 stabilen Wirbelkörpern. Die sich stark verjüngenden Kreuz- und Steißbeinwirbel sind fast vollständig miteinander verwachsen. Die Wirbelsäule kann in allen Abschnitten nach vorne gebeugt und zur Seite geneigt werden. Durch die Stellung der Dornfortsätze und der kleinen Wirbelgelenke kann die Brustwirbelsäule nach hinten kaum überstreckt und die Lendenwirbelsäule nur in geringem Maße verdreht werden. Die Wirbelsäule hat eine Doppel-S-Form und bildet den Wirbelkanal für das Rückenmark.

 

Schaubild: Aufbau der Wirbelsäule: Halswirbelsäule - 7 Wirbelkörper, Brustwirbelsäule - 12 Wirbelkörper, Lendenwirbelsäule - 5 Wirbelkörper, Kreuzbein, Steißbein.

Zwischen den Wirbeln befinden sich die Bandscheiben; sie ermöglichen die Bewegung der Wirbelkörper zueinander und dämpfen Stöße und Erschütterungen. Jede Bandscheibe besteht aus einem Rings kräftiger kollagener Fasern mit zentral gelagertem Gallertkern. Für die Ernährung wird das Prinzip der druckabhängigen Durchsaftung wirksam. Vergleichbar mit einem Schwamm werden beim Zusammendrücken Schlackstoffe abgegeben und bei Wiederausdehnung Sauerstoff, Flüssigkeit und Nährstoffe aufgenommen.


Die Wirbelsäule kann mit dem Mast eines Schiffes verglichen werden, das Becken ist vergleichbar mit dem Schiffsrumpf. Wie bei einem Segelschiff sind die Rumpfmuskeln, ähnlich den Befestigungsseilen für den Mast, angeordnet. Auf diese Weise verhindern die Muskeln eine Überlastung der Bandscheiben und der knöchernen Strukturen. Die Rumpfmuskulatur ermöglicht eine aufrechte Haltung und eine alltagsgerechte Bewegung. Zur Gesunderhaltung ist ein ausreichender Energiestoffwechsel durch einen ausgewogenen Wechsel von Anspannung und Entspannung erforderlich. Die Muskulatur sollte daher regelmäßig bewegt und trainiert werden.
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Lesen Sie auch Bandscheibenvorfall

Yoga

Yoga ist ein Jahrtausende altes indisches Übungssystem zur Erlangung von Harmonie und zur Erweiterung des Bewusstseins.

Das Hatha Yoga ist die bekannteste Yoga-Art und bildet für viele Menschen den Einstieg ins Yoga. Die folgenden drei körperorientierten Bestandteile sind typisch für das Hatha Yoga: "Asanas" sind Körperübungen, bei denen bestimmte Körperstellungen eine Zeit lang gehalten werden. Durch Asanas soll auf sanfte Art Muskelstärke, Flexibilität und Körperbewusstsein entwickelt werden. Durch das ruhige Halten der Stellungen wird blockierte Lebensenergie (Prana) wieder zum Fließen gebracht, innere Heilkräfte werden aktiviert und die inneren Organe werden besser durchblutet. "Pranayama" sind Atemübungen, die zu einer natürlichen Atmung zurückführen sollen und die Lebensenergie wieder aufbauen. Die "Tiefenentspannung" wird in der Rückenlage durchgeführt und entspannt systematisch alle Teile des Körpers einschließlich des Geistes. Außerdem werden im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung gegeben.

Das Hatha Yoga umfasst körperorientierte Praktiken und entwickelt den physischen Körper. Kundalini Yoga ist das Yoga der Energie und entwickelt den Energiekörper. Bhakti Yoga ist das Yoga der Hingabe und Liebe und entwickelt den Gefühlskörper. Raja Yoga umfasst mentale Techniken und Techniken der Meditation und entwickelt die Psyche. Jnana Yoga ist das Yoga des Wissens und entwickelt Intellekt und Intuition. Karma Yoga ist das Yoga der Tat und hilft, alles ins tägliche Leben zu integrieren. Als ganzheitliches Yoga bezeichnet man eine Kombination der verschiedenen Yoga-Arten.

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Zirkadianer Rhythmus

Der zirkadiane Rhythmus wird auch als 24-Stunden-Rhythmus oder Tagesrhythmus bezeichnet. Er umfasst die tagesrhythmischen Schwankungen von Körperfunktionen (z.B. Körpertemperatur, Blutdruck, Pulsfrequenz, Nierentätigkeit) unter dem Einfluss äußerer Faktoren. Ein bedeutender Außenfaktor ist der Tag-Nacht-Wechsel, da der zirkadiane Rhythmus mit diesem meist synchron verläuft.

Bei sportlicher Aktivität ist der zirkadianer Rhythmus von besonderer Bedeutung. Im Tagesverlauf treten im menschlichen Organismus Leistungshöhen und Leistungstiefen auf, die die physische und psychische Leistungsfähigkeit beeinflussen können. Die Leistungsbereitschaft eines Erwachsenen ist beispielsweise von ca. 7.00 Uhr bis 13.00 Uhr und von ca. 16.00 Uhr bis 21.00 Uhr am höchsten. Aber auch Jahresrhythmen sind von Bedeutung, da die sportliche Leistungsfähigkeit im Herbst ihr Optimum und im Winter ihr Minimum zeigt. Durch entsprechende trainingsorganisatorische Maßnahmen können Tages- und Jahresrhythmen beeinflusst werden. (wb)

Lesen Sie auch Biorhythmus

Zirkeltraining

Zirkeltraining auch Circuittraining bezeichnet, umfasst die wiederholte Ausführung von vorgegebenen Übungen an verschiedenen Stationen. Beim Zirkeltraining wird ein Zirkel von ca. 6 bis 12 Stationen durchlaufen. Dabei führen die Trainierenden unterschiedliche Übungen an dafür geeigneten Geräten durch. Das Circuittraining eignet sich besonders zur Verbesserung der Kraftausdauer und zur allgemeinen Muskelkräftigung. Je nach Sportart können verschiedene Schwerpunkt gesetzt werden.

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