Betriebliche Gesundheitsförderung und der gemeinnützige Sport

Hintergrund zur Betrieblichen Gesundheitsförderung

Der Demogra­phi­sche Wandel ist in seinen Folgen allgegenwärtig und macht auch vor der Arbeitswelt keinen Halt. Vielmehr ist die Gesellschaft – speziell in Be­zug auf das Setting Betrieb – zuneh­mend den Um­ständen von verlängerter Le­bens­ar­beits­zeit und Belastungen durch Termin- und Erfolgsdruck ausgesetzt. Damit Arbeit­neh­merinnen und Arbeitnehmer lange gesund und leistungsfähig bleiben, müs­sen auch Un­ter­neh­men ihren Bei­trag leisten. Hier setzt die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) an. Ziel der BGF ist es, die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten zu optimieren (Verhältnis­prä­vention) und die persönlichen Ressourcen zu stärken (Verhaltensprävention). Neben den sportaffinen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern kann vor allem die Gruppe der Nicht-Beweger in einem solchen Kontext über niedrigschwellige Angebote gezielt angesprochen werden.

Weitere Informationen zum Thema Betriebliche Gesundheitsförderung finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Gesundheit.

Sportvereine als kompetente Partner für Betriebe und Unternehmen

Mit seinen Erfahrungen in der Umsetzung von passgenauen Sport- und Bewegungsangeboten für unterschied­liche Zielgruppen sowie fachlich gut ausgebildeten Übungsleiterinnen und Übungsleitern stellt der gemeinnützige Sport für Betriebe und Unternehmen, insbesondere für klein- und mittelständische Unternehmen, einen kompetenten Partner im Themenfeld der Betrieblichen Gesund­heits­förderung dar.

Sportvereine können ideale Kooperationspartner für Betriebe, Unternehmen, öffentlichen Verwaltungen und andere Organisationen sein, wenn es darum geht, die Gesundheit und Aktivität der Belegschaft durch qualitätsgesicherte Sport- und Bewegungsangebote nachhaltig zu fördern. Die Vorteile einer Kooperation zwischen Betrieben und Vereinen liegen zudem in den gut ausdifferenzierten Vereinsstrukturen. Mit den rund 90.000 Sportvereinen hat der gemeinnützige Sport in Deutschland eine flächendeckende Struktur vorzuweisen.

Einbindung bestehender Angebote 

Des Weiteren hat der gemeinwohlorientierte Sport in den letzten fünfzehn Jahren Gesundheitssportprogramme, wie z.B. das Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT und das Qualitätssiegel SPORT PRO FITNESS, etabliert. Es existieren somit im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention flächendeckend vielfältige Angebote zu kostengünstigen Gebühren, die im Rahmen von Betrieblicher Gesundheitsförderung durchgeführt werden können. Auch das bekannte Deutsche Sportabzeichen wird im betrieblichen Kontext bereits in vielen Regionen sehr erfolgreich als ein Mittel zur gezielten Bewegungsförderung in Betrieben eingesetzt.

Aktivitäten des DOSB

Betriebliche Gesundheitsförderung und Sportvereine

Projekt „Bewegt im Betrieb“

Im Rahmen des durch das Bun­des­ministerium für Gesundheit geförderten Projektes „Bewegt im Betrieb“ hat der DOSB u.a. eine Broschüre ent­wickelt, die mit einem Vier-Wochen-Bewegungsplan und darin enthaltenen fünf niedrigschwelligen Job-Fit-Übungen zu mehr Bewe­gung im Betriebsalltag anregt. Darüber hinaus gibt es Tipps für mehr Bewe­gung im Arbeitsalltag. Die neue DOSB-Broschüre zeigt auf, dass Betriebe und Unternehmen auch ohne großen organisatorischen und finan­ziellen Aufwand erste Schritte in Richtung Betrieblicher Gesundheitsförderung machen können. Idealerweise ist dieses Bewegungsprogramm für den Betriebsalltag gewissermaßen der Auf­takt zu einem dauerhaft ver­besserten Be­we­gungsverhalten – längerfristig beispielsweise durch eine Ver­einsmitgliedschaft der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer oder auch durch eine Kooperation mit einem vor Ort an­säs­sigen Sportverein.

Unterstützung der Initiative „Gesunde Unternehmen“

Der DOSB unterstützt die Initiative „Gesunde Unternehmen“, die vom Institut für Unternehmenswerte ins Leben gerufen wurde.  Die Initiative setzt sich für mehr Gesundheitsmaßnahmen in Unternehmen ein und zeichnet diese aus, die bereits erfolgreich BGM/BGF-Maßnahmen in den Arbeitsalltag integriert haben. Ziel dieser Zusammenarbeit ist eine bessere Vernetzung zwischen Sportvereinen und Unternehmen.

Zur Webseite "Gesunde Unternehmen"

DOSB-Expertenaustausch zur Betrieblichen Gesundheitsförderung

Bei einer Expertenrunde am 16. Juli 2014 wurde das Thema Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) von DOSB und Experten aus den Mitgliedsorganisationen diskutiert. Bei dem Treffen ging es um einen Austausch zwischen dem Dachverband und den Experten aus den Mitgliedsorganisationen, die sich vor allem im Rahmen von Projekten in ihren Verbänden mit dem Thema BGF beschäftigen. Vor dem Hintergrund des aktuell geplanten Präventionsgesetzes der Bundesregierung, in dem die Betriebliche Gesundheitsförderung eine entscheidende Rolle spielen wird, ist der organisierte Sport dabei, den Stellenwert des Themas neu zu bewerten. 

Beispiele aus den Mitgliedsorganisationen

Verschiedene Mitgliedsverbände haben bereits in unterschiedlichen Kooperationen erfolg­reich bewiesen, dass eine Zusammen­ar­beit zwischen Sportvereinen und Betrieben bzw. Unternehmen nachhaltig umsetzbar ist. Welche Aktivitäten es bereits im organisierten Sport gibt, zeigen die folgenden Strategien und Konzepte: 

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